haftgrund on soup http://haftgrund.soup.io/ haftgrund on soup http://haftgrund.soup.io/ http://c.asset.soup.io/asset/0696/9308_8221.jpeg 96 96 “Moses Heß in seiner Zeit” von Horst Lademacher wird neu aufgelegt {"tags":["Moses Hess"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/J-0-F8FjV2I/\"\u003E\u201cMoses He\u00df in seiner Zeit\u201d von Horst Lademacher wird neu aufgelegt\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/J-0-F8FjV2I/","body":"\u003Cp\u003EDas Bonner Stadtarchiv plant f\u00fcr 2012 eine Neuauflage von \u201c\u003Ca href=\"http://gso.gbv.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=023254165\"\u003EMoses He\u00df in seiner Zeit\u003C/a\u003E\u201d von \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Lademacher\"\u003EHorst Lademacher\u003C/a\u003E, dem wohl profundesten lebenden Hess-Experten. Wenn das Buch erschienen ist, wird es in einem geeigneten Rahmen unter der Schirmherrrschaft des Bonner Oberb\u00fcrgermeisters Niemptsch der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDiese 1977 erstmals ver\u00f6ffentlichte Untersuchung z\u00e4hlt zu den viel zitierten Standard-Werken der Literatur zu Moses Hess und hat nichts von seinem Informationsgehalt verloren. Im Gegenteil: es finden sich immer wieder Schnittstellen zu m\u00f6glichen und voraussichtlich sehr ergiebigen weiteren Forschungen \u00fcber den Zeitraum vom demokratisch-revolution\u00e4ren Aufbruch im Vorm\u00e4rz bis in die 2. Internationale \u2013 in all diesen Phasen kann man kaum an Moses Hess vorbei gehen, zu oft war er der erste, der gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen erkannte, Erkenntnisse, die ebenso oft von anderen \u00fcbernommen und weiter entwickelt oder aber auch verengt wurden.\u003Cbr /\u003E Eine bis heute wichtige Bedeutung hat Hess dar\u00fcber hinaus aber auch als fr\u00fchester Vertreter eines sozialistischen Zionismus \u2013 die Internationale Konferenz \u201c\u003Ca href=\"http://www.rosalux.de/news/38115/moses-hess-zwischen-sozialismus-und-zionismus.html\"\u003EMoses Hess zwischen Sozialismus und Zionismus\u003C/a\u003E\u201d in Jerusalem im M\u00e4rz 2012 kann als Beleg daf\u00fcr gelten.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/moseshess/widerhall/veranstaltung-in-bonn-moses-hess-in-seiner-zeit/\"\u003Emehr lesen\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/J-0-F8FjV2I\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Das Bonner Stadtarchiv plant für 2012 eine Neuauflage von “<a href="http://gso.gbv.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=023254165">Moses Heß in seiner Zeit</a>” von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Lademacher">Horst Lademacher</a>, dem wohl profundesten lebenden Hess-Experten. Wenn das Buch erschienen ist, wird es in einem geeigneten Rahmen unter der Schirmherrrschaft des Bonner Oberbürgermeisters Niemptsch der Öffentlichkeit vorgestellt.</p> <p>Diese 1977 erstmals veröffentlichte Untersuchung zählt zu den viel zitierten Standard-Werken der Literatur zu Moses Hess und hat nichts von seinem Informationsgehalt verloren. Im Gegenteil: es finden sich immer wieder Schnittstellen zu möglichen und voraussichtlich sehr ergiebigen weiteren Forschungen über den Zeitraum vom demokratisch-revolutionären Aufbruch im Vormärz bis in die 2. Internationale – in all diesen Phasen kann man kaum an Moses Hess vorbei gehen, zu oft war er der erste, der gesellschaftliche Veränderungen erkannte, Erkenntnisse, die ebenso oft von anderen übernommen und weiter entwickelt oder aber auch verengt wurden.<br /> Eine bis heute wichtige Bedeutung hat Hess darüber hinaus aber auch als frühester Vertreter eines sozialistischen Zionismus – die Internationale Konferenz “<a href="http://www.rosalux.de/news/38115/moses-hess-zwischen-sozialismus-und-zionismus.html">Moses Hess zwischen Sozialismus und Zionismus</a>” in Jerusalem im März 2012 kann als Beleg dafür gelten.</p> <p><a href="http://haftgrund.net/moseshess/widerhall/veranstaltung-in-bonn-moses-hess-in-seiner-zeit/">mehr lesen</a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/J-0-F8FjV2I" height="1" width="1" />Thu, 09 Feb 2012 22:35:22 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/230613471/Moses-He-in-seiner-Zeit-von-Horsturn:www-soup-io:1:230613471regularmoses hess Wenn ein Gespräch über Kisten {"tags":["Bibliotheken","Auslagerung","B\u00fcchereien-Wien","Ringleihe"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/NZu_EGUJJPU/\"\u003EWenn ein Gespr\u00e4ch \u00fcber Kisten\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/NZu_EGUJJPU/","body":"\u003Ch3\u003E1. Die Auslagerung\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDie Ringleihe wird ab 2. Februar von der Fa. RASANT\u003Csup\u003E1)\u003C/sup\u003E \u00fcbernommen. Das bedeutet: die Fa. RASANT wird die Kisten \u2013 wie bislang \u2013 abholen und anschlie\u00dfend firmenintern sortieren und wieder auf die Zweigstellen verteilen.\u003C/p\u003E\n\u003Cul\u003EDamit einhergehende \u00c4nderungen:\n\u003Cli\u003E\u003Cimg title=\"stapelkl\" class=\"alignright size-full wp-image-2909\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/02/stapelkl.jpg\" height=\"245\" alt=\"\" width=\"246\" /\u003EDie Dienstpost wird ab jetzt in Boxen verschickt, jede Zweigstelle erh\u00e4lt zwei Boxen, die immer in die Ringleihe zu geben sind, damit sowohl in der Zentrale als auch in der ZW jeweils eine zur Verf\u00fcgung steht. Dazu ist der Zettel in der Klarsichth\u00fclle jedes Mal zu wenden (damit die Fa. RASANT beim Sortieren erkennen kann, wohin die Box gesandt wird.) In der HB/Zentrale (ehemaliger Ringleihraum) wird es ein Regal mit den Boxen geben, damit f\u00fcr die Zweigstellen bestimmte Post dort einsortiert werden kann.\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EDie Trennung von HB/01-Kiste und ZW/BW-Kiste ist strikt einzuhalten, damit es zu keinen Problemen bei der Sortierung/Lieferung kommt. Ebenso wichtig ist eine sorgf\u00e4ltige Etikettierung und eine klare Kennzeichnung der Vorbestellungen (siehe Anhang). Bitte die Vorbestellung nur mit dem ausgedruckten Zettel, der Leser und Abholzweigstelle zeigt, kennzeichnen \u2013 handgeschriebene Vermerke und die Verbuchungszettel auf die Abholzweigstelle sind nicht notwendig und f\u00fcr die Fa. RASANT irritierend. Exemplare, die f\u00fcr die Fa. RASANT nicht zuzuordnen sind, werden in die HB geschickt. Das Serviceteam wird sich interimistisch noch um diese Exemplare k\u00fcmmern (bis Ende April), ab diesem Termin werden sie dann nur noch in der HB gelagert, aber nicht mehr gesondert bearbeitet. Grunds\u00e4tzlich gilt beim Versenden von Dingen via Ringleihe: unbedingt genau beschriften!\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003ELeerkisten sind in Zukunft nicht mehr \u00fcber die HB zu beziehen, sondern \u00fcber die Fa. RASANT unter folgender Kontaktemailadresse:\u00a0ringleihe@rasant.at\u003Cbr /\u003E Auch Beschwerden k\u00f6nnen direkt an die Fa. RASANT gerichtet werden.\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EBei Zweigstellensperren werden die Kisten bei der Fa. RASANT gelagert und nicht in der HB.\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EDiverses Material (Leserkarten usw.) wird weiter \u00fcber die Zentrale versandt, je nach Wunsch bitte an die jeweiligen Referenten wenden.\u003C/li\u003E\n\u003C/ul\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Ch3\u003E2. Die Irrl\u00e4ufer\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003Eerstes Feedback: ungew\u00f6hnlich viele Vorbestellungen, die in andere Zweigstellen geh\u00f6rt h\u00e4tten, sind bei uns gelandet, weil die Medien in unseren Bestand geh\u00f6ren \u2013 es d\u00fcrften also die Vormerkzettel beim Sortieren herausgefallen sein. Die Verz\u00f6gerung um 1 Woche ist schon nicht ideal, aber was, wenn es beim n\u00e4chsten mal wieder so ist?\u003C/p\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Ch3\u003E3. Der spekulierende Leser\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003EWenn ich meinen Senf dazu geben d\u00fcrfte (bei uns hat es im gro\u00dfen und ganzen eh gepasst), die Leser seufzen meistens schon, wenn ich sage, dass eine Vorbestellung 7 \u2013 10 Tage (vorsichtig ausgedr\u00fcckt) dauert. Sehr oft spekulieren die Leser auch dann damit, wann das Medium denn dann in etwa da sein m\u00fcsste (vielleicht weil es f\u00fcr eine Arbeit gebraucht wird oder auch nur f\u00fcr den Urlaub)- und dann f\u00e4hrt des Medium ein paar Runden spazieren! Super, nicht wahr???\u003C/p\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Ch3\u003E4. Das Gummiringerl eventuell\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003Evorbestellungen von einer zweigstelle in eine andere brauchen nun eine woche, von montag bis montag und von donnerstag bis donnerstag.\u003Cbr /\u003E \u201cein paar runden\u201d f\u00e4hrt ein medium nur dann spazieren wenn es in einer falschen kiste auf die reise geschickt wurde. dann kann weder die fa. RASANT noch das serviceteam etwas dagegen tun.\u003Cbr /\u003E vormerkbelege sollten halt so in die medien eingelegt werden dass sie nicht rausfallen k\u00f6nnen, eventuell gummiringerl zur befestigung verwenden.\u003C/p\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Ch3\u003E5. Lost in Translation\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003EWas auf Deutsch hei\u00dft: Selber schuld!\u003C/p\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Ch3\u003E6. Aller Anfang ist schwer\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003Eschuldzuteilungen sind sinnlos. bisher haben wir bei gefundenen vormerkbelegen recherchiert und bereits gepackte kisten durchgesucht um beleg und medium wieder zusammenzuf\u00fchren und der anholzweigstelle zukommen zu lassen.\u003Cbr /\u003E auch unser team hat ab und zu die \u201cfalsche\u201d kiste erwischt, bei vormerkungen doppelt schlimm. die arbeiter der fa. RASANT wurden geschult und auf alle besonderheiten hingewiesen. es wird am anfang halt mehr fehler geben, aber versuchen wir doch alle der firma den start zu erleichtern.\u003C/p\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Ch3\u003E7. Die Erleichterung f\u00fcr wen\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003Eder firma \u2013 die noch dazu schon bisher die ringleihe betreute!- den start erleichtern???\u003Cbr /\u003E und ich dachte wir arbeiten f\u00fcr die leserInnen der b\u00fcchereien wien und sollten diesen den zugang zu unseren medien erleichtern\u2026\u003C/p\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Ch3\u003E8. Alle f\u00fcr die LeserInnen\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003Edie firma RASANT transportierte bis 2.2. lediglich die medien, jetzt sortieren sie die medien. eine arbeit die bisher vom serviceteam erledigt wurde, da das volumen aber zu gro\u00df geworden ist, wurde die sortierung ausgelagert und RASANT hat den zuschlag bekommen.\u003Cbr /\u003E da wir alle f\u00fcr die leserInnen arbeiten ist gegenseitiges helfen durchaus im sinne der leserInnen.\u003C/p\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Ch3\u003E9. Beobachtung und Kompliment\u003C/h3\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\n\u003Cp\u003Eich schlage vor, dass wir die n\u00e4chste und \u00fcbern\u00e4chste Ringleihe beobachten \u2013 es sollte von meiner Seite keine Schuldzuweisung sein, aber sehr wohl ein Versuch, herauszufinden, ob es ein grundlegendes Problem gibt und gemeinsam eine L\u00f6sung daf\u00fcr zu finden.\u003Cbr /\u003E bitte auch als Kompliment an das bisherige Service-Team sehen, wo es nie so viele Irrl\u00e4ufer gab! :)\u003C/p\u003E\n\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"kistenkl\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2913\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/02/kistenkl.jpg\" height=\"223\" alt=\"\" width=\"486\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E____________________________\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Csup\u003E1)\u003C/sup\u003E Name ge\u00e4ndert.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/NZu_EGUJJPU\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <h3>1. Die Auslagerung</h3> <blockquote> <p>Die Ringleihe wird ab 2. Februar von der Fa. RASANT<sup>1)</sup> übernommen. Das bedeutet: die Fa. RASANT wird die Kisten – wie bislang – abholen und anschließend firmenintern sortieren und wieder auf die Zweigstellen verteilen.</p> <ul>Damit einhergehende Änderungen: <li><img class="alignright size-full wp-image-2909" title="stapelkl" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/02/stapelkl.jpg" height="245" alt="" width="246" />Die Dienstpost wird ab jetzt in Boxen verschickt, jede Zweigstelle erhält zwei Boxen, die immer in die Ringleihe zu geben sind, damit sowohl in der Zentrale als auch in der ZW jeweils eine zur Verfügung steht. Dazu ist der Zettel in der Klarsichthülle jedes Mal zu wenden (damit die Fa. RASANT beim Sortieren erkennen kann, wohin die Box gesandt wird.) In der HB/Zentrale (ehemaliger Ringleihraum) wird es ein Regal mit den Boxen geben, damit für die Zweigstellen bestimmte Post dort einsortiert werden kann.</li> <li>Die Trennung von HB/01-Kiste und ZW/BW-Kiste ist strikt einzuhalten, damit es zu keinen Problemen bei der Sortierung/Lieferung kommt. Ebenso wichtig ist eine sorgfältige Etikettierung und eine klare Kennzeichnung der Vorbestellungen (siehe Anhang). Bitte die Vorbestellung nur mit dem ausgedruckten Zettel, der Leser und Abholzweigstelle zeigt, kennzeichnen – handgeschriebene Vermerke und die Verbuchungszettel auf die Abholzweigstelle sind nicht notwendig und für die Fa. RASANT irritierend. Exemplare, die für die Fa. RASANT nicht zuzuordnen sind, werden in die HB geschickt. Das Serviceteam wird sich interimistisch noch um diese Exemplare kümmern (bis Ende April), ab diesem Termin werden sie dann nur noch in der HB gelagert, aber nicht mehr gesondert bearbeitet. Grundsätzlich gilt beim Versenden von Dingen via Ringleihe: unbedingt genau beschriften!</li> <li>Leerkisten sind in Zukunft nicht mehr über die HB zu beziehen, sondern über die Fa. RASANT unter folgender Kontaktemailadresse:<a href="mailto: ringleihe@rasant.at"> ringleihe@rasant.at</a><br /> Auch Beschwerden können direkt an die Fa. RASANT gerichtet werden.</li> <li>Bei Zweigstellensperren werden die Kisten bei der Fa. RASANT gelagert und nicht in der HB.</li> <li>Diverses Material (Leserkarten usw.) wird weiter über die Zentrale versandt, je nach Wunsch bitte an die jeweiligen Referenten wenden.</li> </ul> </blockquote> <h3>2. Die Irrläufer</h3> <blockquote> <p>erstes Feedback: ungewöhnlich viele Vorbestellungen, die in andere Zweigstellen gehört hätten, sind bei uns gelandet, weil die Medien in unseren Bestand gehören – es dürften also die Vormerkzettel beim Sortieren herausgefallen sein. Die Verzögerung um 1 Woche ist schon nicht ideal, aber was, wenn es beim nächsten mal wieder so ist?</p> </blockquote> <h3>3. Der spekulierende Leser</h3> <blockquote> <p>Wenn ich meinen Senf dazu geben dürfte (bei uns hat es im großen und ganzen eh gepasst), die Leser seufzen meistens schon, wenn ich sage, dass eine Vorbestellung 7 – 10 Tage (vorsichtig ausgedrückt) dauert. Sehr oft spekulieren die Leser auch dann damit, wann das Medium denn dann in etwa da sein müsste (vielleicht weil es für eine Arbeit gebraucht wird oder auch nur für den Urlaub)- und dann fährt des Medium ein paar Runden spazieren! Super, nicht wahr???</p> </blockquote> <h3>4. Das Gummiringerl eventuell</h3> <blockquote> <p>vorbestellungen von einer zweigstelle in eine andere brauchen nun eine woche, von montag bis montag und von donnerstag bis donnerstag.<br /> “ein paar runden” fährt ein medium nur dann spazieren wenn es in einer falschen kiste auf die reise geschickt wurde. dann kann weder die fa. RASANT noch das serviceteam etwas dagegen tun.<br /> vormerkbelege sollten halt so in die medien eingelegt werden dass sie nicht rausfallen können, eventuell gummiringerl zur befestigung verwenden.</p> </blockquote> <h3>5. Lost in Translation</h3> <blockquote> <p>Was auf Deutsch heißt: Selber schuld!</p> </blockquote> <h3>6. Aller Anfang ist schwer</h3> <blockquote> <p>schuldzuteilungen sind sinnlos. bisher haben wir bei gefundenen vormerkbelegen recherchiert und bereits gepackte kisten durchgesucht um beleg und medium wieder zusammenzuführen und der anholzweigstelle zukommen zu lassen.<br /> auch unser team hat ab und zu die “falsche” kiste erwischt, bei vormerkungen doppelt schlimm. die arbeiter der fa. RASANT wurden geschult und auf alle besonderheiten hingewiesen. es wird am anfang halt mehr fehler geben, aber versuchen wir doch alle der firma den start zu erleichtern.</p> </blockquote> <h3>7. Die Erleichterung für wen</h3> <blockquote> <p>der firma – die noch dazu schon bisher die ringleihe betreute!- den start erleichtern???<br /> und ich dachte wir arbeiten für die leserInnen der büchereien wien und sollten diesen den zugang zu unseren medien erleichtern…</p> </blockquote> <h3>8. Alle für die LeserInnen</h3> <blockquote> <p>die firma RASANT transportierte bis 2.2. lediglich die medien, jetzt sortieren sie die medien. eine arbeit die bisher vom serviceteam erledigt wurde, da das volumen aber zu groß geworden ist, wurde die sortierung ausgelagert und RASANT hat den zuschlag bekommen.<br /> da wir alle für die leserInnen arbeiten ist gegenseitiges helfen durchaus im sinne der leserInnen.</p> </blockquote> <h3>9. Beobachtung und Kompliment</h3> <blockquote> <p>ich schlage vor, dass wir die nächste und übernächste Ringleihe beobachten – es sollte von meiner Seite keine Schuldzuweisung sein, aber sehr wohl ein Versuch, herauszufinden, ob es ein grundlegendes Problem gibt und gemeinsam eine Lösung dafür zu finden.<br /> bitte auch als Kompliment an das bisherige Service-Team sehen, wo es nie so viele Irrläufer gab! :)</p> </blockquote> <p><img class="aligncenter size-full wp-image-2913" title="kistenkl" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/02/kistenkl.jpg" height="223" alt="" width="486" /></p> <p>____________________________</p> <p><sup>1)</sup> Name geändert.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/NZu_EGUJJPU" height="1" width="1" />Mon, 06 Feb 2012 16:44:48 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/229569617/Wenn-ein-Gespr-ch-ber-Kistenurn:www-soup-io:1:229569617regularbibliothekenauslagerungbüchereien-wienringleihe Eine Axt, eine französische Geburtsurkunde und ein sowjetisierter Monat {"tags":["Fallobst"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/qYUYkqm9eRM/\"\u003EEine Axt, eine franz\u00f6sische Geburtsurkunde und ein sowjetisierter Monat\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/qYUYkqm9eRM/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"Moses-Hess-Geburtsurkunde_kl\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2798\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/02/Moses-Hess-Geburtsurkunde_kl1.jpg\" height=\"327\" alt=\"\" width=\"480\" /\u003E\u003Cbr /\u003E\nMoses Hess\u2019 Geburtsurkunde. Franz\u00f6sische Bez\u00fcge und die m\u00f6glicherweise sowjetische Verwirrung um den Geburtsmonat. Weiterlesen:\u003C/p\u003E\n\u003Ch3\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/moseshess/leben/die-axt-am-tor-der-bonner-judengasse/\"\u003E\u201cDie Axt am Tor der Bonner Judengasse\u201d\u003C/a\u003E\u003C/h3\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/qYUYkqm9eRM\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img class="aligncenter size-full wp-image-2798" title="Moses-Hess-Geburtsurkunde_kl" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/02/Moses-Hess-Geburtsurkunde_kl1.jpg" height="327" alt="" width="480" /><br /> Moses Hess’ Geburtsurkunde. Französische Bezüge und die möglicherweise sowjetische Verwirrung um den Geburtsmonat. Weiterlesen:</p> <h3><a href="http://haftgrund.net/moseshess/leben/die-axt-am-tor-der-bonner-judengasse/">“Die Axt am Tor der Bonner Judengasse”</a></h3> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/qYUYkqm9eRM" height="1" width="1" />Wed, 01 Feb 2012 17:25:36 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/228213005/Eine-Axt-eine-franz-sische-Geburtsurkunde-undurn:www-soup-io:1:228213005regularfallobst Moses Hess’ Grabinschrift in Israel. Sterbehaus in Paris. {"tags":["Moses Hess"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/s6jge6e23Aw/\"\u003EMoses Hess\u2019 Grabinschrift in Israel. Sterbehaus in Paris.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/s6jge6e23Aw/","body":"\u003Cp\u003EDie Rosa-Luxemburg-Stiftung in Deutschland \u003Ca href=\"http://www.rosalux.de/news/38115/moses-hess-zwischen-sozialismus-und-zionismus.html\"\u003Ek\u00fcndigt die Moses-Hess-Konferenz von 18. bis 20. M\u00e4rz in Jerusalem\u003C/a\u003E an, welches vom \u003Ca href=\"http://www.rosalux.co.il/de\"\u003EIsraelb\u00fcro der RLS\u003C/a\u003E in Kooperation mit dem \u003Ca href=\"http://en.leobaeck.org/\"\u003ELeo Baeck Institut Jerusalem\u003C/a\u003E, der \u003Ca href=\"http://www.evtheol.uni-frankfurt.de/buber/profil/index.html\"\u003EMartin-Buber-Professur f\u00fcr J\u00fcdische Religionsphilosophie\u003C/a\u003E der Universit\u00e4t Frankfurt/Main und dem \u003Ca href=\"http://www.sussex.ac.uk/cgjs/\"\u003ECentre for German-Jewish Studies der University of Sussex\u003C/a\u003E durchgef\u00fchrt wird.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EZwei aktuelle Fotos von Moses He\u00df\u2019 Grab, erstellt von der Direktorin des Israelb\u00fcros der RLS, Frau Dr.\u00a0 Angelika Timm:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://www.rosalux.de/typo3temp/pics/876b863ca9.jpg\" height=\"160\" alt=\"\" width=\"240\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://www.rosalux.de/typo3temp/pics/fb1b02aa1a.jpg\" height=\"160\" alt=\"\" width=\"240\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDie hebr\u00e4ischen Inschriften auf dem Grabstein auf dem \u003Ca href=\"http://www.youtube.com/watch?v=z4RRmpbhrGs\u0026amp;feature=colike\"\u003EKinneret Cemetery\u003C/a\u003E beim \u003Ca href=\"http://en.wikipedia.org/wiki/Degania_Alef\"\u003EKibbutz Degania\u003C/a\u003E: lauten:\u003C/p\u003E\n\u003Cdiv\u003E\n\u003Cp\u003EAuf dem Grabstein:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cem\u003EMoses Hess Autor \u201eRom und Jerusalem\u201c\u003Cbr /\u003EEiner der V\u00e4ter des Weltsozialismus und Vorbote des Staates Israel \u003C/em\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EVordermauer:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cem\u003EIhre Gebeine wurden durch die Histadrut \u00fcberf\u00fchrt und am 10. Oktober 1961 beigesetzt.\u003C/em\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EAn der Seite des Grabes:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cem\u003EMoses Hess verstarb in Paris. Seine Freunde aus Deutschland beerdigten ihn auf dem j\u00fcdischen Friedhof in K\u00f6ln und gravierten auf dem Grabstein \u201eVater der deutschen Sozialdemokratie\u201c ein.\u003C/em\u003E\u003C/p\u003E\n\u003C/div\u003E\n\u003Cp\u003EOriginalgr\u00f6\u00dfen der Bilder (von der Website der RLS):\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5445.jpg\" title=\"http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5445.jpg\"\u003Ehttp://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5445.jpg\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\u003Ca href=\"http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5437.jpg\" title=\"http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5437.jpg\"\u003Ehttp://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5437.jpg\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EHerzlichen Dank an Herrn Wolfgang H. Deuling f\u00fcr die Vermittlung der Fotos von Frau Dr. Angelika Timm, sowie f\u00fcr den Hinweis auf das Sterbehaus!\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDas Sterbehaus in der \u003Ca href=\"http://g.co/maps/tgksv\" title=\"Sterbehaus Moses Hess\"\u003ERue Doudeauville 79\u003C/a\u003E, 75018 Paris (via Streetview von Google-Earth):\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/rue-doudeauville-79.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"rue-doudeauville-79\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/rue-doudeauville-79_thumb.jpg\" height=\"480\" alt=\"rue-doudeauville-79\" width=\"475\" /\u003E\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/s6jge6e23Aw\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Deutschland <a href="http://www.rosalux.de/news/38115/moses-hess-zwischen-sozialismus-und-zionismus.html">kündigt die Moses-Hess-Konferenz von 18. bis 20. März in Jerusalem</a> an, welches vom <a href="http://www.rosalux.co.il/de">Israelbüro der RLS</a> in Kooperation mit dem <a href="http://en.leobaeck.org/">Leo Baeck Institut Jerusalem</a>, der <a href="http://www.evtheol.uni-frankfurt.de/buber/profil/index.html">Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie</a> der Universität Frankfurt/Main und dem <a href="http://www.sussex.ac.uk/cgjs/">Centre for German-Jewish Studies der University of Sussex</a> durchgeführt wird.</p> <p>Zwei aktuelle Fotos von Moses Heß’ Grab, erstellt von der Direktorin des Israelbüros der RLS, Frau Dr.  Angelika Timm:</p> <p><img src="http://www.rosalux.de/typo3temp/pics/876b863ca9.jpg" height="160" alt="" width="240" /></p> <p><img src="http://www.rosalux.de/typo3temp/pics/fb1b02aa1a.jpg" height="160" alt="" width="240" /></p> <p>Die hebräischen Inschriften auf dem Grabstein auf dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=z4RRmpbhrGs&amp;feature=colike">Kinneret Cemetery</a> beim <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Degania_Alef">Kibbutz Degania</a>: lauten:</p> <div> <p>Auf dem Grabstein:</p> <p><em>Moses Hess Autor „Rom und Jerusalem“<br />Einer der Väter des Weltsozialismus und Vorbote des Staates Israel </em></p> <p>Vordermauer:</p> <p><em>Ihre Gebeine wurden durch die Histadrut überführt und am 10. Oktober 1961 beigesetzt.</em></p> <p>An der Seite des Grabes:</p> <p><em>Moses Hess verstarb in Paris. Seine Freunde aus Deutschland beerdigten ihn auf dem jüdischen Friedhof in Köln und gravierten auf dem Grabstein „Vater der deutschen Sozialdemokratie“ ein.</em></p> </div> <p>Originalgrößen der Bilder (von der Website der RLS):</p> <p><a href="http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5445.jpg" title="http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5445.jpg">http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5445.jpg</a><br /><a href="http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5437.jpg" title="http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5437.jpg">http://www.rosalux.de/fileadmin/images/Ausland/Nahost/147_5437.jpg</a></p> <p>Herzlichen Dank an Herrn Wolfgang H. Deuling für die Vermittlung der Fotos von Frau Dr. Angelika Timm, sowie für den Hinweis auf das Sterbehaus!</p> <p>Das Sterbehaus in der <a href="http://g.co/maps/tgksv" title="Sterbehaus Moses Hess">Rue Doudeauville 79</a>, 75018 Paris (via Streetview von Google-Earth):</p> <p><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/rue-doudeauville-79.jpg"><img title="rue-doudeauville-79" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/rue-doudeauville-79_thumb.jpg" height="480" alt="rue-doudeauville-79" width="475" /></a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/s6jge6e23Aw" height="1" width="1" />Mon, 30 Jan 2012 00:22:07 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/227814349/Moses-Hess-Grabinschrift-in-Israel-Sterbehaus-inurn:www-soup-io:1:227814349regularmoses hess Des Lebens Lauf im Westbahnhof {"tags":["Fallobst","WC","Westbahnhof"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/vRDmN-dU3k8/\"\u003EDes Lebens Lauf im Westbahnhof\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/vRDmN-dU3k8/","body":"\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens1.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"laufdeslebens1\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens1_thumb.jpg\" height=\"234\" alt=\"laufdeslebens1\" width=\"74\" /\u003E\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\nEin Mann. Eine Frau.\u003Cbr /\u003E\nDie Frau links. Der Mann rechts.\u003Cbr /\u003E\nDazwischen eine strichlierte Linie.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens2.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"laufdeslebens2\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens2_thumb.jpg\" height=\"234\" alt=\"laufdeslebens2\" width=\"169\" /\u003E\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\nDie strichlierte Linie nutzte nichts.\u003Cbr /\u003E\nNachwuchs.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens3.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"laufdeslebens3\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens3_thumb.jpg\" height=\"234\" alt=\"laufdeslebens3\" width=\"154\" /\u003E\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDie Reise zum Alter hat begonnen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens4.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"laufdeslebens4\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens4_thumb.jpg\" height=\"234\" alt=\"laufdeslebens4\" width=\"183\" /\u003E\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\nEinige mal hinauf,\u003Cbr /\u003E\neinige mal hinunter und schlie\u00dflich\u003Cbr /\u003E\nexit.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EAm Westbahnhof ist das Exit gl\u00fccklicherweise nur das WC. Dort angekommen seh ich eine kleine Menschenschlange vor dem M\u00fcnzautomaten zur WC-Benutzung stehen. Jemand in Arbeitskleidung m\u00fcht sich am Automaten ab. Die Wartenden wirken nicht gl\u00fccklich.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMir f\u00e4llt ein, dass am anderen Ende, beim Ausgang zur inneren Mariahilferstra\u00dfe fr\u00fcher eine alte WC-Anlage gewesen ist. Auf dem Weg hin kommen mir Polizisten mit Schutzschildern entgegen, doch die Anlage besteht noch, ohne M\u00fcnzautomat, mit Zigarette rauchender Klofrau, Kronenzeitung lesend. Ich d\u00fcrfte gl\u00fccklich gewirkt haben.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/vRDmN-dU3k8\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens1.jpg"><img title="laufdeslebens1" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens1_thumb.jpg" height="234" alt="laufdeslebens1" width="74" /></a><br /> Ein Mann. Eine Frau.<br /> Die Frau links. Der Mann rechts.<br /> Dazwischen eine strichlierte Linie.</p> <p> </p> <p><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens2.jpg"><img title="laufdeslebens2" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens2_thumb.jpg" height="234" alt="laufdeslebens2" width="169" /></a><br /> Die strichlierte Linie nutzte nichts.<br /> Nachwuchs.</p> <p> </p> <p><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens3.jpg"><img title="laufdeslebens3" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens3_thumb.jpg" height="234" alt="laufdeslebens3" width="154" /></a></p> <p> </p> <p>Die Reise zum Alter hat begonnen.</p> <p> </p> <p><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens4.jpg"><img title="laufdeslebens4" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/laufdeslebens4_thumb.jpg" height="234" alt="laufdeslebens4" width="183" /></a><br /> Einige mal hinauf,<br /> einige mal hinunter und schließlich<br /> exit.</p> <p> </p> <p> </p> <p>Am Westbahnhof ist das Exit glücklicherweise nur das WC. Dort angekommen seh ich eine kleine Menschenschlange vor dem Münzautomaten zur WC-Benutzung stehen. Jemand in Arbeitskleidung müht sich am Automaten ab. Die Wartenden wirken nicht glücklich.</p> <p>Mir fällt ein, dass am anderen Ende, beim Ausgang zur inneren Mariahilferstraße früher eine alte WC-Anlage gewesen ist. Auf dem Weg hin kommen mir Polizisten mit Schutzschildern entgegen, doch die Anlage besteht noch, ohne Münzautomat, mit Zigarette rauchender Klofrau, Kronenzeitung lesend. Ich dürfte glücklich gewirkt haben.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/vRDmN-dU3k8" height="1" width="1" />Sat, 28 Jan 2012 21:52:23 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/227363044/Des-Lebens-Lauf-im-Westbahnhofurn:www-soup-io:1:227363044regularfallobstwcwestbahnhof Einschlägige Rathauslektüre {"tags":["Bibliotheken","B\u00fcchereien Wien","Oxonitsch"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/XB3XzujXK9o/\"\u003EEinschl\u00e4gige Rathauslekt\u00fcre\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/XB3XzujXK9o/","body":"\u003Cp\u003EIn \u003Cem\u003E\u003Cstrong\u003EBesprechungen\u003C/strong\u003E \u2013 Berichte und Rezensionen aus den B\u00fcchereien Wien Heft 1 Herbst/Winter 2011\u003C/em\u003E (bislang\u00a0 nur als Heft im Haptik-Modus in den Zweigstellen der Wiener B\u00fcchereien erh\u00e4ltlich) wird \u00fcber die\u00a0 RealLife-Er\u00f6ffnung der Wiener Virtuellb\u00fccherei berichtet.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EEr\u00f6ffnungen aller Art \u2013 das sind bekanntlich Chefsachen, bei denen zust\u00e4ndige Stadtr\u00e4tinnen oder andere Obige antanzen, ergreifende Worte von sich geben und symbolisch das zu Er\u00f6ffnende irgendwie in Gebrauch nehmen bzw. das Angebot erstnutzen. So hatte bei der Er\u00f6ffnung der neuen Hauptb\u00fccherei der B\u00fcrgermeister eine riesige Lesekarte \u00fcberreicht bekommen, ein Buch selbstverbuchungsautomatisch entlehnt und am n\u00e4chsten Tag durch einen Amtsdiener zur\u00fcckbringen lassen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/virtuell.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"Fototermin mit tR. Christian Oxonitsch zum Thema Erstentlehnung der Digitalen B\u00fccherei\" class=\"alignright\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/virtuell_thumb.jpg\" height=\"164\" alt=\"Fototermin mit tR. Christian Oxonitsch zum Thema Erstentlehnung der Digitalen B\u00fccherei\" width=\"244\" /\u003E\u003C/a\u003EBei der Er\u00f6ffnung der Virtuellen B\u00fccherei unterwarf sich diesmal der zust\u00e4ndige Stadtrat dem Ritual \u2013 die Wahl des Titel d\u00fcrfte sich aus dem Arbeitsumfeld ableiten lassen:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie Erstentlehnung t\u00e4tigte Stadtrat Christian Oxonitsch, indem er sich Henning Mankells Wallander-Krimi \u003Cstrong\u003EDer Feind im Schatten\u003C/strong\u003E auf seinen Laptop downloadete.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDer amtsdienende R\u00fcckgabeakt konnte diesmal entfallen, weil das E-Book nach zwei Wochen eh von selbst unbrauchbar wird.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://derstandard.at/1285199664103/Buecherei-Wien-sattelt-um-Virtuelle-Bibliothek-fuer-digitale-Medien\"\u003EBildquelle\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/XB3XzujXK9o\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>In <em><strong>Besprechungen</strong> – Berichte und Rezensionen aus den Büchereien Wien Heft 1 Herbst/Winter 2011</em> (bislang  nur als Heft im Haptik-Modus in den Zweigstellen der Wiener Büchereien erhältlich) wird über die  RealLife-Eröffnung der Wiener Virtuellbücherei berichtet.</p> <p>Eröffnungen aller Art – das sind bekanntlich Chefsachen, bei denen zuständige Stadträtinnen oder andere Obige antanzen, ergreifende Worte von sich geben und symbolisch das zu Eröffnende irgendwie in Gebrauch nehmen bzw. das Angebot erstnutzen. So hatte bei der Eröffnung der neuen Hauptbücherei der Bürgermeister eine riesige Lesekarte überreicht bekommen, ein Buch selbstverbuchungsautomatisch entlehnt und am nächsten Tag durch einen Amtsdiener zurückbringen lassen.</p> <p><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/virtuell.jpg"><img class="alignright" title="Fototermin mit tR. Christian Oxonitsch zum Thema Erstentlehnung der Digitalen Bücherei" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/virtuell_thumb.jpg" height="164" alt="Fototermin mit tR. Christian Oxonitsch zum Thema Erstentlehnung der Digitalen Bücherei" width="244" /></a>Bei der Eröffnung der Virtuellen Bücherei unterwarf sich diesmal der zuständige Stadtrat dem Ritual – die Wahl des Titel dürfte sich aus dem Arbeitsumfeld ableiten lassen:</p> <blockquote><p>Die Erstentlehnung tätigte Stadtrat Christian Oxonitsch, indem er sich Henning Mankells Wallander-Krimi <strong>Der Feind im Schatten</strong> auf seinen Laptop downloadete.</p></blockquote> <p>Der amtsdienende Rückgabeakt konnte diesmal entfallen, weil das E-Book nach zwei Wochen eh von selbst unbrauchbar wird.</p> <p><a href="http://derstandard.at/1285199664103/Buecherei-Wien-sattelt-um-Virtuelle-Bibliothek-fuer-digitale-Medien">Bildquelle</a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/XB3XzujXK9o" height="1" width="1" />Fri, 06 Jan 2012 11:07:40 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/213146829/Einschl-gige-Rathauslekt-reurn:www-soup-io:1:213146829regularbibliothekenbüchereien wienoxonitsch Das Ende einer Leihbibliothek durch ergreifendste Sensations-Novellen {"tags":["Bibliotheken","1846","Bibliothek","Frankreich","Heinrich B\u00f6rnstein","Revolution"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/iSwRZtByOPs/\"\u003EDas Ende einer Leihbibliothek durch ergreifendste Sensations-Novellen\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/iSwRZtByOPs/","body":"\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/boernsteincoverkl.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"boernsteincoverkl\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/boernsteincoverkl_thumb.jpg\" height=\"244\" alt=\"boernsteincoverkl\" width=\"203\" /\u003E\u003C/a\u003E\u201eLeichter ging es mir mit der Gr\u00fcndung einer deutschen Leihbibliothek in Paris, die ich auch unternahm und durchf\u00fchrte. In ein Lesekabinet mu\u00df man selbst gehen, um die Zeitungen zu lesen, aber die B\u00fccher einer Leihbibliothek umzuwechseln, kann durch dienstbare Geister besorgt werden, und daher ist die Lage der Lokalit\u00e4t nicht so sehr von Wichtigkeit.\u201c\u003Cbr /\u003E\n\u201eDiese erste deutsche Leihibliothek in Paris bestand aus ungef\u00e4hr 10.000 B\u00e4nden, die ich nach sorgsamer Auswahl mir in Leipzig hatte zusammenstellen lassen; \u2013 die H\u00e4lfte davon waren Romane und \u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/Henry_Boernsteinkl.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"Henry_Boernsteinkl\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/Henry_Boernsteinkl_thumb.jpg\" height=\"244\" alt=\"Henry_Boernsteinkl\" width=\"199\" /\u003E\u003C/a\u003EUnterhaltungslekture, die andere H\u00e4lfte bestand aus unseren deutschen Klassikern und aus popul\u00e4rwissenschaftlichen Werken, Reisebeschreibungen u. d. m. Das Unternehmen in der Rue Jean Jacques Rousseau No. 8 er\u00f6ffnet, gegen\u00fcber dem Hauptpostamte, also am centralsten Punkte der Weltstadt, fand eine sehr g\u00fcnstige Aufnahme und zahlreiche Abonnenten, und ein gew\u00e4hltes Publikum, darunter sogar mehrere Franzosen, ben\u00fctzte flei\u00dfig die Leihbibliothek, die wirklich einem lang gef\u00fchlten Bed\u00fcrfnisse der Deutschen in Paris entsprach. Ich f\u00fchrte diese Leihbibliothek mit steigendem Gl\u00fccke bis zur Februar-Revolution fort, dann hatten die Leute andere Dinge im Kopf, als Romane zu lesen; denn sie erlebten ja alle Tage die spannendsten und ergreifendsten Sensations-Novellen, und als ich 1849 Paris verlie\u00df und sich in damaliger, aufgeregter Zeit kein K\u00e4ufer f\u00fcr die B\u00fccher gefunden hatte, nahm ich sie, wie so viele andere \u00fcberfl\u00fcssige Dinge, nach Amerika mit \u2026.\u201c\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EHeinrich B\u00f6rnstein: F\u00fcnfundsiebzig Jahre in der Alten und Neuen Welt. Memoiren eines Unbedeutenden S. 345f (\u003Ca href=\"http://www.wienbibliothek.at/\"\u003EWien-Bibliothek)\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/leih1.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"leih1\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/leih1_thumb.jpg\" height=\"244\" alt=\"leih1\" width=\"224\" /\u003E\u00a0\u003C/a\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/leih2.jpg\"\u003E\u003Cimg title=\"leih2\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/leih2_thumb.jpg\" height=\"169\" alt=\"leih2\" width=\"244\" /\u003E\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\nZu B\u00f6rnstein und \u201cdas\u201d Pariser \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Vorw%C3%A4rts_%28Wochenblatt%29\"\u003EVorw\u00e4rts!\u003C/a\u003E siehe: \u003Ca href=\"http://www.zeit.de/1994/02/ein-ganz-besonderes-blatt/komplettansicht\"\u003E\u201cEin ganz besonderes Blatt!\u201d\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/iSwRZtByOPs\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <blockquote><p><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/boernsteincoverkl.jpg"><img title="boernsteincoverkl" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/boernsteincoverkl_thumb.jpg" height="244" alt="boernsteincoverkl" width="203" /></a>„Leichter ging es mir mit der Gründung einer deutschen Leihbibliothek in Paris, die ich auch unternahm und durchführte. In ein Lesekabinet muß man selbst gehen, um die Zeitungen zu lesen, aber die Bücher einer Leihbibliothek umzuwechseln, kann durch dienstbare Geister besorgt werden, und daher ist die Lage der Lokalität nicht so sehr von Wichtigkeit.“<br /> „Diese erste deutsche Leihibliothek in Paris bestand aus ungefähr 10.000 Bänden, die ich nach sorgsamer Auswahl mir in Leipzig hatte zusammenstellen lassen; – die Hälfte davon waren Romane und <a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/Henry_Boernsteinkl.jpg"><img title="Henry_Boernsteinkl" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/Henry_Boernsteinkl_thumb.jpg" height="244" alt="Henry_Boernsteinkl" width="199" /></a>Unterhaltungslekture, die andere Hälfte bestand aus unseren deutschen Klassikern und aus populärwissenschaftlichen Werken, Reisebeschreibungen u. d. m. Das Unternehmen in der Rue Jean Jacques Rousseau No. 8 eröffnet, gegenüber dem Hauptpostamte, also am centralsten Punkte der Weltstadt, fand eine sehr günstige Aufnahme und zahlreiche Abonnenten, und ein gewähltes Publikum, darunter sogar mehrere Franzosen, benützte fleißig die Leihbibliothek, die wirklich einem lang gefühlten Bedürfnisse der Deutschen in Paris entsprach. Ich führte diese Leihbibliothek mit steigendem Glücke bis zur Februar-Revolution fort, dann hatten die Leute andere Dinge im Kopf, als Romane zu lesen; denn sie erlebten ja alle Tage die spannendsten und ergreifendsten Sensations-Novellen, und als ich 1849 Paris verließ und sich in damaliger, aufgeregter Zeit kein Käufer für die Bücher gefunden hatte, nahm ich sie, wie so viele andere überflüssige Dinge, nach Amerika mit ….“</p></blockquote> <p>Heinrich Börnstein: Fünfundsiebzig Jahre in der Alten und Neuen Welt. Memoiren eines Unbedeutenden S. 345f (<a href="http://www.wienbibliothek.at/">Wien-Bibliothek)</a></p> <p><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/leih1.jpg"><img title="leih1" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/leih1_thumb.jpg" height="244" alt="leih1" width="224" /> </a><a href="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/leih2.jpg"><img title="leih2" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2012/01/leih2_thumb.jpg" height="169" alt="leih2" width="244" /></a><br /> Zu Börnstein und “das” Pariser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorw%C3%A4rts_%28Wochenblatt%29">Vorwärts!</a> siehe: <a href="http://www.zeit.de/1994/02/ein-ganz-besonderes-blatt/komplettansicht">“Ein ganz besonderes Blatt!”</a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/iSwRZtByOPs" height="1" width="1" />Tue, 03 Jan 2012 21:14:53 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/211165490/Das-Ende-einer-Leihbibliothek-durch-ergreifendste-Sensationsurn:www-soup-io:1:211165490regularbibliotheken1846bibliothekfrankreichheinrich börnsteinrevolution Klassenkampf, Destillierapparat und Nasszuckerung – Ludwig Gall, erster deutscher Socialist {"tags":["finden","lesen","Fr\u00fchsozialismus","Ludwig Gall"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/N1YjkhUMmpg/\"\u003EKlassenkampf, Destillierapparat und Nasszuckerung \u2013 Ludwig Gall, erster deutscher Socialist\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/N1YjkhUMmpg/","body":"\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Gall\"\u003ELudwig Lampert Gall\u003C/a\u003E, geboren am 28. Dezember, entweder 1790, 1791 oder 1794 (wie er selbst indirekt behauptet), wird gelegentlich als erster deutscher Sozialist genannt.\u003Cbr /\u003E\n\u003Cimg title=\"ludwiggall200\" class=\"alignright size-full wp-image-2308\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/ludwiggall200.jpg\" height=\"322\" alt=\"\" width=\"200\" /\u003EDa er heute m\u00f6glicherweise seinen 220. Geburtstag hat (oder 221. bzw.- 217.), ein paar aus verschiedenen Quellen abgekupferte Zeilen zu ihm:\u003Cbr /\u003E\nGall ist im Unterschied zu den sp\u00e4teren deutschen Sozialismusv\u00e4tern wie Moses Hess und den Marxengels nicht vom philosophisch oder politisch erarbeiteten Standpunkt zur Entwicklung seines sozialistischen Systems gekommen.\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EIhn f\u00fchrte das soziale Elend der napoleonischen Kriege, die Missernte von 1810 und die Wirtschaftskrise zur Betrachtung und Untersuchung der gesellschaftlichen und \u00f6konomischen Zust\u00e4nde. Galls Bedeutung beruht darin, dass er den klassenm\u00e4\u00dfigen Gegensatz in der Gesellschaft erkannt und als erster den Begriff des arbeitslosen Einkommens formuliert hat. Seine Gedanken \u00fcber Erziehung sind sp\u00e4teren sozialistischen Ideen benachbart. Sein Hauptwerk wurde von Goethe rezensiert und ist nicht ohne Einfluss auf den Dichter geblieben. Manche Gedankeng\u00e4nge Goethes, namentlich in Wilhelm Meisters Wanderjahren, darf man auf Gall zur\u00fcckf\u00fchren.\u003Cbr /\u003E\nSo bedeutungsvoll uns heute die Gestalt Galls erscheint, auf seine Zeit und ihre politische Bewegung hat er keinen wesentlichen Einfluss ge\u00fcbt.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EFritz Br\u00fcgel und Benedikt Kautsky in der Einleitung zu \u201c\u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC04367721\"\u003EDer deutsche Sozialismus von Ludwig Gall bis Karl Marx\u201d\u003C/a\u003E (1931).(gek\u00fcrzt und paraphrasiert)\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EAnl\u00e4\u00dflich seines heutigen Geburtstages muss man feststellen, dass sein Einfluss auf die politische Bewegung gar nicht so gering gewesen sein kann, dass sie nicht immer noch h\u00f6her als Galls heutige Wahrnehmung ist.\u003Cbr /\u003E\nIn dem genannten Werk wird ein Aufsatz von Hermann P\u00fcttmann aus dem \u201c\u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_B%C3%BCrgerbuch\"\u003EDeutschen B\u00fcrgerbuch f\u00fcr 1846\u2033\u003C/a\u003E abgedruckt, in der bereits von Gall als einem geschrieben wird, der in Vergessenheit zu geraten droht:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDass der Sozialismus schon vor f\u00fcnfundzwanzig Jahren einen eifrigen Vertreter in Deutschland gefunden, d\u00fcrfte wenig bekannt sein. Ludwig Gall von Trier ist dieser Mann, der damals bereits sich mit der Lage der arbeitenden Klassen und ihrer Verbesserung durch gemeinschaftliches Wirken besch\u00e4ftigte. Es wird darum unsern Lesern nicht unangenehm sein, etwas N\u00e4heres von diesem \u00e4lteren Sozialisten zu erfahren.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EGalls Sozialismus, wie er ihn selbst beschreibt, zusammengefasst:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EWohin ich auch blicken mochte, \u00fcberall sah ich, da\u00df alle Bed\u00fcrfnisse des Lebens durch das Ergebnis menschlicher Arbeit befriedigt werden. Und doch sehen wir gerade die arbeitenden Klassen Mangel leiden an allem dem, was sie doch selbst hervorbringen; und umgekehrt, die nicht arbeitenden, aber geldreichen Klassen im Besitz eines \u00dcberflusses an allen denjenigen Dingen, die durch Arbeit hervorgebracht werde.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDas Verst\u00e4ndnis der Gesellschaft als Klassengesellschaft war damals, 1835, noch nicht common sense und begann sich gerade erst in die Schriften sozialkritischer Autoren hinein zu bewegen. Es lag zwar in der Luft, doch war Gall m\u00f6glicherweise der erste, der den Gedanken so formulierte, insbesondere weil er bereits in der Brosch\u00fcre \u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC00822213 \"\u003E\u201cWas k\u00f6nnte helfen?\u201d\u003C/a\u003E aus dem Jahr 1825 im Wesentlichen zu den gleichen Erkenntnissen gekommen war.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EInteressant ist folgender Absatz (aus 1835), bei dem einen wie von ungef\u00e4hr Marxens \u201cFetisch\u201d im ersten Kapitel des Kapitals einfallen mag, bei aller Unterschiedlichkeit in der Zuordnung:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDurch die Art, wie das Geld von seinen Besitzern gehandhabt, wird es also zu einem \u003Cstrong\u003ETalisman\u003C/strong\u003E, um sich, ohne zu arbeiten, in den Besitz der meisten und wertvollsten Produkte der Arbeit zu setzen; die Arbeitenden sich dienstbar, zu jedem Preise dienstbar zu machen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cem\u003E\u201cWoher die Erscheinung, dass die arbeitenden Klassen mit immer steigendem, l\u00e4ngst kaum zu ertragendem Elend k\u00e4mpfen?\u201d\u003C/em\u003E fragt Gall weiter \u2013 seine Antwort ist auch heute noch bemerkenswert:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie Quelle alles \u00dcbels liegt einzig darin, dass Millionen nichts haben als ihre Arbeitsf\u00e4higkeit, und dass der Wert dieser letzteren durch die Maschinenkr\u00e4fte bestimmt wird; darin, dass der arbeitende Mensch sich mit demselben Preise begn\u00fcgen muss, wof\u00fcr eine Maschine seine Arbeit liefern kann.\u003Cbr /\u003E\nSo die Ursache des Elends der benachteiligten Klassen bis zur Quelle verfolgend, fand ich sie in der Wertlosigkeit der menschlichen Arbeit im Verh\u00e4ltnis zu dem Alles beherrschenden Geldes.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDie Geldprivilegierten und die arbeitenden Klassen stehen sich, durch einander widerstrebende Interessen scharf geschieden, feindlich gegen\u00fcber; die Lage der Ersteren verbessert sich in demselben Verh\u00e4ltnis, als jene der Letzteren sich immer mehr verschlimmert, k\u00fcmmerlicher, elender wird.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"destillier240\" class=\"alignright size-full wp-image-2309\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/destillier240.jpg\" height=\"329\" alt=\"\" width=\"240\" /\u003EDiese im Grunde auch heute noch g\u00fcltigen S\u00e4tze finden sich in einer Brosch\u00fcre, die den in diesem Zusammenhang den doch etwas \u00fcberraschenden Titel tr\u00e4gt:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u201cBeleuchtung der F\u00f6rster\u2019schen sogenannten Kritik der ger\u00fchmtesten Destillirger\u00e4the: nebst Vorschl\u00e4gen zu einem Wettbrennen zwischen denjenigen Apparaten, welche darauf Anspruch machen, die zweckm\u00e4\u00dfigsten zu seyn\u201d. (\u003Ca href=\"http://books.google.de/books?id=A-E6AAAAcAAJ\"\u003Edigitalisiert\u003C/a\u003E)\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDer Titel entspricht durchaus dem Inhalt, n\u00e4mlich der Darstellung einer von Gall erfundenen Destilliermethode \u2013 bis zur Seite 54. Ab da werden in einem Anhang, \u201cMein Wollen und mein Wirken\u201d die oben teilweise wiedergegebenen politischen Grunds\u00e4tze entwickelt und L\u00f6sungen vorgeschlagen, die in Produktions- und G\u00fcter-Assoziationen der arbeitenden Menschen (vor allem im l\u00e4ndlichen Bereich) gesehen werden. Allerdings ist der Abdruck dieser beiden auf den ersten Blick so gegens\u00e4tzlich wirkenden Aufs\u00e4tze in einer gemeinsamen Publikation nicht willk\u00fcrlich gew\u00e4hlt, sondern, wie Rudolf Singer in \u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC06533101\"\u003E\u201cLudwig Gall, der erste deutsche Socialist\u201d\u003C/a\u003E(1894) schreibt:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EGall hoffte n\u00e4mlich, durch die Verbesserung des Destillierapparats 15-20.000 Rthlr. zu sammeln und dann der \u201cAusf\u00fchrung seiner Ideen alle seine \u00fcbrigen Lebenstage zu widmen\u201d\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EGemeint war damit die Finanzierung einer Kommune, in welcher Galls Ideen einer Produktions-, Vereilungs- und Wohngemeinschaft praktiziert werden sollte. Doch dazu kam es nicht.\u003Cbr /\u003E\nSinger nennt als Galls Leistung, im Anschluss an Ricardo die Arbeit als Quelle allen Wertes zu verstehen und die Unterscheidung von Arbeitslohn und der Rente als\u00a0\u003Cstrong\u003Earbeitsloses\u00a0\u003C/strong\u003EEinkommen zu treffen (vor den Saint-Simonisten und vor Rodbertus).\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EIm Moselgebiet wurde er auch noch als \u201cRetter des Moselweins\u201d bezeichnet, als er angesichts von Missernten,in denen der Most zu viel S\u00e4ure und zu wenig Zucker enthielt, die Methode der \u201cNassverbesserung\u201d oder, wie Wikipedia meint, treffender \u201cNasszuckerung\u201d entwickelte. Dadurch konnten viele Winzer \u00fcberleben, der Ruf des Moselweins war aber nachhaltig ruiniert. Doch das ist eine andere Geschichte.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/N1YjkhUMmpg\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Gall">Ludwig Lampert Gall</a>, geboren am 28. Dezember, entweder 1790, 1791 oder 1794 (wie er selbst indirekt behauptet), wird gelegentlich als erster deutscher Sozialist genannt.<br /> <img class="alignright size-full wp-image-2308" title="ludwiggall200" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/ludwiggall200.jpg" height="322" alt="" width="200" />Da er heute möglicherweise seinen 220. Geburtstag hat (oder 221. bzw.- 217.), ein paar aus verschiedenen Quellen abgekupferte Zeilen zu ihm:<br /> Gall ist im Unterschied zu den späteren deutschen Sozialismusvätern wie Moses Hess und den Marxengels nicht vom philosophisch oder politisch erarbeiteten Standpunkt zur Entwicklung seines sozialistischen Systems gekommen.</p> <blockquote><p>Ihn führte das soziale Elend der napoleonischen Kriege, die Missernte von 1810 und die Wirtschaftskrise zur Betrachtung und Untersuchung der gesellschaftlichen und ökonomischen Zustände. Galls Bedeutung beruht darin, dass er den klassenmäßigen Gegensatz in der Gesellschaft erkannt und als erster den Begriff des arbeitslosen Einkommens formuliert hat. Seine Gedanken über Erziehung sind späteren sozialistischen Ideen benachbart. Sein Hauptwerk wurde von Goethe rezensiert und ist nicht ohne Einfluss auf den Dichter geblieben. Manche Gedankengänge Goethes, namentlich in Wilhelm Meisters Wanderjahren, darf man auf Gall zurückführen.<br /> So bedeutungsvoll uns heute die Gestalt Galls erscheint, auf seine Zeit und ihre politische Bewegung hat er keinen wesentlichen Einfluss geübt.</p></blockquote> <p>Fritz Brügel und Benedikt Kautsky in der Einleitung zu “<a href="http://permalink.obvsg.at/AC04367721">Der deutsche Sozialismus von Ludwig Gall bis Karl Marx”</a> (1931).(gekürzt und paraphrasiert)</p> <p>Anläßlich seines heutigen Geburtstages muss man feststellen, dass sein Einfluss auf die politische Bewegung gar nicht so gering gewesen sein kann, dass sie nicht immer noch höher als Galls heutige Wahrnehmung ist.<br /> In dem genannten Werk wird ein Aufsatz von Hermann Püttmann aus dem “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_B%C3%BCrgerbuch">Deutschen Bürgerbuch für 1846″</a> abgedruckt, in der bereits von Gall als einem geschrieben wird, der in Vergessenheit zu geraten droht:</p> <blockquote><p>Dass der Sozialismus schon vor fünfundzwanzig Jahren einen eifrigen Vertreter in Deutschland gefunden, dürfte wenig bekannt sein. Ludwig Gall von Trier ist dieser Mann, der damals bereits sich mit der Lage der arbeitenden Klassen und ihrer Verbesserung durch gemeinschaftliches Wirken beschäftigte. Es wird darum unsern Lesern nicht unangenehm sein, etwas Näheres von diesem älteren Sozialisten zu erfahren.</p></blockquote> <p>Galls Sozialismus, wie er ihn selbst beschreibt, zusammengefasst:</p> <blockquote><p>Wohin ich auch blicken mochte, überall sah ich, daß alle Bedürfnisse des Lebens durch das Ergebnis menschlicher Arbeit befriedigt werden. Und doch sehen wir gerade die arbeitenden Klassen Mangel leiden an allem dem, was sie doch selbst hervorbringen; und umgekehrt, die nicht arbeitenden, aber geldreichen Klassen im Besitz eines Überflusses an allen denjenigen Dingen, die durch Arbeit hervorgebracht werde.</p></blockquote> <p>Das Verständnis der Gesellschaft als Klassengesellschaft war damals, 1835, noch nicht common sense und begann sich gerade erst in die Schriften sozialkritischer Autoren hinein zu bewegen. Es lag zwar in der Luft, doch war Gall möglicherweise der erste, der den Gedanken so formulierte, insbesondere weil er bereits in der Broschüre <a href="http://permalink.obvsg.at/AC00822213 ">“Was könnte helfen?”</a> aus dem Jahr 1825 im Wesentlichen zu den gleichen Erkenntnissen gekommen war.</p> <p>Interessant ist folgender Absatz (aus 1835), bei dem einen wie von ungefähr Marxens “Fetisch” im ersten Kapitel des Kapitals einfallen mag, bei aller Unterschiedlichkeit in der Zuordnung:</p> <blockquote><p>Durch die Art, wie das Geld von seinen Besitzern gehandhabt, wird es also zu einem <strong>Talisman</strong>, um sich, ohne zu arbeiten, in den Besitz der meisten und wertvollsten Produkte der Arbeit zu setzen; die Arbeitenden sich dienstbar, zu jedem Preise dienstbar zu machen.</p></blockquote> <p><em>“Woher die Erscheinung, dass die arbeitenden Klassen mit immer steigendem, längst kaum zu ertragendem Elend kämpfen?”</em> fragt Gall weiter – seine Antwort ist auch heute noch bemerkenswert:</p> <blockquote><p>Die Quelle alles Übels liegt einzig darin, dass Millionen nichts haben als ihre Arbeitsfähigkeit, und dass der Wert dieser letzteren durch die Maschinenkräfte bestimmt wird; darin, dass der arbeitende Mensch sich mit demselben Preise begnügen muss, wofür eine Maschine seine Arbeit liefern kann.<br /> So die Ursache des Elends der benachteiligten Klassen bis zur Quelle verfolgend, fand ich sie in der Wertlosigkeit der menschlichen Arbeit im Verhältnis zu dem Alles beherrschenden Geldes.</p> <p>Die Geldprivilegierten und die arbeitenden Klassen stehen sich, durch einander widerstrebende Interessen scharf geschieden, feindlich gegenüber; die Lage der Ersteren verbessert sich in demselben Verhältnis, als jene der Letzteren sich immer mehr verschlimmert, kümmerlicher, elender wird.</p></blockquote> <p><img class="alignright size-full wp-image-2309" title="destillier240" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/destillier240.jpg" height="329" alt="" width="240" />Diese im Grunde auch heute noch gültigen Sätze finden sich in einer Broschüre, die den in diesem Zusammenhang den doch etwas überraschenden Titel trägt:</p> <blockquote><p>“Beleuchtung der Förster’schen sogenannten Kritik der gerühmtesten Destillirgeräthe: nebst Vorschlägen zu einem Wettbrennen zwischen denjenigen Apparaten, welche darauf Anspruch machen, die zweckmäßigsten zu seyn”. (<a href="http://books.google.de/books?id=A-E6AAAAcAAJ">digitalisiert</a>)</p></blockquote> <p>Der Titel entspricht durchaus dem Inhalt, nämlich der Darstellung einer von Gall erfundenen Destilliermethode – bis zur Seite 54. Ab da werden in einem Anhang, “Mein Wollen und mein Wirken” die oben teilweise wiedergegebenen politischen Grundsätze entwickelt und Lösungen vorgeschlagen, die in Produktions- und Güter-Assoziationen der arbeitenden Menschen (vor allem im ländlichen Bereich) gesehen werden. Allerdings ist der Abdruck dieser beiden auf den ersten Blick so gegensätzlich wirkenden Aufsätze in einer gemeinsamen Publikation nicht willkürlich gewählt, sondern, wie Rudolf Singer in <a href="http://permalink.obvsg.at/AC06533101">“Ludwig Gall, der erste deutsche Socialist”</a>(1894) schreibt:</p> <blockquote><p>Gall hoffte nämlich, durch die Verbesserung des Destillierapparats 15-20.000 Rthlr. zu sammeln und dann der “Ausführung seiner Ideen alle seine übrigen Lebenstage zu widmen”</p></blockquote> <p>Gemeint war damit die Finanzierung einer Kommune, in welcher Galls Ideen einer Produktions-, Vereilungs- und Wohngemeinschaft praktiziert werden sollte. Doch dazu kam es nicht.<br /> Singer nennt als Galls Leistung, im Anschluss an Ricardo die Arbeit als Quelle allen Wertes zu verstehen und die Unterscheidung von Arbeitslohn und der Rente als <strong>arbeitsloses </strong>Einkommen zu treffen (vor den Saint-Simonisten und vor Rodbertus).</p> <p>Im Moselgebiet wurde er auch noch als “Retter des Moselweins” bezeichnet, als er angesichts von Missernten,in denen der Most zu viel Säure und zu wenig Zucker enthielt, die Methode der “Nassverbesserung” oder, wie Wikipedia meint, treffender “Nasszuckerung” entwickelte. Dadurch konnten viele Winzer überleben, der Ruf des Moselweins war aber nachhaltig ruiniert. Doch das ist eine andere Geschichte.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/N1YjkhUMmpg" height="1" width="1" />Wed, 28 Dec 2011 14:20:31 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/204026233/Klassenkampf-Destillierapparat-und-Nasszuckerung-Ludwig-Gall-ersterurn:www-soup-io:1:204026233regularfindenlesenfrühsozialismusludwig gall Solche Freunde des Dichters {"tags":["politisch","Ezra Pound","Falter","Faschismus"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/TT1Q6a2Odc8/\"\u003ESolche Freunde des Dichters\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/TT1Q6a2Odc8/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"ezrapoundkl\" class=\"alignright size-full wp-image-2206\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/ezrapoundkl.jpg\" height=\"189\" alt=\"\" width=\"300\" /\u003EDie \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://falter.at\"\u003EFalter-Redaktion\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E hat wieder mal Lernbedarf offenbart. Denn sich zu wundern, dass ein rassistischer M\u00f6rder Mitglied einer \u003Ca href=\"http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/152484/index.html\"\u003E\u003Cspan\u003Eitalienischen Faschistengruppierun\u003C/span\u003Eg\u003C/a\u003E ist, die sich nach \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Ezra_Pound\"\u003E\u003Cspan\u003EEzra Pound\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E nennt, zeigt offenbar Defizite im Geschichtswissen. Dass Ezra Pound weniger wegen seiner Dichtkunst, sondern wegen seines rabiaten Antisemitismus und seiner Mussolini-Unterst\u00fctzung als Idol italienischer Faschisten passt, sollte sich eigentlich auch bis zur Falter-Redaktion herumgesprochen haben, die, wenn man den R\u00e4sonnements ihres Chefredakteurs folgt, sowas wie der Prototyp von Qualit\u00e4tsjournalismus ist. Da hei\u00dft es aber noch flei\u00dfig Geschichte lernen, vielleicht mal mit diesem \u003Ca href=\"http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13774306/Vordenker-des-Hasses.html\"\u003E\u003Cspan\u003ELink\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E anfangen. Und dann weiter googeln, vielleicht \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://www.poetenladen.de/zettelkasten/zettel1.html\"\u003Ehierher\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E, ehe man so eine uns\u00e4gliche Notiz verfasst. Kostet nur ein paar Minuten und eine Peinlichkeit bleibt erspart.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/TT1Q6a2Odc8\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img class="alignright size-full wp-image-2206" title="ezrapoundkl" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/ezrapoundkl.jpg" height="189" alt="" width="300" />Die <span><a href="http://falter.at">Falter-Redaktion</a></span> hat wieder mal Lernbedarf offenbart. Denn sich zu wundern, dass ein rassistischer Mörder Mitglied einer <a href="http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/152484/index.html"><span>italienischen Faschistengruppierun</span>g</a> ist, die sich nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ezra_Pound"><span>Ezra Pound</span></a> nennt, zeigt offenbar Defizite im Geschichtswissen. Dass Ezra Pound weniger wegen seiner Dichtkunst, sondern wegen seines rabiaten Antisemitismus und seiner Mussolini-Unterstützung als Idol italienischer Faschisten passt, sollte sich eigentlich auch bis zur Falter-Redaktion herumgesprochen haben, die, wenn man den Räsonnements ihres Chefredakteurs folgt, sowas wie der Prototyp von Qualitätsjournalismus ist. Da heißt es aber noch fleißig Geschichte lernen, vielleicht mal mit diesem <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13774306/Vordenker-des-Hasses.html"><span>Link</span></a> anfangen. Und dann weiter googeln, vielleicht <span><a href="http://www.poetenladen.de/zettelkasten/zettel1.html">hierher</a></span>, ehe man so eine unsägliche Notiz verfasst. Kostet nur ein paar Minuten und eine Peinlichkeit bleibt erspart.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/TT1Q6a2Odc8" height="1" width="1" />Fri, 23 Dec 2011 23:09:25 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/203395587/Solche-Freunde-des-Dichtersurn:www-soup-io:1:203395587regularpolitischezra poundfalterfaschismus Social Media ist nicht sozialistisch. Die Kronenzeitung auch nicht. {"tags":["politisch","Angelika Feigl","Social Media","SP\u00d6","Werner Faymann"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/HmgehijOf30/\"\u003ESocial Media ist nicht sozialistisch. Die Kronenzeitung auch nicht.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/HmgehijOf30/","body":"\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EWird der Kanzler bald selbst twittern, \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/711513/Feigl_Sind-das-zu-buerokratisch-angegangen\"\u003EFrau Feigl\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E?\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003Efragte der letzte \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://www.falter.at/cover.php?region=1\u0026amp;nr=51/2011\"\u003EFalter\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E des Jahres.\u003Cbr /\u003E\nDie Antwort hat gute Chancen, bei den Spr\u00fcchen des Jahres mitzumischen:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"f2\" class=\"alignright size-full wp-image-2198\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/f2.jpg\" height=\"110\" alt=\"\" width=\"184\" /\u003EDass der Kanzler selbst twittert, ist vorerst nicht geplant. Was wir aus dem Rummel rund um Facebook au\u00dferdem gelernt haben? Dass Social Media leider nicht sozialistisch ist.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EWas in der realen Welt das Aufsehen um die T\u00f6lpelhaftigkeit von \u201cParteisekretariat und -poster plakatieren online\u201d war, wird in den Augen der Parteifrau also zum Rummel in so einem Netzwerk halt. Aus dem sie \u201cau\u00dferdem\u201d gelernt h\u00e4tten (was hat wer denn noch gelernt???) , was nicht zu lernen ist, sondern nur zum Begreifen: dass auch in der Social-Media-Welt da drau\u00dfen hohe Steuergeldzuwendungen nicht den gew\u00fcnschten Erfolg haben m\u00fcssen. Bei der \u003Ca href=\"http://www.krone.at/\"\u003E\u003Cspan\u003EKronen-Zeitung\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E war es seinerzeit zwar noch ein inseratengest\u00fctzter Anfangserfolg gewesen, als diese den maximal mittelm\u00e4\u00dfigen Wohnungsstadtrat zum Kanzler pushte, erfolgreicher, als es einst mit der inzwischen \u003Ca href=\"http://images02.oe24.at/phaeton_199110a.jpg/1.555.027\"\u003E\u003Cspan\u003Euntergegangenen Sonne K\u00e4rntens\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E versucht worden war. Dass aber gleichzeitig der \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://www.dasbiber.at/content/claus-pandi%3A-%2526quot%3Bden-bundeskanzler-kenne-ich-schon-seit-zwanzig-jahren%2526quot%3B\"\u003EEhemann\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E der dann Kanzlersprecherin gewordenen Angelika Feigl in der Kronenzeitung kr\u00e4ftig auf die SP\u00d6 einhieb, war Part of the Game. Es ging ja nicht um den Einsatz f\u00fcr eine bestimmte Politik, sondern nur f\u00fcr ein bestimmtes Face. Durch tempor\u00e4re Unbotm\u00e4\u00dfigkeit (auch der Krone-Konkurrenz in Gestalt von \u003Ca href=\"http://www.oe24.at/oesterreich/politik/SPOe-Sparpaket-trifft-Beamte/50284393\"\u003E\u00d6sterreich\u003C/a\u003E-Leader \u003Ca href=\"http://www.wirtschaftsblatt.at/images/uploads_180/7/a/1/456609/fellner_w_wbmayr20110127160149.jpg\"\u003E\u003Cspan\u003EFellner\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E, dem Schulhaberer des Kanzlers, wurde kr\u00e4ftig Steuergeld reingeschoben) erlitt Faymann dann aber kronenseitig kr\u00e4ftige Zur\u00fcckstutzungen und im Kanzleramt wurde die Sprecherin ins hintere Glied geschoben, auf einen Sozialversorgungsposten sozusagen. Weil das so unh\u00fcbsch klingt, nannte man es im Parteihaus wohl einen Sozial-Medien-Versorgungs-Posten. M\u00f6glicherweise durch einen H\u00f6rfehler glaubte die ehemalige Sprecherin wohl, dass hier eine Aufgabe f\u00fcr sie warte und begann zu twittern. Eigentlich er\u00f6ffnete sie f\u00fcr ein halbes Jahr nur einen Twitteraccount und schwieg zumeist vor sich hin.\u00a0 Aber dann kam der Weltspartag, (oder war es der Staatsfeiertag?) und am Ende erschien Wernher the Facemann in all seiner ungeh\u00fcbschten Peinlichkeit . Doch statt mit Parteigenossen hatte er es mit Sp\u00f6ttern zu tun. Der Rest ist digital.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EWas wir au\u00dferdem gelernt haben? Dass es f\u00fcr die Faymanns und Feigls ein Gl\u00fcck ist, dass weder Social Media noch die Welt sozialistisch sind. Und die SP\u00d6 keine sozialistische Partei. Ist.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/HmgehijOf30\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <blockquote><p>Wird der Kanzler bald selbst twittern, <span><a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/711513/Feigl_Sind-das-zu-buerokratisch-angegangen">Frau Feigl</a></span>?</p></blockquote> <p>fragte der letzte <span><a href="http://www.falter.at/cover.php?region=1&amp;nr=51/2011">Falter</a></span> des Jahres.<br /> Die Antwort hat gute Chancen, bei den Sprüchen des Jahres mitzumischen:</p> <blockquote><p><img class="alignright size-full wp-image-2198" title="f2" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/f2.jpg" height="110" alt="" width="184" />Dass der Kanzler selbst twittert, ist vorerst nicht geplant. Was wir aus dem Rummel rund um Facebook außerdem gelernt haben? Dass Social Media leider nicht sozialistisch ist.</p></blockquote> <p>Was in der realen Welt das Aufsehen um die Tölpelhaftigkeit von “Parteisekretariat und -poster plakatieren online” war, wird in den Augen der Parteifrau also zum Rummel in so einem Netzwerk halt. Aus dem sie “außerdem” gelernt hätten (was hat wer denn noch gelernt???) , was nicht zu lernen ist, sondern nur zum Begreifen: dass auch in der Social-Media-Welt da draußen hohe Steuergeldzuwendungen nicht den gewünschten Erfolg haben müssen. Bei der <a href="http://www.krone.at/"><span>Kronen-Zeitung</span></a> war es seinerzeit zwar noch ein inseratengestützter Anfangserfolg gewesen, als diese den maximal mittelmäßigen Wohnungsstadtrat zum Kanzler pushte, erfolgreicher, als es einst mit der inzwischen <a href="http://images02.oe24.at/phaeton_199110a.jpg/1.555.027"><span>untergegangenen Sonne Kärntens</span></a> versucht worden war. Dass aber gleichzeitig der <span><a href="http://www.dasbiber.at/content/claus-pandi%3A-%2526quot%3Bden-bundeskanzler-kenne-ich-schon-seit-zwanzig-jahren%2526quot%3B">Ehemann</a></span> der dann Kanzlersprecherin gewordenen Angelika Feigl in der Kronenzeitung kräftig auf die SPÖ einhieb, war Part of the Game. Es ging ja nicht um den Einsatz für eine bestimmte Politik, sondern nur für ein bestimmtes Face. Durch temporäre Unbotmäßigkeit (auch der Krone-Konkurrenz in Gestalt von <a href="http://www.oe24.at/oesterreich/politik/SPOe-Sparpaket-trifft-Beamte/50284393">Österreich</a>-Leader <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/images/uploads_180/7/a/1/456609/fellner_w_wbmayr20110127160149.jpg"><span>Fellner</span></a>, dem Schulhaberer des Kanzlers, wurde kräftig Steuergeld reingeschoben) erlitt Faymann dann aber kronenseitig kräftige Zurückstutzungen und im Kanzleramt wurde die Sprecherin ins hintere Glied geschoben, auf einen Sozialversorgungsposten sozusagen. Weil das so unhübsch klingt, nannte man es im Parteihaus wohl einen Sozial-Medien-Versorgungs-Posten. Möglicherweise durch einen Hörfehler glaubte die ehemalige Sprecherin wohl, dass hier eine Aufgabe für sie warte und begann zu twittern. Eigentlich eröffnete sie für ein halbes Jahr nur einen Twitteraccount und schwieg zumeist vor sich hin.  Aber dann kam der Weltspartag, (oder war es der Staatsfeiertag?) und am Ende erschien Wernher the Facemann in all seiner ungehübschten Peinlichkeit . Doch statt mit Parteigenossen hatte er es mit Spöttern zu tun. Der Rest ist digital.</p> <p>Was wir außerdem gelernt haben? Dass es für die Faymanns und Feigls ein Glück ist, dass weder Social Media noch die Welt sozialistisch sind. Und die SPÖ keine sozialistische Partei. Ist.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/HmgehijOf30" height="1" width="1" />Fri, 23 Dec 2011 00:19:11 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/202522603/Social-Media-ist-nicht-sozialistisch-Die-Kronenzeitungurn:www-soup-io:1:202522603regularpolitischangelika feiglsocial mediaspÖwerner faymann Bibliothekar musste ins Gefängnis {"tags":["Bibliothekisch","1848","BibliothekarInnen","Glauchau"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/QqsLcWOO14w/\"\u003EBibliothekar musste ins Gef\u00e4ngnis\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/QqsLcWOO14w/","body":"\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003ENach dem Verbot der vor und w\u00e4hrend der Revolution von 1848 entstandenen \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Deutsche_Arbeiterverbr%C3%BCderung\"\u003EArbeiterverbr\u00fcderungsvereine\u003C/a\u003E in Sachsen gr\u00fcndeten die Webergesellen Carl Gottlob St\u00f6ckl und Friedrich Hasselhuhn um 1850/51 in \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Glauchau\"\u003EGlauchau\u003C/a\u003E eine \u201cErholungsgesellschaft\u201d, um unter dieser legalen Vereinsbezeichnung die verbotene T\u00e4tigkeit der Arbeiterverbr\u00fcderung illegal weiterzuf\u00fchren. Vermutlich verbarg sich hinter dieser \u201cErholungsgesellschaft\u201d eine Gemeinde des in den letzten Z\u00fcgen liegenden Kommunistischen Bundes.\u003Cbr /\u003E\nAm 18. Juni 1851 fand bei Gottlieb St\u00f6ckl eine Hausdurchsuchung statt, die offenbar belastendes Material gefunden hat. Denn in einem Prozess in Glauchau wurden St\u00f6ckl und die weiteren Mitglieder des ehemaligen Bezirkskomitees der Arbeiterverbr\u00fcderung \u2013 die Webergesellen Bernhard Herden aus Langenbielau, Christian Zimmermann und Ludwig Fritzsche \u2013 \u003Cstrong\u003Esowie der Bibliothekar der Erholungsgesellschaft Adrian Heller zu drei- bis vierzehnt\u00e4gigen Gef\u00e4ngnisstrafen verurteilt\u003C/strong\u003E; Herden und Zimmermann wurden aus Sachsen ausgewiesen. Die Erholungsgesellschaft bestand bis mindestens Ende 1851.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EQuelle: \u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC01575570 \"\u003EHerwig F\u00f6rder: Der Bund der Kommunisten. Dokumente und Materialien Bd. 2 S. 756f.\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/QqsLcWOO14w\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <blockquote><p>Nach dem Verbot der vor und während der Revolution von 1848 entstandenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Deutsche_Arbeiterverbr%C3%BCderung">Arbeiterverbrüderungsvereine</a> in Sachsen gründeten die Webergesellen Carl Gottlob Stöckl und Friedrich Hasselhuhn um 1850/51 in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Glauchau">Glauchau</a> eine “Erholungsgesellschaft”, um unter dieser legalen Vereinsbezeichnung die verbotene Tätigkeit der Arbeiterverbrüderung illegal weiterzuführen. Vermutlich verbarg sich hinter dieser “Erholungsgesellschaft” eine Gemeinde des in den letzten Zügen liegenden Kommunistischen Bundes.<br /> Am 18. Juni 1851 fand bei Gottlieb Stöckl eine Hausdurchsuchung statt, die offenbar belastendes Material gefunden hat. Denn in einem Prozess in Glauchau wurden Stöckl und die weiteren Mitglieder des ehemaligen Bezirkskomitees der Arbeiterverbrüderung – die Webergesellen Bernhard Herden aus Langenbielau, Christian Zimmermann und Ludwig Fritzsche – <strong>sowie der Bibliothekar der Erholungsgesellschaft Adrian Heller zu drei- bis vierzehntägigen Gefängnisstrafen verurteilt</strong>; Herden und Zimmermann wurden aus Sachsen ausgewiesen. Die Erholungsgesellschaft bestand bis mindestens Ende 1851.</p></blockquote> <p>Quelle: <a href="http://permalink.obvsg.at/AC01575570 ">Herwig Förder: Der Bund der Kommunisten. Dokumente und Materialien Bd. 2 S. 756f.</a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/QqsLcWOO14w" height="1" width="1" />Wed, 21 Dec 2011 23:18:34 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/202104866/Bibliothekar-musste-ins-Gef-ngnisurn:www-soup-io:1:202104866regularbibliothekisch1848bibliothekarinnenglauchau Ideen auf dem Markt (2) {"tags":["Bibliothekisch","B\u00fcchereien Wien","B\u00fcchereien","B\u00fcchereikonzept","Idea Stores","London","Ottakring","Wien"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/gu5Jw3PNo8s/\"\u003EIdeen auf dem Markt (2)\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/gu5Jw3PNo8s/","body":"\u003Cp\u003EWie im vorigen Artikel, \u003Ca href=\"http://haftgrund.net/2120/ideen-auf-dem-markt/\"\u003E\u003Cspan\u003EIdeen auf dem Markt,\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E berichtet wurde, sind die \u201cIdea-Stores\u201d nunmehr als geistiges Strandgut auch an die Stadt an der Donau angeschwemmt worden und sollen einer teilamputierten B\u00fccherei als Konzept \u00fcbergest\u00fclpt werden. Mit dieser dankbaren Aufgabe ist die Leiterin dieser B\u00fccherei beauftragt worden, was mangels eines generellen Konzepts f\u00fcr die Wiener B\u00fcchereien zwar einen Ritt \u00fcber den Bodensee darstellen w\u00fcrde, aber heutzutage eher durch einen Flug nach London und retour zu bewerkstelligen ist. Dort sollte sie die Idea Stores vor Ort studieren, konzeptionell f\u00fcr die B\u00fccherei Schuhmeierplatz adaptieren und kommenden Dienstag in der Jahresendversammlung der Wiener BibliothekarInnen pr\u00e4sentieren.\u003Cbr /\u003E\nDie bauliche Substanz der Londoner und der Ottakringer Einrichtungen wurde im vorigen Artikel gezeigt. Aber auch der Vergleich der r\u00e4umlichen Bedingungen im Inneren ist ein Bild wert:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/zweiinnen.jpg\" height=\"166\" alt=\"\" width=\"500\" /\u003E\u003Cbr /\u003E\nUnd schlie\u00dflich scheint auch die Benutzbarkeitsdauer eine gewisse Rolle f\u00fcr den Erfolg zu spielen. Bei der Darstellung der \u00d6ffnungszeiten konnten jene der Ottakringer B\u00fccherei platzsparenderweise in die Anzeigetafel der Londoner eingepasst werden:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/zweioffenopening.jpg\" height=\"266\" alt=\"\" width=\"369\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMan sieht, die Voraussetzungen f\u00fcr die Verpflanzung von Idea-Stores-Ideen ins sch\u00f6ne Ottakring sind nahezu ideal.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EWas kann also von den Idea-Stores-Ideen in Wien gelernt werden?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EBeispiel regionale Vernetzung mit anderen Einrichtungen.\u003C/strong\u003E Eine solche gibt es seit Anfang der 80er-Jahre in der Siedlungsb\u00fccherei Am Sch\u00f6pfwerk. Die vor Ort wirkenden sozialen, kulturellen Einrichtungen hatten sich zu einem Regionalteam zusammengeschlossen, welches rasch und unb\u00fcrokratisch bei der Bew\u00e4ltigung der erheblichen sozialen Probleme in der neu erbauten Siedlung am Stadtrand reagieren konnte. Die B\u00fccherei fungierte sozusagen als neutraler Boden und diente unter anderem als Informationsrelais, als Veranstaltungsort f\u00fcr B\u00fcrgerversammlungen. Nach zehn erfolgreichen Jahren wurde diese Zusammenarbeit mit dem Antritt eines neuen B\u00fcchereileiters gekappt. Nach dem Sch\u00f6pfwerker Modell hatte sich auch in einem anderen Bezirk, in Margareten, eine solche Regionalplattform gebildet, in der die B\u00fccherei ebenfalls sehr aktiv und erfolgreich t\u00e4tig war. Nach einigen Jahren erfolgte durch einen Wechsel in der B\u00fcchereileitung \u003Cstrong\u003Eund\u003C/strong\u003E durch Personalreduktion ein R\u00fcckzug aus dieser bis dahin sehr erfolgreichen Gemeinwesenarbeit.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EBeispiel Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen.\u003C/strong\u003E In der Margaretner B\u00fccherei gab es den Versuch, mit der nahe gelegenen Volkshochschule zusammenzuarbeiten. Wurde von dieser aber nicht goutiert, da diese in der B\u00fccherei eine Konkurrenz zum VHS-eigenen Buchladen und Skriptenverkauf sah.\u003Cbr /\u003E\nWeiters gibt es einige B\u00fcchereien, die mit einer Volkshochschule im selben Geb\u00e4ude logieren. Von einer Zusammenarbeit ist nichts bekannt. In der neuen Simmeringer B\u00fccherei ist allerdings eine solche geplant. Angesichts der personalen Unterbesetzung dort sind die Erwartungshaltungen in dieser Hinsicht aber gering.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003EBeispiel attraktives Geb\u00e4ude mit gro\u00dfem Medienangebot\u003C/strong\u003E. Findet man in Wien in der 2003 neu gebauten Hauptb\u00fccherei. Errichtet an der Grenze zwischen \u201cfeineren\u201d Innenbezirken und den erheblich weniger feinen Au\u00dfenbezirken, hat sie einen gro\u00dfen Anteil an der Revitalisierung des G\u00fcrtelbereichs, ist Anziehungspunkt f\u00fcr die unterschiedlichsten Bev\u00f6lkerungsschichten mit einem hohen Anteil an jugendlichen MigrantInnen, nicht zuletzt wegen der frei zug\u00e4nglichen \u201cComputergalerie\u201d. Es gibt zahlreiche Bildungs- und Fortbildungsangebote und andere Initiativen, welche entsprechend den Bed\u00fcrfnissen und den Anforderungen immer wieder adaptiert werden. Das ehrgeizige und qualitativ hochwertige Veranstaltungsprogramm hat die G\u00fcrtelb\u00fccherei innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Kulturangebote werden lassen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EAuch f\u00fcr andere Aktivit\u00e4ten der Idea-Stores lassen sich entsprechende, in Wien bereits verwirklichte, Beispiele finden. Dass manches wieder eingestellt wurde, liegt einerseits am weitgehenden Desinteresse des den B\u00fcchereien \u00fcberst\u00fclpten Beamtenapparats, was jede nicht ausdr\u00fccklich von oben anbefohlene Initiative als Luxus erscheinen l\u00e4\u00dft, und andererseits an den zwei wesentlichen Dingen: Geld und Personal. Also eigentlich nur an einem: \u003Cstrong\u003EDas l\u00e4cherlich geringe Budget f\u00fcr die Wiener B\u00fcchereien\u003C/strong\u003E. Da laufen sich Engagement und Ideen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter tot. Versch\u00e4rft wird diese Situation durch eine Leitung, die sich nur noch als Befehlsempf\u00e4nger und -weitergeber verstehen darf und von der das ruhig Halten der Belegschaft und politisch gut verkaufbare \u003Cem\u003EB\u00fcchereiperformance\u003C/em\u003E verlangt werden. Und nicht zuletzt die Bereitschaft, sich \u00f6ffentlich zum T\u00f6lpel zu machen, indem Vorgaben der politischen Ebene (was in Wien die Parteisekretariate der SP\u00d6 bedeutet) wie die \u00d6ffnungszeitenreduzierung der Ottakringer B\u00fccherei \u003Ca href=\"http://haftgrund.net/1674/wie-sich-die-wiener-spoe-eine-buecherei-krallt/\"\u003E\u003Cspan\u003Ezugunsten von Parteieinrichtungen\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E als bibliothekarische Entscheidungen verteidigt und mit Mascherl wie \u201cIdea Stores\u201d beh\u00fcbscht werden.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EWomit wir wieder beim Thema sind, das wir nie verlassen haben.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/gu5Jw3PNo8s\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Wie im vorigen Artikel, <a href="http://haftgrund.net/2120/ideen-auf-dem-markt/"><span>Ideen auf dem Markt,</span></a> berichtet wurde, sind die “Idea-Stores” nunmehr als geistiges Strandgut auch an die Stadt an der Donau angeschwemmt worden und sollen einer teilamputierten Bücherei als Konzept übergestülpt werden. Mit dieser dankbaren Aufgabe ist die Leiterin dieser Bücherei beauftragt worden, was mangels eines generellen Konzepts für die Wiener Büchereien zwar einen Ritt über den Bodensee darstellen würde, aber heutzutage eher durch einen Flug nach London und retour zu bewerkstelligen ist. Dort sollte sie die Idea Stores vor Ort studieren, konzeptionell für die Bücherei Schuhmeierplatz adaptieren und kommenden Dienstag in der Jahresendversammlung der Wiener BibliothekarInnen präsentieren.<br /> Die bauliche Substanz der Londoner und der Ottakringer Einrichtungen wurde im vorigen Artikel gezeigt. Aber auch der Vergleich der räumlichen Bedingungen im Inneren ist ein Bild wert:</p> <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/zweiinnen.jpg" height="166" alt="" width="500" /><br /> Und schließlich scheint auch die Benutzbarkeitsdauer eine gewisse Rolle für den Erfolg zu spielen. Bei der Darstellung der Öffnungszeiten konnten jene der Ottakringer Bücherei platzsparenderweise in die Anzeigetafel der Londoner eingepasst werden:</p> <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/zweioffenopening.jpg" height="266" alt="" width="369" /></p> <p>Man sieht, die Voraussetzungen für die Verpflanzung von Idea-Stores-Ideen ins schöne Ottakring sind nahezu ideal.</p> <p>Was kann also von den Idea-Stores-Ideen in Wien gelernt werden?</p> <p><strong>Beispiel regionale Vernetzung mit anderen Einrichtungen.</strong> Eine solche gibt es seit Anfang der 80er-Jahre in der Siedlungsbücherei Am Schöpfwerk. Die vor Ort wirkenden sozialen, kulturellen Einrichtungen hatten sich zu einem Regionalteam zusammengeschlossen, welches rasch und unbürokratisch bei der Bewältigung der erheblichen sozialen Probleme in der neu erbauten Siedlung am Stadtrand reagieren konnte. Die Bücherei fungierte sozusagen als neutraler Boden und diente unter anderem als Informationsrelais, als Veranstaltungsort für Bürgerversammlungen. Nach zehn erfolgreichen Jahren wurde diese Zusammenarbeit mit dem Antritt eines neuen Büchereileiters gekappt. Nach dem Schöpfwerker Modell hatte sich auch in einem anderen Bezirk, in Margareten, eine solche Regionalplattform gebildet, in der die Bücherei ebenfalls sehr aktiv und erfolgreich tätig war. Nach einigen Jahren erfolgte durch einen Wechsel in der Büchereileitung <strong>und</strong> durch Personalreduktion ein Rückzug aus dieser bis dahin sehr erfolgreichen Gemeinwesenarbeit.</p> <p><strong>Beispiel Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen.</strong> In der Margaretner Bücherei gab es den Versuch, mit der nahe gelegenen Volkshochschule zusammenzuarbeiten. Wurde von dieser aber nicht goutiert, da diese in der Bücherei eine Konkurrenz zum VHS-eigenen Buchladen und Skriptenverkauf sah.<br /> Weiters gibt es einige Büchereien, die mit einer Volkshochschule im selben Gebäude logieren. Von einer Zusammenarbeit ist nichts bekannt. In der neuen Simmeringer Bücherei ist allerdings eine solche geplant. Angesichts der personalen Unterbesetzung dort sind die Erwartungshaltungen in dieser Hinsicht aber gering.</p> <p><strong>Beispiel attraktives Gebäude mit großem Medienangebot</strong>. Findet man in Wien in der 2003 neu gebauten Hauptbücherei. Errichtet an der Grenze zwischen “feineren” Innenbezirken und den erheblich weniger feinen Außenbezirken, hat sie einen großen Anteil an der Revitalisierung des Gürtelbereichs, ist Anziehungspunkt für die unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten mit einem hohen Anteil an jugendlichen MigrantInnen, nicht zuletzt wegen der frei zugänglichen “Computergalerie”. Es gibt zahlreiche Bildungs- und Fortbildungsangebote und andere Initiativen, welche entsprechend den Bedürfnissen und den Anforderungen immer wieder adaptiert werden. Das ehrgeizige und qualitativ hochwertige Veranstaltungsprogramm hat die Gürtelbücherei innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Kulturangebote werden lassen.</p> <p>Auch für andere Aktivitäten der Idea-Stores lassen sich entsprechende, in Wien bereits verwirklichte, Beispiele finden. Dass manches wieder eingestellt wurde, liegt einerseits am weitgehenden Desinteresse des den Büchereien überstülpten Beamtenapparats, was jede nicht ausdrücklich von oben anbefohlene Initiative als Luxus erscheinen läßt, und andererseits an den zwei wesentlichen Dingen: Geld und Personal. Also eigentlich nur an einem: <strong>Das lächerlich geringe Budget für die Wiener Büchereien</strong>. Da laufen sich Engagement und Ideen früher oder später tot. Verschärft wird diese Situation durch eine Leitung, die sich nur noch als Befehlsempfänger und -weitergeber verstehen darf und von der das ruhig Halten der Belegschaft und politisch gut verkaufbare <em>Büchereiperformance</em> verlangt werden. Und nicht zuletzt die Bereitschaft, sich öffentlich zum Tölpel zu machen, indem Vorgaben der politischen Ebene (was in Wien die Parteisekretariate der SPÖ bedeutet) wie die Öffnungszeitenreduzierung der Ottakringer Bücherei <a href="http://haftgrund.net/1674/wie-sich-die-wiener-spoe-eine-buecherei-krallt/"><span>zugunsten von Parteieinrichtungen</span></a> als bibliothekarische Entscheidungen verteidigt und mit Mascherl wie “Idea Stores” behübscht werden.</p> <p>Womit wir wieder beim Thema sind, das wir nie verlassen haben.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/gu5Jw3PNo8s" height="1" width="1" />Mon, 19 Dec 2011 00:17:03 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/200714832/Ideen-auf-dem-Markt-2urn:www-soup-io:1:200714832regularbibliothekischbüchereien wienbüchereienbüchereikonzeptidea storeslondonottakringwien Ideen auf dem Markt {"tags":["Bibliothekisch","B\u00fcchereien Wien","B\u00fcchereien","B\u00fcchereikonzept","Idea Stores","London","Ottakring","Wien"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/qfOn2I1Bj18/\"\u003EIdeen auf dem Markt\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/qfOn2I1Bj18/","body":"\u003Cp\u003EWie bereits mehrfach \u003Ca href=\"http://haftgrund.net/1257/argumentativer-notstand-der-leitung-der-wiener-buchereien/\"\u003Eberichtet\u003C/a\u003E, wurden der sehr gut frequentierten \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://www.buechereien.wien.at/de/standorteoeffnungszeiten/zweigstellen/schuhmeierplatz\"\u003EB\u00fccherei\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E im \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://www.gbstern.at/projekte/freiraum/neugestaltung-schuhmeierplatz/\"\u003EHerzen Ottakrings\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E im letzten Sommer Hals \u00fcber Kopf\u00a0 die \u00d6ffnungszeiten halbiert. Anfangs hie\u00df es, dass diese Ma\u00dfnahme wegen Entspannung der Personalsituation\u00a0 gesetzt worden sei und es ohnehin leicht erreichbare B\u00fcchereien in der N\u00e4he gebe; dann wurde behauptet, dass die Verminderung des Angebots der Lesef\u00f6rderung diene und schlie\u00dflich erwuchs aus der Teil-Schlie\u00dfung ein \u201cPilotprojekt\u201d: \u201cIdea Store\u201d hei\u00dft das neue Wort, welches seit anfang der Nuller-Jahre etliche Zeit als Running Hype in der nach griffigen Projekten gierenden Bibliothekengemeinde herum gereicht wurde.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EHier einige Beschreibungen und Eindr\u00fccke zu den Idea-Stores:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://infobib.de/blog/2008/03/20/idea-stores/\"\u003EInfobib \u00bb Idea-Stores\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie \u201eIdea Stores\u201c gelten als bislang ehrgeizigster Versuch in Gro\u00dfbritannien, mit kulturellem Engagement den Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Jugendkriminalit\u00e4t und Gewalt aufzunehmen. Und die \u201eIdea Stores\u201c gelten als m\u00f6gliches Exportmodell \u2013auch in deutschen Metropolen wie Berlin k\u00f6nnte sich das Ideenkaufhaus bew\u00e4hren.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://www.enssib.fr/bibliotheque-numerique/notice-38567\"\u003EIdea Stores (Les) \u2013 Notice bibliographique | enssib\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie Idea Stores sind aus dem Wunsch heraus entstanden, Bibliothek und Weiterbildungszentrum in einem Londoner Stadtteil, dessen kontrastreiche Bev\u00f6lkerung diese Orte wenig besuchte, zusammenzulegen. Dank einer Strategie zur R\u00fcckeroberung der Besucher, die in einer Suche der besten Standorte, architektonisch ansprechender Auswahl und einem breiten \u00d6ffnungsausma\u00df, in kulanten Vorschriften \u2013 Ger\u00e4usche und Verzehr von Getr\u00e4nken und Nahrung sind gestattet -, in dem Wunsch, alle Gruppen zu empfangen und in der Vermehrung der Dienstleistungen und angebotenen Aktivit\u00e4ten zum Ausdruck kommt, sind sie auf einen sofortigen und beeindruckenden Erfolg gesto\u00dfen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://citydidactics.tumblr.com/post/523136065/idea-store-library-learning-information\"\u003Ecitydidactics\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie \u201cIdea-stores\u201d sind ein gro\u00dfartiges Konzept aus London! Sie sind eine Mischung aus Bibliothek und Gemeindezentrum. Sie bieten Bildung nicht nur in Form von B\u00fcchern, sondern auch Fortbildungen, Aktivit\u00e4ten, Kurse f\u00fcr die Anwohner und f\u00fcr jedes Alter an. Errichtet und entwickelt wurde das Konzept f\u00fcr soziale Brennpunkte und es soll besonders B\u00fcrger mit migrantischen Hintergrund ansprechen und ihnen eine Teilhabe am \u00f6ffentlichen Leben erm\u00f6glichen. Die vier idea-stores, die es bisher gibt, sind von vier verschiedenen Architekten entworfen worden.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://sebastianwilke.wordpress.com/2009/11/21/ein-langes-wochendende-in-oxford-stonehenge-und-london-uber-harry-potter-suchtig-machende-fleischpasteten-und-jede-menge-bibliotheken/\"\u003E\u2026 und jede Menge Bibliotheken | LIS TRAVELER\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie sogenannten Idea Stores existieren erst seit wenigen Jahren: Der erste Store wurde 2002 er\u00f6ffnet, mittlerweile gibt es vier Einrichtungen dieser Art. Grundidee des vor rund 10 Jahren vorgelegten Konzepts war es, traditionelle Bibliotheksdienstleistungen aufzugreifen sowie zu modernisieren (\u201elibrary renewal\u201c) und diese mit lebenslangem Lernen (\u201elifelong learning\u201c) und einer ausgepr\u00e4gten Arbeit in den lokalen Communities (\u201ecommunity renewal\u201c) zu verbinden.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://www.buzinkay.net/blog-de/2007/01/idea-stores-aus-der-nahe/\"\u003EIdea Stores aus der N\u00e4he : MBI Blog\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EMein erster Eindruck verbl\u00fcffte mich ein wenig \u2013 Canary Wharf ist ein B\u00fcroviertel, ausschlie\u00dflich aus Glasfassaden hochgezogener B\u00fcrot\u00fcrme bestehend. Was tut also eine \u00f6ffentliche Bibliothek hier? Inmitten dieses fast schon surrealen Ambientes (im unterirdischen Bereich dieses Viertels wimmelte es nur so von grauen und schwarzen Anz\u00fcgen, es waren Tausende.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDie Bibliothek gefiel auf den ersten Blick: sehr modern, sehr transparent. Rund 1/3 der Gesamtfl\u00e4che war Internet-Arbeitspl\u00e4tzen gewidmet, ich z\u00e4hlte rund 40 Ger\u00e4te. Interessant war auch, wer dort Platz genommen hatte: die Grau- und Schwarzanz\u00fcge. Bei meinem Rundgang durch die Bibliothek fand ich dann doch noch eine zweit Gruppe vor \u2013 M\u00fctter mit ihren S\u00e4uglingen. Offenbar ein regelm\u00e4\u00dfiges Treffen, denn jeder schien jeden zu kennen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EAus dem Obigen und aus zahlreichen \u00fcbers Googeln abfragbaren Quellen lassen sich f\u00fcr das Gelingen dieses B\u00fcchereikonzept folgende Voraussetzungen ausmachen:\u003C/p\u003E\n\u003Cul\u003E\n\u003Cli\u003EGro\u00dfes, ger\u00e4umige Geb\u00e4ude mit beeindruckender Architektur;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EUmfangreiches und attraktives Medienangebot f\u00fcr die zu erwartenden BenutzerInnen;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EGro\u00dfz\u00fcgige \u00d6ffnungszeiten, m\u00f6glichst rund um die Uhr;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EKeine k\u00fcnstlichen Hemmschwellen und sehr lockere Benutzungsordnung;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EEin ausreichend vorhandenes und \u201copen minded\u201d Personal, mit hoher sozialer Kompetenz und Belastbarkeit;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EVernetzung mit regionalen und \u00fcberregionalen Einrichtungen;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EJederzeit adaptierbare Bildungsangebote vor Ort;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EHochwertiges und auf die vielf\u00e4ltigen Erwartungen angepasstes Veranstaltungsprogramm;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EDie Bereitschaft, auf neue oder neu erkannte Bed\u00fcrfnisse flexibel zu reagieren;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EEntsprechend hohes Budget.\u003C/li\u003E\n\u003C/ul\u003E\n\u003Cp\u003EWenn diese Bedingungen erf\u00fcllt sind, dann wird wohl jede B\u00fccherei in jedem Stadtteil jeder Stadt der Welt ein Erfolg. Egal welches ideologische Konzept dahinter steht. Beim \u201cIdeas-Stores-Konzept\u201d sind in diesem Zusammenhang eindeutig\u00a0 kommodifizierende Transformationsschritte auszumachen, wie:\u003C/p\u003E\n\u003Cul\u003E\n\u003Cli\u003Edie Mischfinanzierung durch \u00d6ffentliche Gelder und private Sponsoren (Handelsketten);\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EPrek\u00e4re Anstellungsverh\u00e4ltnisse (nur Jahresvertr\u00e4ge);\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EVerzicht auf bibliothekarische Kompetenz zugunsten \u201csozialer\u201d ;\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003E\u201cMarkenname\u201d \u003Cspan\u003EIdea-Stores\u003C/span\u003E statt \u003Cspan\u003EPublic Library\u003C/span\u003E aus Marketinggr\u00fcnden;\u003C/li\u003E\n\u003C/ul\u003E\n\u003Cp\u003EWenn man die Ideologie beiseite l\u00e4\u00dft, dann bleibt aus all dem eine ambitionierte B\u00fccherei \u00fcbrig, wie es sie in der ganzen Welt in den L\u00e4ndern mit hochentwickelten B\u00fcchereisystemen gibt. Das ist immerhin einiges wert. Allerdings scheinen die ideologischen Elemente nicht nur Beiwerk zu sein, sondern d\u00fcrften f\u00fcr eine ge\u00e4nderte Haltung zum \u00f6ffentlichen B\u00fcchereiwesen stehen, wie f\u00fcr die Tony-Blair-Jahre nicht untypisch. So ist eine Mischfinanzierung in einem Land, dessen B\u00fcchereien bislang vollst\u00e4ndig durch \u00d6ffentliche Gelder finanziert wurden, ein Einbruch marktorientierter Interessenslagen. \u00dcber die \u00d6konomisierung von Bildungseinrichtungen gibt es inzwischen eine recht zahlreiche (kritische) Literatur.\u00a0 Dar\u00fcber hinaus besteht die Gefahr, dass sich die Privaten bei schlechterer Wirtschaftslage wieder zur\u00fcckziehen. Ironischerweise ist in Gro\u00dfbritannien die Finanzierung weniger durch die Privaten gef\u00e4hrdet, sondern durch die Ausrichtung der Olympiade durch Gro\u00dfbritannien, was die \u00d6ffentlichen Kassen leer r\u00e4umt. Ganz zu schweigen von der inzwischen hereingebrochenen Finanzkrise. Dass prek\u00e4re Arbeitsverh\u00e4ltnisse schlecht zu T\u00e4tigkeiten im \u00d6ffentlichen Auftrag passen,\u00a0 ist das eine. Dass sie immer mehr auch im \u00d6ffentlichen Dienst eine Rolle spielen, das andere, wie zuletzt \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/2025/wenn-das-prekariat-in-den-buechereien-tanzt/\"\u003Ehier\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E zu lesen war. Aber auch \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://www.kiv.at/servlet/ContentServer?pagename=Y01/Page/Index\u0026amp;n=Y01_999_Search.a\u0026amp;cid=1312798588418\"\u003Ehier\u003C/a\u003E\u003C/span\u003E. Der Verzicht auf bibliothekarische Kompetenz hat inzwischen zu Beschwerden der BenutzerInnen gef\u00fchrt, die Auskunft \u00fcber die von ihnen gesuchte Literatur wollen und keine Animation. Hier soll in einigen \u201cIdea-Stores\u201d bereits reagiert worden sein und BibliothekarInnen wieder eine Anstellungschance bekommen. Das Orientieren auf den \u201cMarkennamen\u201d irritierte viele BenutzerInnen, die nach wie vor in eine Bibliothek gehen wollen und nicht in einen verwechselbaren \u201cStore\u201d. Ideas hin oder her.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EAbschlie\u00dfend zwei Abs\u00e4tze aus einem \u003Ca href=\"http://www.hatprojects.com/downloads/RevisitingIdeaStores_HanaLoftus_web.pdf\"\u003E\u003Cspan\u003EAufsatz\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E, in dem der Frage nachgegangen wurde, wie sich die \u201cIdea-Stores\u201d heute pr\u00e4sentieren. Als Fazit ist daraus zu entnehmen, dass es weiterhin gute B\u00fcchereien sind, aber einiges von den hohen Erwartungen zur\u00fcckgenommen werden musste. Und dass die propagierte Leitidee der Herstellung von Chancengleichheit durch dieses B\u00fcchereikonzept heute, angesichts der ver\u00e4nderten politisch-sozialen und \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnisse, eigent\u00fcmlich antiquiert wirkt:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u201c\u2026 the Idea Stores represent a moment where the market and the state seemed able to work together to regenerate, in a flush of growth, the impoverished inner cities. The architecture of the Idea Stores fused the civic and the commercial, but their imitators are almost all in the commercial rather than the public sector.\u201d\u003Cbr /\u003E\n\u201cArchitecture doesn\u2019t, alone, solve social problems \u2013 and the idea that a fa\u00e7ade can be \u2018egalitarian\u2019 shows a confusion between form and content. But the visual language of public buildings is an important statement of the value that the state places in a community.\u201d\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDoch nun zur\u00fcck an den Anfang. Eine Kollegin wurde also nach London geschickt, um aus der F\u00fclle der Idea-Stores-Ideen zu sch\u00f6pfen und f\u00fcr Ottakringer Verh\u00e4ltnisse zu adaptieren.\u003Cbr /\u003E\nUm die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse nicht aus den Augen zu verlieren, hier eine Bildmontage von London und Ottakring:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/zweibuechereien.jpg\" height=\"475\" alt=\"\" width=\"500\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDieses Bild wollen wir bei der Fortsetzung, \u003Cspan\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/2125/ideen-auf-dem-markt-2/\"\u003EIdeen auf dem Markt (2)\u003C/a\u003E,\u003C/span\u003E im Auge behalten.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/qfOn2I1Bj18\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Wie bereits mehrfach <a href="http://haftgrund.net/1257/argumentativer-notstand-der-leitung-der-wiener-buchereien/">berichtet</a>, wurden der sehr gut frequentierten <span><a href="http://www.buechereien.wien.at/de/standorteoeffnungszeiten/zweigstellen/schuhmeierplatz">Bücherei</a></span> im <span><a href="http://www.gbstern.at/projekte/freiraum/neugestaltung-schuhmeierplatz/">Herzen Ottakrings</a></span> im letzten Sommer Hals über Kopf  die Öffnungszeiten halbiert. Anfangs hieß es, dass diese Maßnahme wegen Entspannung der Personalsituation  gesetzt worden sei und es ohnehin leicht erreichbare Büchereien in der Nähe gebe; dann wurde behauptet, dass die Verminderung des Angebots der Leseförderung diene und schließlich erwuchs aus der Teil-Schließung ein “Pilotprojekt”: “Idea Store” heißt das neue Wort, welches seit anfang der Nuller-Jahre etliche Zeit als Running Hype in der nach griffigen Projekten gierenden Bibliothekengemeinde herum gereicht wurde.</p> <p>Hier einige Beschreibungen und Eindrücke zu den Idea-Stores:</p> <p><a href="http://infobib.de/blog/2008/03/20/idea-stores/">Infobib » Idea-Stores</a></p> <blockquote><p>Die „Idea Stores“ gelten als bislang ehrgeizigster Versuch in Großbritannien, mit kulturellem Engagement den Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Jugendkriminalität und Gewalt aufzunehmen. Und die „Idea Stores“ gelten als mögliches Exportmodell –auch in deutschen Metropolen wie Berlin könnte sich das Ideenkaufhaus bewähren.</p></blockquote> <p><a href="http://www.enssib.fr/bibliotheque-numerique/notice-38567">Idea Stores (Les) – Notice bibliographique | enssib</a></p> <blockquote><p>Die Idea Stores sind aus dem Wunsch heraus entstanden, Bibliothek und Weiterbildungszentrum in einem Londoner Stadtteil, dessen kontrastreiche Bevölkerung diese Orte wenig besuchte, zusammenzulegen. Dank einer Strategie zur Rückeroberung der Besucher, die in einer Suche der besten Standorte, architektonisch ansprechender Auswahl und einem breiten Öffnungsausmaß, in kulanten Vorschriften – Geräusche und Verzehr von Getränken und Nahrung sind gestattet -, in dem Wunsch, alle Gruppen zu empfangen und in der Vermehrung der Dienstleistungen und angebotenen Aktivitäten zum Ausdruck kommt, sind sie auf einen sofortigen und beeindruckenden Erfolg gestoßen.</p></blockquote> <p><a href="http://citydidactics.tumblr.com/post/523136065/idea-store-library-learning-information">citydidactics</a></p> <blockquote><p>Die “Idea-stores” sind ein großartiges Konzept aus London! Sie sind eine Mischung aus Bibliothek und Gemeindezentrum. Sie bieten Bildung nicht nur in Form von Büchern, sondern auch Fortbildungen, Aktivitäten, Kurse für die Anwohner und für jedes Alter an. Errichtet und entwickelt wurde das Konzept für soziale Brennpunkte und es soll besonders Bürger mit migrantischen Hintergrund ansprechen und ihnen eine Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen. Die vier idea-stores, die es bisher gibt, sind von vier verschiedenen Architekten entworfen worden.</p></blockquote> <p><a href="http://sebastianwilke.wordpress.com/2009/11/21/ein-langes-wochendende-in-oxford-stonehenge-und-london-uber-harry-potter-suchtig-machende-fleischpasteten-und-jede-menge-bibliotheken/">… und jede Menge Bibliotheken | LIS TRAVELER</a></p> <blockquote><p>Die sogenannten Idea Stores existieren erst seit wenigen Jahren: Der erste Store wurde 2002 eröffnet, mittlerweile gibt es vier Einrichtungen dieser Art. Grundidee des vor rund 10 Jahren vorgelegten Konzepts war es, traditionelle Bibliotheksdienstleistungen aufzugreifen sowie zu modernisieren („library renewal“) und diese mit lebenslangem Lernen („lifelong learning“) und einer ausgeprägten Arbeit in den lokalen Communities („community renewal“) zu verbinden.</p></blockquote> <p><a href="http://www.buzinkay.net/blog-de/2007/01/idea-stores-aus-der-nahe/">Idea Stores aus der Nähe : MBI Blog</a></p> <blockquote><p>Mein erster Eindruck verblüffte mich ein wenig – Canary Wharf ist ein Büroviertel, ausschließlich aus Glasfassaden hochgezogener Bürotürme bestehend. Was tut also eine öffentliche Bibliothek hier? Inmitten dieses fast schon surrealen Ambientes (im unterirdischen Bereich dieses Viertels wimmelte es nur so von grauen und schwarzen Anzügen, es waren Tausende.</p> <p>Die Bibliothek gefiel auf den ersten Blick: sehr modern, sehr transparent. Rund 1/3 der Gesamtfläche war Internet-Arbeitsplätzen gewidmet, ich zählte rund 40 Geräte. Interessant war auch, wer dort Platz genommen hatte: die Grau- und Schwarzanzüge. Bei meinem Rundgang durch die Bibliothek fand ich dann doch noch eine zweit Gruppe vor – Mütter mit ihren Säuglingen. Offenbar ein regelmäßiges Treffen, denn jeder schien jeden zu kennen.</p></blockquote> <p>Aus dem Obigen und aus zahlreichen übers Googeln abfragbaren Quellen lassen sich für das Gelingen dieses Büchereikonzept folgende Voraussetzungen ausmachen:</p> <ul> <li>Großes, geräumige Gebäude mit beeindruckender Architektur;</li> <li>Umfangreiches und attraktives Medienangebot für die zu erwartenden BenutzerInnen;</li> <li>Großzügige Öffnungszeiten, möglichst rund um die Uhr;</li> <li>Keine künstlichen Hemmschwellen und sehr lockere Benutzungsordnung;</li> <li>Ein ausreichend vorhandenes und “open minded” Personal, mit hoher sozialer Kompetenz und Belastbarkeit;</li> <li>Vernetzung mit regionalen und überregionalen Einrichtungen;</li> <li>Jederzeit adaptierbare Bildungsangebote vor Ort;</li> <li>Hochwertiges und auf die vielfältigen Erwartungen angepasstes Veranstaltungsprogramm;</li> <li>Die Bereitschaft, auf neue oder neu erkannte Bedürfnisse flexibel zu reagieren;</li> <li>Entsprechend hohes Budget.</li> </ul> <p>Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, dann wird wohl jede Bücherei in jedem Stadtteil jeder Stadt der Welt ein Erfolg. Egal welches ideologische Konzept dahinter steht. Beim “Ideas-Stores-Konzept” sind in diesem Zusammenhang eindeutig  kommodifizierende Transformationsschritte auszumachen, wie:</p> <ul> <li>die Mischfinanzierung durch Öffentliche Gelder und private Sponsoren (Handelsketten);</li> <li>Prekäre Anstellungsverhältnisse (nur Jahresverträge);</li> <li>Verzicht auf bibliothekarische Kompetenz zugunsten “sozialer” ;</li> <li>“Markenname” <span>Idea-Stores</span> statt <span>Public Library</span> aus Marketinggründen;</li> </ul> <p>Wenn man die Ideologie beiseite läßt, dann bleibt aus all dem eine ambitionierte Bücherei übrig, wie es sie in der ganzen Welt in den Ländern mit hochentwickelten Büchereisystemen gibt. Das ist immerhin einiges wert. Allerdings scheinen die ideologischen Elemente nicht nur Beiwerk zu sein, sondern dürften für eine geänderte Haltung zum öffentlichen Büchereiwesen stehen, wie für die Tony-Blair-Jahre nicht untypisch. So ist eine Mischfinanzierung in einem Land, dessen Büchereien bislang vollständig durch Öffentliche Gelder finanziert wurden, ein Einbruch marktorientierter Interessenslagen. Über die Ökonomisierung von Bildungseinrichtungen gibt es inzwischen eine recht zahlreiche (kritische) Literatur.  Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich die Privaten bei schlechterer Wirtschaftslage wieder zurückziehen. Ironischerweise ist in Großbritannien die Finanzierung weniger durch die Privaten gefährdet, sondern durch die Ausrichtung der Olympiade durch Großbritannien, was die Öffentlichen Kassen leer räumt. Ganz zu schweigen von der inzwischen hereingebrochenen Finanzkrise. Dass prekäre Arbeitsverhältnisse schlecht zu Tätigkeiten im Öffentlichen Auftrag passen,  ist das eine. Dass sie immer mehr auch im Öffentlichen Dienst eine Rolle spielen, das andere, wie zuletzt <span><a href="http://haftgrund.net/2025/wenn-das-prekariat-in-den-buechereien-tanzt/">hier</a></span> zu lesen war. Aber auch <span><a href="http://www.kiv.at/servlet/ContentServer?pagename=Y01/Page/Index&amp;n=Y01_999_Search.a&amp;cid=1312798588418">hier</a></span>. Der Verzicht auf bibliothekarische Kompetenz hat inzwischen zu Beschwerden der BenutzerInnen geführt, die Auskunft über die von ihnen gesuchte Literatur wollen und keine Animation. Hier soll in einigen “Idea-Stores” bereits reagiert worden sein und BibliothekarInnen wieder eine Anstellungschance bekommen. Das Orientieren auf den “Markennamen” irritierte viele BenutzerInnen, die nach wie vor in eine Bibliothek gehen wollen und nicht in einen verwechselbaren “Store”. Ideas hin oder her.</p> <p>Abschließend zwei Absätze aus einem <a href="http://www.hatprojects.com/downloads/RevisitingIdeaStores_HanaLoftus_web.pdf"><span>Aufsatz</span></a>, in dem der Frage nachgegangen wurde, wie sich die “Idea-Stores” heute präsentieren. Als Fazit ist daraus zu entnehmen, dass es weiterhin gute Büchereien sind, aber einiges von den hohen Erwartungen zurückgenommen werden musste. Und dass die propagierte Leitidee der Herstellung von Chancengleichheit durch dieses Büchereikonzept heute, angesichts der veränderten politisch-sozialen und ökonomischen Verhältnisse, eigentümlich antiquiert wirkt:</p> <blockquote><p>“… the Idea Stores represent a moment where the market and the state seemed able to work together to regenerate, in a flush of growth, the impoverished inner cities. The architecture of the Idea Stores fused the civic and the commercial, but their imitators are almost all in the commercial rather than the public sector.”<br /> “Architecture doesn’t, alone, solve social problems – and the idea that a façade can be ‘egalitarian’ shows a confusion between form and content. But the visual language of public buildings is an important statement of the value that the state places in a community.”</p></blockquote> <p>Doch nun zurück an den Anfang. Eine Kollegin wurde also nach London geschickt, um aus der Fülle der Idea-Stores-Ideen zu schöpfen und für Ottakringer Verhältnisse zu adaptieren.<br /> Um die Größenverhältnisse nicht aus den Augen zu verlieren, hier eine Bildmontage von London und Ottakring:</p> <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/zweibuechereien.jpg" height="475" alt="" width="500" /></p> <p>Dieses Bild wollen wir bei der Fortsetzung, <span><a href="http://haftgrund.net/2125/ideen-auf-dem-markt-2/">Ideen auf dem Markt (2)</a>,</span> im Auge behalten.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/qfOn2I1Bj18" height="1" width="1" />Mon, 19 Dec 2011 00:16:28 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/200714837/Ideen-auf-dem-Markturn:www-soup-io:1:200714837regularbibliothekischbüchereien wienbüchereienbüchereikonzeptidea storeslondonottakringwien Wenn das Prekariat in den Büchereien tanzt {"tags":["Bibliothekisch","B\u00fcchereien Wien","B\u00fcchereien","Hilfskr\u00e4fte","Prekariat","Wien"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/Qo3qw8MxD8Y/\"\u003EWenn das Prekariat in den B\u00fcchereien tanzt\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/Qo3qw8MxD8Y/","body":"\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003Enach acht guten und spannenden Jahren bei den B\u00fcchereien Wien verabschiede ich mich mit Ende Februar \u2026 Ich m\u00f6chte mich bei euch/Ihnen allen sehr sehr herzlich f\u00fcr die gro\u00dfartige Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken, und habe mir fest vorgenommen, den Veranstaltungen der B\u00fcchereien zumindest als Besucherin treuzubleiben\u2026\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003Eschrieb Anfang des Jahres eine Kollegin, die vom Bibliothekarischen Leiter der B\u00fcchereien mehr oder weniger sanft hinausgebissen worden war.\u00a0 Gl\u00fccklicherweise arbeitete gerade eine sehr f\u00e4hige Praktikantin in der Hauptb\u00fccherei, die auch auf Grund ihrer bisherigen Berufserfahrung f\u00fcr den Bereich Veranstaltungen und \u00d6ffentlichkeits eine optimale Nachfolgerin war.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EUnd tats\u00e4chlich erfolgte die Mitteilung, dass diese neue Kollegin, die auch in der MitarbeiterInnenzeitung entsprechend vorgestellt wurde, die Agenden der gek\u00fcndigt habenden Mitarbeiterin \u00fcbernommen habe. Wunderbar.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"daumendrehn\" class=\"alignright size-full wp-image-2027\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/daumendrehn.gif\" height=\"120\" alt=\"\" width=\"160\" /\u003ENun erfahren die B\u00fcchereibedienseteten, dass diese Mitarbeiterin nach zehnmonatiger T\u00e4tigkeit f\u00fcr zwei Monate pausieren m\u00fcsse, da sie nur als \u201cHilfskraft\u201d eingestellt sei und f\u00fcr diese es bekanntlich eine solche Zwangspause gibt.\u003Cbr /\u003E\nWomit nun offiziell ist, dass f\u00fcr die Wiener B\u00fcchereien die Aufgabenstellung \u201c\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen\u201d partiell \u00a0 Hilfskraftstatus hat. Was die finanzielle und arbeitsrechtliche Einstufung betrifft. Die geforderte Leistung ist nat\u00fcrlich eine hochwertige und ist auch erbracht worden. In n\u00e4chster Zeit aber eben nicht, wie das Referat Veranstaltungen/\u00d6ffentlichkeitsarbeit mitteilt:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003Eich bitte euch daher, alle mails ab ende dezember bis anfang m\u00e4rz nur mehr an mich zu schicken, da nur mehr ich da sein werde.\u003Cbr /\u003E\nbitte euch bei der gelegenheit auch gleich um geduld, da ich mit sicherheit alles nicht in der von euch gewohnten zeit schaffen werde k\u00f6nnen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EWas eine Frage aufwirft, welche ein sozialdemokratischer Personalstadtrat in einer anderen, aber letzlich vergleichbaren Situation \u003Ca href=\"http://http://plan3t.info/2011/12/01/die-bibliothekare-schauen-zuruck/\"\u003E\u003Cstrong\u003Edereinst tats\u00e4chlich gefragt hatte:\u003C/strong\u003E\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u201cWenn die Arbeit in den B\u00fcchereien auch von [niedriger Eingestuften] geschafft wird, dann werden wir halt \u003Cstrong\u003Ealle \u003C/strong\u003E\u2026 runterstufen!\u201d\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EAlso: Wer in den B\u00fcchereien tanzt als n\u00e4chster den Prekariatstanz?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"prekariatsschuhe\" class=\"alignleft size-full wp-image-2026\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/prekariatsschuhe.jpg\" height=\"360\" alt=\"\" width=\"480\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/Qo3qw8MxD8Y\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <blockquote><p>nach acht guten und spannenden Jahren bei den Büchereien Wien verabschiede ich mich mit Ende Februar … Ich möchte mich bei euch/Ihnen allen sehr sehr herzlich für die großartige Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken, und habe mir fest vorgenommen, den Veranstaltungen der Büchereien zumindest als Besucherin treuzubleiben…</p></blockquote> <p>schrieb Anfang des Jahres eine Kollegin, die vom Bibliothekarischen Leiter der Büchereien mehr oder weniger sanft hinausgebissen worden war.  Glücklicherweise arbeitete gerade eine sehr fähige Praktikantin in der Hauptbücherei, die auch auf Grund ihrer bisherigen Berufserfahrung für den Bereich Veranstaltungen und Öffentlichkeits eine optimale Nachfolgerin war.</p> <p>Und tatsächlich erfolgte die Mitteilung, dass diese neue Kollegin, die auch in der MitarbeiterInnenzeitung entsprechend vorgestellt wurde, die Agenden der gekündigt habenden Mitarbeiterin übernommen habe. Wunderbar.</p> <p><img class="alignright size-full wp-image-2027" title="daumendrehn" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/daumendrehn.gif" height="120" alt="" width="160" />Nun erfahren die Büchereibedienseteten, dass diese Mitarbeiterin nach zehnmonatiger Tätigkeit für zwei Monate pausieren müsse, da sie nur als “Hilfskraft” eingestellt sei und für diese es bekanntlich eine solche Zwangspause gibt.<br /> Womit nun offiziell ist, dass für die Wiener Büchereien die Aufgabenstellung “Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen” partiell   Hilfskraftstatus hat. Was die finanzielle und arbeitsrechtliche Einstufung betrifft. Die geforderte Leistung ist natürlich eine hochwertige und ist auch erbracht worden. In nächster Zeit aber eben nicht, wie das Referat Veranstaltungen/Öffentlichkeitsarbeit mitteilt:</p> <blockquote><p>ich bitte euch daher, alle mails ab ende dezember bis anfang märz nur mehr an mich zu schicken, da nur mehr ich da sein werde.<br /> bitte euch bei der gelegenheit auch gleich um geduld, da ich mit sicherheit alles nicht in der von euch gewohnten zeit schaffen werde können.</p></blockquote> <p>Was eine Frage aufwirft, welche ein sozialdemokratischer Personalstadtrat in einer anderen, aber letzlich vergleichbaren Situation <a href="http://http://plan3t.info/2011/12/01/die-bibliothekare-schauen-zuruck/"><strong>dereinst tatsächlich gefragt hatte:</strong></a></p> <blockquote><p>“Wenn die Arbeit in den Büchereien auch von [niedriger Eingestuften] geschafft wird, dann werden wir halt <strong>alle </strong>… runterstufen!”</p></blockquote> <p>Also: Wer in den Büchereien tanzt als nächster den Prekariatstanz?</p> <p><img class="alignleft size-full wp-image-2026" title="prekariatsschuhe" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/12/prekariatsschuhe.jpg" height="360" alt="" width="480" /></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/Qo3qw8MxD8Y" height="1" width="1" />Fri, 16 Dec 2011 00:52:44 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/199366092/Wenn-das-Prekariat-in-den-B-chereienurn:www-soup-io:1:199366092regularbibliothekischbüchereien wienbüchereienhilfskräfteprekariatwien Der kommunistische Agitator, ein neu gewonnener Kommunist und der Kanonenredakteur {"tags":["Bibliothekisch","Friedrich Engels","Karl Marx","Moses Hess"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/ZOVkY604700/\"\u003EDer kommunistische Agitator, ein neu gewonnener Kommunist und der Kanonenredakteur\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/ZOVkY604700/","body":"\u003Cp\u003EHeute geriet ich durch die Schlie\u00dfzeit der Bibliothek quasi in einen Cliffhanger. Ich war bei meiner Lekt\u00fcre ungef\u00e4hr bei diesen Inhalten angekommen:\u003C/p\u003E\n\u003Cdiv\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u2026 wir sprachen \u00fcber die Zeitfragen, und er schied von mir als allereifrigster Kommunist.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cem\u003Eschrieb der Eine in einem Brief. Der frisch zum Kommunisten gewordene Andere besuchte wenige Tage danach einen gerade zum Chefredakteur Gek\u00fcrten, von dem an diesem Tag ein Artikel erschienen war, in dem es u.a. hie\u00df:\u003C/em\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EWir haben die feste \u00dcberzeugung, da\u00df nicht der praktische Versuch, sondern die theoretische Ausf\u00fchrung der kommunistischen Ideen die eigentliche Gefahr bildet, denn auf praktische Versuche, und seien es Versuche in Masse, kann man durch Kanonen antworten, sobald sie gef\u00e4hrlich werden,\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cem\u003EAls der Jungkommunist, nichts ahnend von diesem Artikel, dem Redakteur von seinen revolution\u00e4ren Pl\u00e4nen erz\u00e4hlte, holte er sich eine unglaublich kalte Schulter.\u003C/em\u003E\u003C/p\u003E\n\u003C/div\u003E\n\u003Cp\u003EDie Frage lautet nun nat\u00fcrlich: Bleibt der junge Kommunist weiter ein solcher? Wird der Redakteur auch in Zukunft mit Kanonen auf Massen schie\u00dfen wollen, wenn sie praktische kommunistische Versuche anstellen? Wird der eingangs erw\u00e4hnte kommunistische Agitator weiterhin erfolgreich sein? Und wie geht die Geschichte weiter?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EF\u00fcr Neugierige gibt es Schlagw\u00f6rter, die dann einfach zuzuteilen sind\u00a0 ;-)\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/ZOVkY604700\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Heute geriet ich durch die Schließzeit der Bibliothek quasi in einen Cliffhanger. Ich war bei meiner Lektüre ungefähr bei diesen Inhalten angekommen:</p> <div> <blockquote><p>… wir sprachen über die Zeitfragen, und er schied von mir als allereifrigster Kommunist.</p></blockquote> <p><em>schrieb der Eine in einem Brief. Der frisch zum Kommunisten gewordene Andere besuchte wenige Tage danach einen gerade zum Chefredakteur Gekürten, von dem an diesem Tag ein Artikel erschienen war, in dem es u.a. hieß:</em></p> <blockquote><p>Wir haben die feste Überzeugung, daß nicht der praktische Versuch, sondern die theoretische Ausführung der kommunistischen Ideen die eigentliche Gefahr bildet, denn auf praktische Versuche, und seien es Versuche in Masse, kann man durch Kanonen antworten, sobald sie gefährlich werden,</p></blockquote> <p><em>Als der Jungkommunist, nichts ahnend von diesem Artikel, dem Redakteur von seinen revolutionären Plänen erzählte, holte er sich eine unglaublich kalte Schulter.</em></p> </div> <p>Die Frage lautet nun natürlich: Bleibt der junge Kommunist weiter ein solcher? Wird der Redakteur auch in Zukunft mit Kanonen auf Massen schießen wollen, wenn sie praktische kommunistische Versuche anstellen? Wird der eingangs erwähnte kommunistische Agitator weiterhin erfolgreich sein? Und wie geht die Geschichte weiter?</p> <p>Für Neugierige gibt es Schlagwörter, die dann einfach zuzuteilen sind  ;-)</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/ZOVkY604700" height="1" width="1" />Mon, 05 Dec 2011 21:18:22 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/197546560/Der-kommunistische-Agitator-ein-neu-gewonnener-Kommunisturn:www-soup-io:1:197546560regularbibliothekischfriedrich engelskarl marxmoses hess Schach der Sonntagsdepression: Nationalbibliothek in Wien wird auch sonntags geöffnet haben {"tags":["Bibliothekisch","Bibliotheken","Nationalbibliothek","\u00d6ffnungszeiten"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/WHna7OtFq5Q/\"\u003ESchach der Sonntagsdepression: Nationalbibliothek in Wien wird auch sonntags ge\u00f6ffnet haben\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/WHna7OtFq5Q/","body":"\u003Cp\u003EErfreuliches ist \u00fcber die Pl\u00e4ne der Nationalbibliothek zu\u003Ca href=\"http://diepresse.com/home/panorama/wien/713920/Nationalbibliothek_Die-Herrin-ueber-85-Millionen-Buecher?_vl_backlink=/home/panorama/wien/index.do\"\u003E lesen\u003C/a\u003E:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EIm Mai 2012 soll ein neuer Forschungslesesaal er\u00f6ffnet werden. Zeitgleich werden auch die \u00d6ffnungszeiten auf Sonntag ausgeweitet.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cbr /\u003E\nW\u00e4re ein sch\u00f6ne Anlass, wenn da andere gro\u00dfe Bibliotheken nachziehen w\u00fcrden.\u003Cbr /\u003E\nAuch die anderen Aktivit\u00e4ten der Nationabibliothek sind beachtenswert:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003Eim Herbst 2014 will die \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Rachinger\"\u003ERachinger\u003C/a\u003E im Hofkammerarchiv in der Johannesgasse ein Literaturmuseum er\u00f6ffnen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDa die \u00d6NB-Chefin ihr Haus vor allem als Service- und Dienstleistungsstelle versteht, sind ihr die Revitalisierung des \u003Cstrong\u003EPalais Mollard \u003C/strong\u003Ein der Herrengasse, die Renovierung von \u003Cstrong\u003EBildarchiv und Grafiksammlung \u003C/strong\u003Esowie die \u003Cstrong\u003Egro\u00dfen Leses\u00e4le am Heldenplatz \u003C/strong\u003Eein besonderes Anliegen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EAls Serviceeinrichtung versteht sie auch die \u003Cstrong\u003EDigitalisierung \u003C/strong\u003Eund Langzeitarchivierung der Inhalte.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EUnd hier etwas f\u00fcr die Digitalisierungsphoben:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003ETrotz \u2013 oder vielleicht gerade wegen \u2013 der Digitalisierung hat das Haus nicht mit sinkenden Besucherzahlen zu k\u00e4mpfen.\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/WHna7OtFq5Q\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Erfreuliches ist über die Pläne der Nationalbibliothek zu<a href="http://diepresse.com/home/panorama/wien/713920/Nationalbibliothek_Die-Herrin-ueber-85-Millionen-Buecher?_vl_backlink=/home/panorama/wien/index.do"> lesen</a>:</p> <blockquote><p>Im Mai 2012 soll ein neuer Forschungslesesaal eröffnet werden. Zeitgleich werden auch die Öffnungszeiten auf Sonntag ausgeweitet.</p></blockquote> <p><br /> Wäre ein schöne Anlass, wenn da andere große Bibliotheken nachziehen würden.<br /> Auch die anderen Aktivitäten der Nationabibliothek sind beachtenswert:</p> <blockquote><p>im Herbst 2014 will die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Rachinger">Rachinger</a> im Hofkammerarchiv in der Johannesgasse ein Literaturmuseum eröffnen.</p></blockquote> <blockquote><p>Da die ÖNB-Chefin ihr Haus vor allem als Service- und Dienstleistungsstelle versteht, sind ihr die Revitalisierung des <strong>Palais Mollard </strong>in der Herrengasse, die Renovierung von <strong>Bildarchiv und Grafiksammlung </strong>sowie die <strong>großen Lesesäle am Heldenplatz </strong>ein besonderes Anliegen.</p></blockquote> <blockquote><p>Als Serviceeinrichtung versteht sie auch die <strong>Digitalisierung </strong>und Langzeitarchivierung der Inhalte.</p></blockquote> <p>Und hier etwas für die Digitalisierungsphoben:</p> <blockquote><p><strong>Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Digitalisierung hat das Haus nicht mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen.</strong></p></blockquote> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/WHna7OtFq5Q" height="1" width="1" />Sat, 03 Dec 2011 10:42:05 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/196524958/Schach-der-Sonntagsdepression-Nationalbibliothek-in-Wien-wirdurn:www-soup-io:1:196524958regularbibliothekischbibliothekennationalbibliothekÖffnungszeiten daß das Eigentum nicht auf gerechter Grundlage beruhe {"tags":["lesen","Alexis de Touceville","Eigentum","Frankreich","Paris","Revolution"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/cmZdVkuvG0k/\"\u003Eda\u00df das Eigentum nicht auf gerechter Grundlage beruhe\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/cmZdVkuvG0k/","body":"\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003ESehen Sie, was bei den arbeitenden Klassen vorgeht, die heute noch, wie ich zugebe, ruhig sind. Es ist richtig, dass sie nicht im selben Grade, wie fr\u00fcher, durch eigentlich poltiische Leidenschaften erhitzt sind; aber\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003Esehen Sie nicht, dass ihre Leidenschaften aus politischen soziale geworden sind?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003ESehen Sie nicht, wie sich bei ihnen Ansichten und Ideen verbreiten, die nicht auf die Beseitigung eines Gesetzes, eines Ministeriums oder selbst dieser Regierung hinauslaufen, sondern vielmehr auf die Ersch\u00fctterung der Grundlage unserer Gesellschaftsordnung? \u2026\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/packt.jpg\" height=\"195\" alt=\"\" width=\"246\" /\u003EH\u00f6ren Sie nicht, dass man in Arbeiterkreisen ohne Unterlass wiederholt, dass alles, was \u00fcber ihnen ist, unf\u00e4hig und unw\u00fcrdig sei, sie zu regieren; dass das Eigentum nicht auf gerechter Grundlage beruhe?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EUnd glauben Sie nicht, dass, wenn solche Meinungen Wurzeln fassen, wenn sie sich ganz allgemein verbreiten, wenn sie tief in die Massen dringen, dass sie fr\u00fch oder sp\u00e4t, ich weiss nicht wann und wie, aber dass sie sicher fr\u00fch oder sp\u00e4t die schrecklichsten Revolutionen herbeif\u00fchren m\u00fcssen?\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EMerken Sie \u2013 wie sage ich? \u2013 den Revolutionssturm nicht, der in der Luft liegt?\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EAlexis de Tocqueville in der Sitzung der Pariser Deputiertenkammer vom 29. J\u00e4nner 1848, drei Wochen vor der Pariser Februarrevolution.\u003Cbr /\u003E\n(\u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC01210086\"\u003ESouvenirs de Alexis de Tocqueville\u003C/a\u003E, publi\u00e9s par le comte de Tocqueville Paris 1893. S 16. \u2013 Zit. nach \u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC04878197\"\u003EDiehl, Karl: Pierre Joseph Proudhon. Seine Lehre und sein Leben\u003C/a\u003E. Neudruck der Ausgabe Jena 1888-1896. Aaalen Scientia Verlag 1968.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/cmZdVkuvG0k\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <blockquote><p>Sehen Sie, was bei den arbeitenden Klassen vorgeht, die heute noch, wie ich zugebe, ruhig sind. Es ist richtig, dass sie nicht im selben Grade, wie früher, durch eigentlich poltiische Leidenschaften erhitzt sind; aber</p> <p>sehen Sie nicht, dass ihre Leidenschaften aus politischen soziale geworden sind?</p> <p>Sehen Sie nicht, wie sich bei ihnen Ansichten und Ideen verbreiten, die nicht auf die Beseitigung eines Gesetzes, eines Ministeriums oder selbst dieser Regierung hinauslaufen, sondern vielmehr auf die Erschütterung der Grundlage unserer Gesellschaftsordnung? …</p> <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/packt.jpg" height="195" alt="" width="246" />Hören Sie nicht, dass man in Arbeiterkreisen ohne Unterlass wiederholt, dass alles, was über ihnen ist, unfähig und unwürdig sei, sie zu regieren; dass das Eigentum nicht auf gerechter Grundlage beruhe?</p> <p>Und glauben Sie nicht, dass, wenn solche Meinungen Wurzeln fassen, wenn sie sich ganz allgemein verbreiten, wenn sie tief in die Massen dringen, dass sie früh oder spät, ich weiss nicht wann und wie, aber dass sie sicher früh oder spät die schrecklichsten Revolutionen herbeiführen müssen?</p> <p>Merken Sie – wie sage ich? – den Revolutionssturm nicht, der in der Luft liegt?</p></blockquote> <p>Alexis de Tocqueville in der Sitzung der Pariser Deputiertenkammer vom 29. Jänner 1848, drei Wochen vor der Pariser Februarrevolution.<br /> (<a href="http://permalink.obvsg.at/AC01210086">Souvenirs de Alexis de Tocqueville</a>, publiés par le comte de Tocqueville Paris 1893. S 16. – Zit. nach <a href="http://permalink.obvsg.at/AC04878197">Diehl, Karl: Pierre Joseph Proudhon. Seine Lehre und sein Leben</a>. Neudruck der Ausgabe Jena 1888-1896. Aaalen Scientia Verlag 1968.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/cmZdVkuvG0k" height="1" width="1" />Fri, 25 Nov 2011 12:01:15 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/195420801/da-das-Eigentum-nicht-auf-gerechter-Grundlageurn:www-soup-io:1:195420801regularlesenalexis de toucevilleeigentumfrankreichparisrevolution Georg Kreisler. {"tags":["finden","Georg Kreisler"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/veedu1urfjU/\"\u003EGeorg Kreisler.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/veedu1urfjU/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cbr /\u003E\n\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/veedu1urfjU\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><br /> </p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/veedu1urfjU" height="1" width="1" />Wed, 23 Nov 2011 01:34:22 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/195420802/Georg-Kreislerurn:www-soup-io:1:195420802regularfindengeorg kreisler Kritische Bibliothekarinnen und Bibliothekare (kribibi): Es geht weiter! {"tags":["Bibliothekisch","BibliothekarInnen","B\u00fcchereien","kribibi"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/JLFHfqVd7c8/\"\u003EKritische Bibliothekarinnen und Bibliothekare (kribibi): Es geht weiter!\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/JLFHfqVd7c8/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cspan\u003EIn einer Klausur des Arbeitskreises kritischer \u003Ca href=\"http://www.kribibi.org\"\u003EBibliothekarinnen und Bibliothekare (KRIBIBI / www.kribibi.org)\u003C/a\u003E am 05.11.2011 wurde \u00fcber die weitere T\u00e4tigkeit dieses seit mehr als einem Vierteljahrhundert t\u00e4tigen Zusammenschlusses \u00f6sterreichischer BibliothekarInnen beraten und ein neues gesch\u00e4ftsf\u00fchrendes Team gew\u00e4hlt:\u003C/span\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cstrong\u003E\u003Cspan\u003EMaria Binder, Nikolaus Hamann, Ulrike Retschitzegger.\u003C/span\u003E\u003C/strong\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cspan\u003E\u003Cimg title=\"freiheit2.jpg\" class=\"alignleft size-full wp-image-1849\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/freiheit2.jpg\" height=\"225\" alt=\"\" width=\"300\" /\u003EIm Herbst 2012 wird es ein weiteres Seminar (von mittlerweile mehr als f\u00fcnfzig Seminaren) geben. Dessen Vorbereitung liegt in den H\u00e4nden von U. Retschitzegger und N. Hamann.\u003C/span\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cspan\u003EOffen geblieben ist die Frage einer Verj\u00fcngung des Arbeitskreises und einer l\u00e4ngerfristigen Perspektive:\u003C/span\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cspan\u003EKRIBIBI ermutigt daher Kolleginnen und Kollegen aus \u00d6ffentlichen B\u00fcchereien und Wissenschaftlichen Bibliotheken, die sich mit den Zielen des Arbeitskreises identifizieren k\u00f6nnen, zur Beteiligung und Mitarbeit.\u003C/span\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cspan\u003EEbenso sind Themenvorschl\u00e4ge f\u00fcr das n\u00e4chste Seminar sehr willkommen!\u003C/span\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EKontakt:\u003Cbr /\u003E\n\u003Ca href=\"mailto:nikolaus.hamann@gmx.at\"\u003Enikolaus.hamann@gmx.at\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\n\u003Ca href=\"mailto:ulrike.retschitzegger@gmx.at\"\u003Eulrike.retschitzegger@gmx.at\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\n\u003Ca href=\"mailto:maria.binder@gmx.at\"\u003Emaria.binder@gmx.at\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/JLFHfqVd7c8\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><span>In einer Klausur des Arbeitskreises kritischer <a href="http://www.kribibi.org">Bibliothekarinnen und Bibliothekare (KRIBIBI / www.kribibi.org)</a> am 05.11.2011 wurde über die weitere Tätigkeit dieses seit mehr als einem Vierteljahrhundert tätigen Zusammenschlusses österreichischer BibliothekarInnen beraten und ein neues geschäftsführendes Team gewählt:</span></p> <p><strong><span>Maria Binder, Nikolaus Hamann, Ulrike Retschitzegger.</span></strong></p> <p><span><img class="alignleft size-full wp-image-1849" title="freiheit2.jpg" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/freiheit2.jpg" height="225" alt="" width="300" />Im Herbst 2012 wird es ein weiteres Seminar (von mittlerweile mehr als fünfzig Seminaren) geben. Dessen Vorbereitung liegt in den Händen von U. Retschitzegger und N. Hamann.</span></p> <p><span>Offen geblieben ist die Frage einer Verjüngung des Arbeitskreises und einer längerfristigen Perspektive:</span></p> <p><span>KRIBIBI ermutigt daher Kolleginnen und Kollegen aus Öffentlichen Büchereien und Wissenschaftlichen Bibliotheken, die sich mit den Zielen des Arbeitskreises identifizieren können, zur Beteiligung und Mitarbeit.</span></p> <p><span>Ebenso sind Themenvorschläge für das nächste Seminar sehr willkommen!</span></p> <p>Kontakt:<br /> <a href="mailto:nikolaus.hamann@gmx.at">nikolaus.hamann@gmx.at</a><br /> <a href="mailto:ulrike.retschitzegger@gmx.at">ulrike.retschitzegger@gmx.at</a><br /> <a href="mailto:maria.binder@gmx.at">maria.binder@gmx.at</a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/JLFHfqVd7c8" height="1" width="1" />Sun, 20 Nov 2011 18:45:39 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/195420804/Kritische-Bibliothekarinnen-und-Bibliothekare-kribibi-Es-gehturn:www-soup-io:1:195420804regularbibliothekischbibliothekarinnenbüchereienkribibi Die Rote Wut hatte er immer: Franz-Josef Degenhardt. {"tags":["Politkram"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/vly0oulRH44/\"\u003EDie Rote Wut hatte er immer: Franz-Josef Degenhardt.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/vly0oulRH44/","body":"\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDiese rote Wut, die hatte er immer,\u003Cbr /\u003E\nihren Ausbruch hat er blo\u00df meistens vermieden.\u003Cbr /\u003E\nEr ging dann r\u00fcber ins gute Zimmer\u003Cbr /\u003E\nund spielte Revolutionset\u00fcden.\u003Cbr /\u003E\nDann, in den fr\u00fchen f\u00fcnfziger Jahren,\u003Cbr /\u003E\nals die schon wieder beim Aufr\u00fcsten waren,\u003Cbr /\u003E\nan einem Samstag beim Abendgel\u00e4ut,\u003Cbr /\u003E\nda war es dann aber schlie\u00dflich so weit:\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDa hat er das schwarze Piano zerschlagen,\u003Cbr /\u003E\nist losgetrampt, durch Europa gezogen.\u003Cbr /\u003E\nHat gestohlen, gev\u00f6gelt, die Laute geschlagen,\u003Cbr /\u003E\ngesungen, gesoffen, gepr\u00fcgelt, betrogen.\u003Cbr /\u003E\nSaint-Germain-des-Pres, da ist er l\u00e4nger geblieben.\u003Cbr /\u003E\nSartre hatte gerade den Ekel geschrieben.\u003Cbr /\u003E\nEr lebte mit der Nutte Marie-Therese\u003Cbr /\u003E\nund h\u00f6rte sich nachts besoffen an Jazz.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EZur\u00fcck im Deutschland der Naziv\u00e4ter\u003Cbr /\u003E\ntat er das Billigste: Jura studieren.\u003Cbr /\u003E\nAls Illustrierten- und Schulbuchvertreter\u003Cbr /\u003E\nfand er die offenen Hausfrauent\u00fcren.\u003Cbr /\u003E\nBudenzauber im Butzenscheibenst\u00e4dtchen.\u003Cbr /\u003E\nMit einem der-Vater-ist-Amtsrichter-M\u00e4dchen\u003Cbr /\u003E\nzog er am Samstag sogar zur Beicht,\u003Cbr /\u003E\ndann durfte er manchmal \u2013 aber nur leicht.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDann h\u00f6rte er Oskar die Blechtrommel schlagen\u003Cbr /\u003E\nund lie\u00df sich den patzigen Schnauzschnorres stehen.\u003Cbr /\u003E\nFuhr oft mit gebrauchtem 2-CV-Wagen\u003Cbr /\u003E\nzum Schiffbauerdamm, Brechtst\u00fccke sehen.\u003Cbr /\u003E\nEr glaubte an eine Parteikarriere,\u003Cbr /\u003E\nzog sofort nach der Spiegel-Affaire\u003Cbr /\u003E\nals Referendar in die Landeshauptstadt,\u003Cbr /\u003E\nkandidierte dort als Sozialdemokrat.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EWer hat uns verraten, wer hat uns verraten?\u003Cbr /\u003E\nEs stellten sich denen, die wirklich verf\u00fcgen,\u003Cbr /\u003E\nmal wieder zur Verf\u00fcgung Sozialdemokraten.\u003Cbr /\u003E\nDie gro\u00dfe Verf\u00fcgung begann zu siegen.\u003Cbr /\u003E\nUnd weil er noch nicht sehr weit war gekommen,\u003Cbr /\u003E\nhat er das auch sehr ernst genommen,\u003Cbr /\u003E\nund er meinte, er h\u00e4tte sie l\u00e4ngst bestochen.\u003Cbr /\u003E\nDoch die rote Wut kam wieder angekrochen.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDie Pauke vom Neuss hat den Auftakt geschlagen\u003Cbr /\u003E\nzu den sp\u00e4ten sechziger Jahren.\u003Cbr /\u003E\nUnd er sah dann hinter den Barrikaden,\u003Cbr /\u003E\nwie weit die davor schon wieder mal waren:\u003Cbr /\u003E\ndie Sch\u00fcsse auf Dutschke, Bildzeitungshetzen,\u003Cbr /\u003E\nFaschistenfaust hinter Notstandsgesetzen.\u003Cbr /\u003E\nDie Wut wurde klarer und kalt, wurde Ha\u00df.\u003Cbr /\u003E\nHasta la victoria siempre gilt das.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EDem, der uns hier tat aus dem Leben erz\u00e4hlen,\u003Cbr /\u003E\ndem m\u00fc\u00dft man jetzt aber erkl\u00e4ren,\u003Cbr /\u003E\naus der linken Ecke knurren und bellen\u003Cbr /\u003E\ntat noch nie den Klassenfeind st\u00f6ren.\u003Cbr /\u003E\nHassen allein, das wird nicht gen\u00fcgen.\u003Cbr /\u003E\nDer mu\u00df schon mal rauskommen,\u003Cbr /\u003E\nwas tun f\u00fcr das Siegen.\u003Cbr /\u003E\nUnd da gibt es auch viel,\u003Cbr /\u003E\nund da f\u00e4llt schon was ein.\u003Cbr /\u003E\nDas mu\u00df ja nicht gleich ein Warenhaus sein.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EAber merke: Ein Warenhaus anz\u00fcnden\u003Cbr /\u003E\nist immer noch besser, als sich selbst anz\u00fcnden.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/vly0oulRH44\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p></p> <blockquote><p>Diese rote Wut, die hatte er immer,<br /> ihren Ausbruch hat er bloß meistens vermieden.<br /> Er ging dann rüber ins gute Zimmer<br /> und spielte Revolutionsetüden.<br /> Dann, in den frühen fünfziger Jahren,<br /> als die schon wieder beim Aufrüsten waren,<br /> an einem Samstag beim Abendgeläut,<br /> da war es dann aber schließlich so weit:</p> <p>Da hat er das schwarze Piano zerschlagen,<br /> ist losgetrampt, durch Europa gezogen.<br /> Hat gestohlen, gevögelt, die Laute geschlagen,<br /> gesungen, gesoffen, geprügelt, betrogen.<br /> Saint-Germain-des-Pres, da ist er länger geblieben.<br /> Sartre hatte gerade den Ekel geschrieben.<br /> Er lebte mit der Nutte Marie-Therese<br /> und hörte sich nachts besoffen an Jazz.</p> <p>Zurück im Deutschland der Naziväter<br /> tat er das Billigste: Jura studieren.<br /> Als Illustrierten- und Schulbuchvertreter<br /> fand er die offenen Hausfrauentüren.<br /> Budenzauber im Butzenscheibenstädtchen.<br /> Mit einem der-Vater-ist-Amtsrichter-Mädchen<br /> zog er am Samstag sogar zur Beicht,<br /> dann durfte er manchmal – aber nur leicht.</p> <p>Dann hörte er Oskar die Blechtrommel schlagen<br /> und ließ sich den patzigen Schnauzschnorres stehen.<br /> Fuhr oft mit gebrauchtem 2-CV-Wagen<br /> zum Schiffbauerdamm, Brechtstücke sehen.<br /> Er glaubte an eine Parteikarriere,<br /> zog sofort nach der Spiegel-Affaire<br /> als Referendar in die Landeshauptstadt,<br /> kandidierte dort als Sozialdemokrat.</p> <p>Wer hat uns verraten, wer hat uns verraten?<br /> Es stellten sich denen, die wirklich verfügen,<br /> mal wieder zur Verfügung Sozialdemokraten.<br /> Die große Verfügung begann zu siegen.<br /> Und weil er noch nicht sehr weit war gekommen,<br /> hat er das auch sehr ernst genommen,<br /> und er meinte, er hätte sie längst bestochen.<br /> Doch die rote Wut kam wieder angekrochen.</p> <p>Die Pauke vom Neuss hat den Auftakt geschlagen<br /> zu den späten sechziger Jahren.<br /> Und er sah dann hinter den Barrikaden,<br /> wie weit die davor schon wieder mal waren:<br /> die Schüsse auf Dutschke, Bildzeitungshetzen,<br /> Faschistenfaust hinter Notstandsgesetzen.<br /> Die Wut wurde klarer und kalt, wurde Haß.<br /> Hasta la victoria siempre gilt das.</p> <p>Dem, der uns hier tat aus dem Leben erzählen,<br /> dem müßt man jetzt aber erklären,<br /> aus der linken Ecke knurren und bellen<br /> tat noch nie den Klassenfeind stören.<br /> Hassen allein, das wird nicht genügen.<br /> Der muß schon mal rauskommen,<br /> was tun für das Siegen.<br /> Und da gibt es auch viel,<br /> und da fällt schon was ein.<br /> Das muß ja nicht gleich ein Warenhaus sein.</p> <p>Aber merke: Ein Warenhaus anzünden<br /> ist immer noch besser, als sich selbst anzünden.</p></blockquote> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/vly0oulRH44" height="1" width="1" />Mon, 14 Nov 2011 19:57:00 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192953617/Die-Rote-Wut-hatte-er-immer-Franzurn:www-soup-io:1:192953617regularpolitkram “und wenn wir uns täuschten, war unser Irrtum wenigstens ein erhabener” – zum 250. Geburtstag von Filippo Buonarroti {"tags":["finden","Filippo Buonarroti","Frankreich","Gracchus Babeuf","Revolution"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/BrDMUE0K0VE/\"\u003E\u201cund wenn wir uns t\u00e4uschten, war unser Irrtum wenigstens ein erhabener\u201d \u2013 zum 250. Geburtstag von Filippo Buonarroti\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/BrDMUE0K0VE/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg class=\"alignleft\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/buon-1.jpg\" height=\"307\" alt=\"\" width=\"240\" /\u003EHeute w\u00e4re \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Filippo_Buonarroti\"\u003EFilippo Buonarroti\u003C/a\u003E 250 Jahre alt geworden. Dass er tats\u00e4chlich 76 Jahre wurde, grenzt angesichts seines nicht unbewegten Lebens an ein Wunder. Beteiligt an der \u201c\u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rung_der_Gleichen\"\u003EVerschw\u00f6rung der Gleichen\u003C/a\u003E\u201d an der Seite \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_No%C3%ABl_Babeuf\"\u003EBabeufs\u003C/a\u003E und mit diesem vor Gericht gestellt, wurde er zur Deportation verurteilt, Babeuf hingerichtet.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EViele \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Restauration_%28Frankreich%29\"\u003ERestaurations\u003C/a\u003Ejahre sp\u00e4ter, knapp vor der Franz\u00f6sischen \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Julirevolution_von_1830\"\u003EJulirevolution\u003C/a\u003E ver\u00f6ffentlichte er \u201c\u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC02353956 \"\u003EBabeuf und die Verschw\u00f6rung f\u00fcr die Gleichheit\u201d\u003C/a\u003E. Damit brachte er die Prinzipien von Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit des linken Fl\u00fcgels der Franz\u00f6sischen Revolution wieder in Erinnerung und verursachte betr\u00e4chtliche Aha-Erlebnisse\u00a0 unter den radikalen Oppositionellen der \u201c\u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Julimonarchie\"\u003EJulimonarchie\u003C/a\u003E\u201c. Was neben anderen Umst\u00e4nden bekanntlich in die 1848er Revolution m\u00fcndete.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EBuonarroti hat so gesehen als Content-Vermittler zwischen den Generationen zweier Revolutionen fungiert. Daf\u00fcr verdient er einiges Lob und die Wiedergabe der letzten Zeilen seiner Vorrede des erw\u00e4hnten Buches:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EIch wei\u00df wohl, da\u00df die politischen und \u00f6konomischen Grunds\u00e4tze, welche ich entwickeln musste, von vielen verworfen werden; das ist kein Grund, sie nicht zu ver\u00f6ffentlichen; andere angebliche Irrt\u00fcmer sind unbestreitbare Wahrheiten geworden. Gibt es nicht Menschen, die sich blenden lassen durch das Flittergold der zivilisierten Gesellschaft und durch die Systeme derer, die sich anma\u00dfen, die \u00f6ffentliche Meinung zu leiten?\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/buon1.jpg\" height=\"225\" alt=\"\" width=\"322\" /\u003E Sie werden vielleicht die Wichtigkeit dieser Grunds\u00e4tze sch\u00e4tzen und ein wenig Bedauern empfinden in der Erinnerung an die mutigen B\u00fcrger, welche von der Gerechtigkeit dieser Grunds\u00e4tze durchdrungen und stolz darauf, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um sie zu erhalten, sie schlie\u00dflich mit ihrem Blut besiegelten.\u003Cbr /\u003E\nFest mit ihnen verbunden durch die \u00dcbereinstimmung unserer Gef\u00fchle, teilte ich ihre \u00dcberzeugung und ihre Anstrengungen, und wenn wir uns t\u00e4uschten, war unser Irrtum wenigstens ein erhabener; sie hielten daran fest bis zum Tode, und ich, nachdem ich seither und lange Zeit dar\u00fcber nachgedacht habe, ich bin \u00fcberzeugt geblieben, da\u00df diese Gleichheit, welche sie liebten, die einzige geeignete Einrichtung ist, um alle wirklichen M\u00e4ngel auszugleichen, die n\u00fctzlichen Neigungen zum Guten zu leiten, die gef\u00e4hrlichen Leidenschaften zu fesseln und der Gesellschaft eine freie, gl\u00fcckliche, friedliche und dauernde Form zu geben.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/BrDMUE0K0VE\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img class="alignleft" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/buon-1.jpg" height="307" alt="" width="240" />Heute wäre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Filippo_Buonarroti">Filippo Buonarroti</a> 250 Jahre alt geworden. Dass er tatsächlich 76 Jahre wurde, grenzt angesichts seines nicht unbewegten Lebens an ein Wunder. Beteiligt an der “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rung_der_Gleichen">Verschwörung der Gleichen</a>” an der Seite <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_No%C3%ABl_Babeuf">Babeufs</a> und mit diesem vor Gericht gestellt, wurde er zur Deportation verurteilt, Babeuf hingerichtet.</p> <p>Viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Restauration_%28Frankreich%29">Restaurations</a>jahre später, knapp vor der Französischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Julirevolution_von_1830">Julirevolution</a> veröffentlichte er “<a href="http://permalink.obvsg.at/AC02353956 ">Babeuf und die Verschwörung für die Gleichheit”</a>. Damit brachte er die Prinzipien von Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit des linken Flügels der Französischen Revolution wieder in Erinnerung und verursachte beträchtliche Aha-Erlebnisse  unter den radikalen Oppositionellen der “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Julimonarchie">Julimonarchie</a>“. Was neben anderen Umständen bekanntlich in die 1848er Revolution mündete.</p> <p>Buonarroti hat so gesehen als Content-Vermittler zwischen den Generationen zweier Revolutionen fungiert. Dafür verdient er einiges Lob und die Wiedergabe der letzten Zeilen seiner Vorrede des erwähnten Buches:</p> <blockquote><p>Ich weiß wohl, daß die politischen und ökonomischen Grundsätze, welche ich entwickeln musste, von vielen verworfen werden; das ist kein Grund, sie nicht zu veröffentlichen; andere angebliche Irrtümer sind unbestreitbare Wahrheiten geworden. Gibt es nicht Menschen, die sich blenden lassen durch das Flittergold der zivilisierten Gesellschaft und durch die Systeme derer, die sich anmaßen, die öffentliche Meinung zu leiten?<img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/buon1.jpg" height="225" alt="" width="322" /> Sie werden vielleicht die Wichtigkeit dieser Grundsätze schätzen und ein wenig Bedauern empfinden in der Erinnerung an die mutigen Bürger, welche von der Gerechtigkeit dieser Grundsätze durchdrungen und stolz darauf, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um sie zu erhalten, sie schließlich mit ihrem Blut besiegelten.<br /> Fest mit ihnen verbunden durch die Übereinstimmung unserer Gefühle, teilte ich ihre Überzeugung und ihre Anstrengungen, und wenn wir uns täuschten, war unser Irrtum wenigstens ein erhabener; sie hielten daran fest bis zum Tode, und ich, nachdem ich seither und lange Zeit darüber nachgedacht habe, ich bin überzeugt geblieben, daß diese Gleichheit, welche sie liebten, die einzige geeignete Einrichtung ist, um alle wirklichen Mängel auszugleichen, die nützlichen Neigungen zum Guten zu leiten, die gefährlichen Leidenschaften zu fesseln und der Gesellschaft eine freie, glückliche, friedliche und dauernde Form zu geben.</p></blockquote> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/BrDMUE0K0VE" height="1" width="1" />Thu, 10 Nov 2011 23:20:58 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076758/und-wenn-wir-uns-t-uschten-warurn:www-soup-io:1:192076758regularfindenfilippo buonarrotifrankreichgracchus babeufrevolution Die Bibliothek einer Badestadt als Springquell materialistischer Geschichtsauffassung {"tags":["Biblio","lesen","Bibliothek","Karl Marx","Kreuznach"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/jW0Yo0ITu7U/\"\u003EDie Bibliothek einer Badestadt als Springquell materialistischer Geschichtsauffassung\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/jW0Yo0ITu7U/","body":"\u003Cp\u003EDie Flitterwochen von Herrn Carl Marx in \u003Ca href=\"http://www.bad-kreuznach.com/main.htm\"\u003EBad Kreuznach\u003C/a\u003E 1843 waren bekanntlich gepr\u00e4gt von heftiger Lekt\u00fcre und umf\u00e4nglichen Exzerpten, die fast einen ganzen \u003Ca href=\"http://aleph20-prod-sh2.obvsg.at/F/ALC2JPYJTAS9DUPMNABRN96MKVTGGFEM5LXPKQDSS58JGXSMFS-13987?func=item-global\u0026amp;doc_library=AKW01\u0026amp;doc_number=000005461\u0026amp;year=\u0026amp;volume=\u0026amp;sub_library=XAW1\"\u003EMEGA-Band\u003C/a\u003E f\u00fcllten. \u00a0\u003Ca href=\"http://www.dearchiv.de/php/dok.php?archiv=ims\u0026amp;brett=IM1488\u0026amp;fn=ZUSAMM.188\u0026amp;menu=imsinh\"\u003EHarry Schmidtgall\u003C/a\u003E ist der Frage nachgegangen: \u201cWelche Bibliothek benutzte Karl Marx f\u00fcr seine \u2018Kreuznacher Exzerpte?\u2019\u201d und hat im Altbestand der Bibliothek des Kreuznacher Gymnasiums 15 Werke gefunden, die von Marx exzerpiert worden waren. Dazu bemerkt \u003Ca href=\"http://aleph20-prod-sh2.obvsg.at/F/ALC2JPYJTAS9DUPMNABRN96MKVTGGFEM5LXPKQDSS58JGXSMFS-17188?func=item-global\u0026amp;doc_library=AKW01\u0026amp;doc_number=000166658\u0026amp;year=\u0026amp;volume=\u0026amp;sub_library=XAW1\"\u003EHelmut Elsner\u003C/a\u003E:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E Die Kernfrage bleibt aber, ob Marx diese Bibliothek benutzt hat und wie sie ihm zug\u00e4nglich war. Schmidtgall hat mit Hilfe zeitgen\u00f6ssischer B\u00e4derf\u00fchrer belegt, da\u00df eine darin enthaltene \u201cB\u00fcchersammlung\u201d den Badeg\u00e4sten (bzw. \u201cCurfremden\u201d) zug\u00e4nglich war. Es handelt sich um die 1821 vom Kreuznacher Landrat Hout an\u00adgeregte und geforderte \u201cVolksbibliothek*, deren Best\u00e4nde \u00fcberwiegend von dem Kreuznacher \u201cLeseverein\u201d angeschafft worden sind. Bereits ab 1842 gingen B\u00fccher des Lesevereins in den Besitz des Gymnasiums \u00fcber, der Gesamtbestand enthielt 15 von Marx exzerpierte Titel.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E Elsner fragt sich weiters, ob es an solchen Best\u00e4nden interessierte Kreuznacher gegeben haben k\u00f6nnte und vermochte zwei Einwohner auszumachen, welche radikaler Ideen verd\u00e4chtig waren. \u00dcber Kontakte Marxens zu solchen und anderen m\u00f6glichen Gespr\u00e4chspartnern aus dem Ort ist nichts bekannt; allerdings hielt sich \u003Ca href=\"http://books.google.com/books/about/Bettine_von_Arnim_und_Karl_Marx_in_Bad_K.html?id=eLCvGwAACAAJ\"\u003EBettina von Arnim\u003C/a\u003E einige Zeit w\u00e4hrend Marxens Aufenthalt ebenfalls dort auf. \u003Cimg title=\"bkreuzjpg\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1809\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/bkreuzjpg.jpg\" height=\"265\" alt=\"\" width=\"400\" /\u003EEinige Anzeichen weisen auf eine Begegnung hin. Jedenfalls sei dies, wie der Autor des Aufsatzes richtig feststellt, f\u00fcr die Bedeutung der \u201cKreuznacher Exzerpte\u201d irrelevant, und schloss mit einem netten Bibliothekslob:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie Badestadt konnte Marx dank der \u00f6ffentlich zu\u00adg\u00e4nglichen Bibliothek mit ihren historisch-politischen Buchbest\u00e4nden und der auch ausl\u00e4ndische Zeitungen f\u00fchrenden Lesezimmer im Casino mindestens einen Teil des Lesestoffes bieten, mit dem er seine materialistische Geschichts\u00adauffassung auszubilden begann.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/jW0Yo0ITu7U\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Die Flitterwochen von Herrn Carl Marx in <a href="http://www.bad-kreuznach.com/main.htm">Bad Kreuznach</a> 1843 waren bekanntlich geprägt von heftiger Lektüre und umfänglichen Exzerpten, die fast einen ganzen <a href="http://aleph20-prod-sh2.obvsg.at/F/ALC2JPYJTAS9DUPMNABRN96MKVTGGFEM5LXPKQDSS58JGXSMFS-13987?func=item-global&amp;doc_library=AKW01&amp;doc_number=000005461&amp;year=&amp;volume=&amp;sub_library=XAW1">MEGA-Band</a> füllten.  <a href="http://www.dearchiv.de/php/dok.php?archiv=ims&amp;brett=IM1488&amp;fn=ZUSAMM.188&amp;menu=imsinh">Harry Schmidtgall</a> ist der Frage nachgegangen: “Welche Bibliothek benutzte Karl Marx für seine ‘Kreuznacher Exzerpte?’” und hat im Altbestand der Bibliothek des Kreuznacher Gymnasiums 15 Werke gefunden, die von Marx exzerpiert worden waren. Dazu bemerkt <a href="http://aleph20-prod-sh2.obvsg.at/F/ALC2JPYJTAS9DUPMNABRN96MKVTGGFEM5LXPKQDSS58JGXSMFS-17188?func=item-global&amp;doc_library=AKW01&amp;doc_number=000166658&amp;year=&amp;volume=&amp;sub_library=XAW1">Helmut Elsner</a>:</p> <blockquote><p> Die Kernfrage bleibt aber, ob Marx diese Bibliothek benutzt hat und wie sie ihm zugänglich war. Schmidtgall hat mit Hilfe zeitgenössischer Bäderführer belegt, daß eine darin enthaltene “Büchersammlung” den Badegästen (bzw. “Curfremden”) zugänglich war. Es handelt sich um die 1821 vom Kreuznacher Landrat Hout an­geregte und geforderte “Volksbibliothek*, deren Bestände überwiegend von dem Kreuznacher “Leseverein” angeschafft worden sind. Bereits ab 1842 gingen Bücher des Lesevereins in den Besitz des Gymnasiums über, der Gesamtbestand enthielt 15 von Marx exzerpierte Titel.</p></blockquote> <p> Elsner fragt sich weiters, ob es an solchen Beständen interessierte Kreuznacher gegeben haben könnte und vermochte zwei Einwohner auszumachen, welche radikaler Ideen verdächtig waren. Über Kontakte Marxens zu solchen und anderen möglichen Gesprächspartnern aus dem Ort ist nichts bekannt; allerdings hielt sich <a href="http://books.google.com/books/about/Bettine_von_Arnim_und_Karl_Marx_in_Bad_K.html?id=eLCvGwAACAAJ">Bettina von Arnim</a> einige Zeit während Marxens Aufenthalt ebenfalls dort auf. <img class="aligncenter size-full wp-image-1809" title="bkreuzjpg" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/11/bkreuzjpg.jpg" height="265" alt="" width="400" />Einige Anzeichen weisen auf eine Begegnung hin. Jedenfalls sei dies, wie der Autor des Aufsatzes richtig feststellt, für die Bedeutung der “Kreuznacher Exzerpte” irrelevant, und schloss mit einem netten Bibliothekslob:</p> <blockquote><p>Die Badestadt konnte Marx dank der öffentlich zu­gänglichen Bibliothek mit ihren historisch-politischen Buchbeständen und der auch ausländische Zeitungen führenden Lesezimmer im Casino mindestens einen Teil des Lesestoffes bieten, mit dem er seine materialistische Geschichts­auffassung auszubilden begann.</p></blockquote> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/jW0Yo0ITu7U" height="1" width="1" />Tue, 08 Nov 2011 17:36:32 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076761/Die-Bibliothek-einer-Badestadt-als-Springquell-materialistischerurn:www-soup-io:1:192076761regularbibliolesenbibliothekkarl marxkreuznach Privatisierungsdruck: ÖBB auf neuen Wegen {"tags":["Politkram"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/aSLUsSRLJGE/\"\u003EPrivatisierungsdruck: \u00d6BB auf neuen Wegen\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/aSLUsSRLJGE/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/ende.jpg\" alt=\"\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u201eDie \u00d6BB werden durch uns besser. \u003Cspan\u003ESie machen pl\u00f6tzlich Sachen, die sie fr\u00fcher niemals gemacht h\u00e4tten.\u003C/span\u003E\u201c Dabei bezieht sich Wehinger [...] auch darauf, dass \u00d6BB-Chef Christian Kern angek\u00fcndigt hat, \u003Cspan\u003Eeinige Strecken k\u00fcnftig einzustellen\u003C/span\u003E.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/704647/Westbahn_Zugfahren-ist-in-Oesterreich-viel-zu-guenstig?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do\"\u003E\u003Cspan\u003EDarauf\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E haben alle BahnbenutzerInnen wohl schon ewig gewartet. Auch auf Aussagen wie diese:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u201eZugfahren ist in \u00d6sterreich viel zu g\u00fcnstig\u201c, sagt der Westbahn-Chef.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003ESagt wer? Sagt der \u003Ca href=\"http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/wirtschaft/zur-person-stefan-wehinger-48873/index.do\"\u003Eehemalige Vorstand des \u00d6BB-Personenverkehrs, Stefan Wehinger\u003C/a\u003E, der nun zusammen mit dem \u003Ca href=\"http://derstandard.at/1297821775191/Haselsteiner-verteidigt-Bau-Auftraege-aus-autoritaeren-Laendern\"\u003EBautycoon Haselsteiner\u003C/a\u003E ab Dezember eigene Z\u00fcge auf der \u00d6BB-Westbahn-Strecke einsetzen wird. Er w\u00fcrde gerne mehr Strecken befahren, doch k\u00f6nne er kostenm\u00e4\u00dfig mit den \u00d6BB nicht konkurrieren, da diesen externe Kostensteigerungen via Staatsbudget ausgeglichen w\u00fcrden. Das emp\u00f6rt Herrn W.:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EErh\u00f6hen sich beispielsweise die Energiekosten, tr\u00e4gt die Differenz automatisch der Steuerzahler. \u201eDas ist eine schamlose Marktverzerrung\u201c\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://www.iml-online.com/kurse.htm\"\u003E\u003Cimg class=\"alignleft\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/schienenk.jpg\" height=\"180\" alt=\"Foto: Robert Wasinger\" width=\"240\" /\u003E\u003C/a\u003ENicht ganz so steuerzahlerorientiert war Stefan Wehinger allerdings im Jahr 2007, als\u00a0 er namens der \u00d6BB dem \u003Ca href=\"http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/630270/Zog-Hochegger-bei-dubiosem-TelekomAktiendeal-Faeden-\"\u003EHerrn Hochegger\u003C/a\u003E \u2013 ja eben dem \u2013 knapp 200.000 \u20ac hinten hineinschob, weil dieser den von MitarbeiterInnen der \u00d6BB erfundene Bezeichnung \u003Ca href=\"http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/393006_Hochegger-als-Vater-des-OeBB-railjet.html\"\u003E\u201crailjet\u201d flugs als Markennamen registrieren und von der \u00d6BB wieder abkaufen\u003C/a\u003E lie\u00df. Als eine \u003Ca href=\"http://www.peterpilz.at/data_all/Railjet.pdf?PHPSESSID=c5bd7fec716fd720af18381e565bf118\"\u003EInterne Revision der \u00d6BB\u003C/a\u003E diesen Vorgang offen legte, k\u00fcndigte Stefan W. ein Jahr sp\u00e4ter sozusagen freiwillig, nicht ohne sich die Zeit bis zum Ende seines Vertrages \u003Ca href=\"http://www.news.at/articles/0812/30/200570/oebb-vorstand-stefan-wehinger-amtsende-31-maerz-auf-wunsch\"\u003Eabgelten zu lassen\u003C/a\u003E. Inzwischen hat \u003Ca href=\"http://www.peterpilz.at/antwort/2379-0/peter-pilz-tagebuch.htm\"\u003EPeter Pilz eine Strafanzeige gegen den K\u00f6rberlgeldspender\u003C/a\u003E f\u00fcr Hochegger samt \u003Ca href=\"http://www.peterpilz.at/data_all/SVDwehinger.pdf?PHPSESSID=c5bd7fec716fd720af18381e565bf118\"\u003ESachverhaltsdarstellung\u003C/a\u003E erstattet, die Angelegenheit liegt bei der Staatsanwaltschaft.\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u201eDieses System ist ein v\u00f6lliger Schwachsinn\u201c, sagte Stefan Wehinger Donnerstagabend im Rahmen eines Vortrags beim Leitbetriebe Austria Klub in Wien.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EGenau genommen hat er recht. Aber anders.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/aSLUsSRLJGE\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/ende.jpg" alt="" /></p> <blockquote><p>„Die ÖBB werden durch uns besser. <span>Sie machen plötzlich Sachen, die sie früher niemals gemacht hätten.</span>“ Dabei bezieht sich Wehinger [...] auch darauf, dass ÖBB-Chef Christian Kern angekündigt hat, <span>einige Strecken künftig einzustellen</span>.</p></blockquote> <p><a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/704647/Westbahn_Zugfahren-ist-in-Oesterreich-viel-zu-guenstig?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do"><span>Darauf</span></a> haben alle BahnbenutzerInnen wohl schon ewig gewartet. Auch auf Aussagen wie diese:</p> <blockquote><p>„Zugfahren ist in Österreich viel zu günstig“, sagt der Westbahn-Chef.</p></blockquote> <p>Sagt wer? Sagt der <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/wirtschaft/zur-person-stefan-wehinger-48873/index.do">ehemalige Vorstand des ÖBB-Personenverkehrs, Stefan Wehinger</a>, der nun zusammen mit dem <a href="http://derstandard.at/1297821775191/Haselsteiner-verteidigt-Bau-Auftraege-aus-autoritaeren-Laendern">Bautycoon Haselsteiner</a> ab Dezember eigene Züge auf der ÖBB-Westbahn-Strecke einsetzen wird. Er würde gerne mehr Strecken befahren, doch könne er kostenmäßig mit den ÖBB nicht konkurrieren, da diesen externe Kostensteigerungen via Staatsbudget ausgeglichen würden. Das empört Herrn W.:</p> <blockquote><p>Erhöhen sich beispielsweise die Energiekosten, trägt die Differenz automatisch der Steuerzahler. „Das ist eine schamlose Marktverzerrung“</p></blockquote> <p><a href="http://www.iml-online.com/kurse.htm"><img class="alignleft" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/schienenk.jpg" height="180" alt="Foto: Robert Wasinger" width="240" /></a>Nicht ganz so steuerzahlerorientiert war Stefan Wehinger allerdings im Jahr 2007, als  er namens der ÖBB dem <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/630270/Zog-Hochegger-bei-dubiosem-TelekomAktiendeal-Faeden-">Herrn Hochegger</a> – ja eben dem – knapp 200.000 € hinten hineinschob, weil dieser den von MitarbeiterInnen der ÖBB erfundene Bezeichnung <a href="http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/393006_Hochegger-als-Vater-des-OeBB-railjet.html">“railjet” flugs als Markennamen registrieren und von der ÖBB wieder abkaufen</a> ließ. Als eine <a href="http://www.peterpilz.at/data_all/Railjet.pdf?PHPSESSID=c5bd7fec716fd720af18381e565bf118">Interne Revision der ÖBB</a> diesen Vorgang offen legte, kündigte Stefan W. ein Jahr später sozusagen freiwillig, nicht ohne sich die Zeit bis zum Ende seines Vertrages <a href="http://www.news.at/articles/0812/30/200570/oebb-vorstand-stefan-wehinger-amtsende-31-maerz-auf-wunsch">abgelten zu lassen</a>. Inzwischen hat <a href="http://www.peterpilz.at/antwort/2379-0/peter-pilz-tagebuch.htm">Peter Pilz eine Strafanzeige gegen den Körberlgeldspender</a> für Hochegger samt <a href="http://www.peterpilz.at/data_all/SVDwehinger.pdf?PHPSESSID=c5bd7fec716fd720af18381e565bf118">Sachverhaltsdarstellung</a> erstattet, die Angelegenheit liegt bei der Staatsanwaltschaft.</p> <blockquote><p>„Dieses System ist ein völliger Schwachsinn“, sagte Stefan Wehinger Donnerstagabend im Rahmen eines Vortrags beim Leitbetriebe Austria Klub in Wien.</p></blockquote> <p>Genau genommen hat er recht. Aber anders.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/aSLUsSRLJGE" height="1" width="1" />Sat, 29 Oct 2011 17:46:24 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076765/Privatisierungsdruck-BB-auf-neuen-Wegenurn:www-soup-io:1:192076765regularpolitkram Ein kommunistischer Emissär unter den Lappen {"tags":["lesen","1847","Bund der Kommunisten","Kommunismus","Kommunistisches Manifest"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/6tRM14mGVyA/\"\u003EEin kommunistischer Emiss\u00e4r unter den Lappen\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/6tRM14mGVyA/","body":"\u003Cp\u003EGestern gelesen:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003ESeit dem Congre\u00dfschreiben haben wir aus folgenden Orten Nachricht erhalten.\u003Cbr /\u003E\n1. Schweden. Von einem von hier abgeschickten Emiss\u00e4r welcher \u00fcber Helsingoer nach Schweden gegangen war und das Land zu Fu\u00df durchzogen hatte, erhielten wir einen Brief datirt Upsala den 23\u003Csup\u003Eten\u003C/sup\u003E Mai. Derselbe hatte hier in London, da er sonst nichts besa\u00df, sein R\u00e4nzchen mit kommunistischen Flugschriften gef\u00fcllt, u. dieselben gl\u00fccklich \u00fcber die Grenze nach Schweden gebracht. \u2014 Er schreibt uns, er habe in allen St\u00e4dten, wo sich deutsche Arbeiter befinden, dieselben in ihren Ateliers aufgesucht, unsere Schriften unter sie vertheilt u. mit seinen Lehren gro\u00dfen Anklang bei ihnen gefunden. Leider konnte er, da er keine Arbeit fand, nicht lange genug an einem Orte bleiben um Gemeinden zu gr\u00fcnden. \u2014 In Stockholm \u00fcberbrachte er der dortigen Gemeinde, (unserm kommunistischen Vorposten im Norden) die zwei ersten Schreiben der Centralbeh\u00f6rde u. fl\u00f6\u00dften seine Nachrichten den dortigen Br\u00fcdern neuen Muth ein. \u2014 Von Stockholm ging er nach Upsala, von da nach G\u00e4vle, wo er eine Zeitlang arbeitete u. ist jetzt auf dem Wege nach Ume\u00e5 u. (Turn) Torne\u00e5. Ein kommunistischer Emiss\u00e4r unter den Lappen! \u003Csup\u003E1)\u003C/sup\u003E\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cdiv\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/samen1839_s-c-giraud-kl.jpg\" alt=\"\" /\u003E\u003C/div\u003E\n\u003Cp\u003EIn diesem Zusammenhang ist mir auch ein Bild untergekommen, das gerade im Hinblick auf den gelegentlich betont m\u00e4nnlichen\u003Csup\u003E2)\u003C/sup\u003E Blickwinkel der kommunistischen Bundisten von Interesse sein k\u00f6nnte:\u003C/p\u003E\n\u003Cdiv\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/jagd-frauen-maennerkl.jpg\" height=\"260\" alt=\"\" width=\"500\" /\u003E\u003C/div\u003E\n\u003Cdiv\u003E\u201cBei den Lappen nehmen Frauen wie M\u00e4nner an Jagd und Fischfang teil.\u201d Winterliche Jagdszene aus Finnmark. Drei Samen auf Skiern nehmen an der Jagd teil. Eine der drei Personen ist eine Frau. Holzschnitt von Olaus Magnus\u003C/div\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Csup\u003E\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2013\u003Cbr /\u003E\n1)\u003C/sup\u003EErster Vierteljahresbericht der Leitung des Bundes der Kommunisten. London, 14. September 1847, Schreiben von Karl Schapper, Joseph Moll, Henry Bauer. In: \u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC03160748%20\"\u003EAndr\u00e9as, Bert: Gr\u00fcndungsdokumente des Bundes der Kommunisten Juni bis September 1847\u003C/a\u003E, S. 67. (1969)\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Csup\u003E2)\u003C/sup\u003E \u201c\u003Cstrong\u003EWer unm\u00e4nnlich \u2026 handelt, wird \u2026 entfernt oder ausgesto\u00dfen.\u003C/strong\u003E\u201d (Statutenentwurf\u00a0 des ersten Kongresses des Bundes der Kommunisten, 9. Juni 1847. In Andr\u00e9as, Bert, a.a.O., S. 49). Im Endg\u00fcltigen Statut vom 8. Dezember 1848 war dieses \u003Cspan\u003Em\u00e4nnliche \u003C/span\u003EHandeln zwar nicht mehr vonn\u00f6ten, daf\u00fcr wurde aber\u00a0 \u201c\u003Cstrong\u003EJeder Verrat mit Tod bestraft\u003C/strong\u003E\u201c.\u00a0\u00a0 (\u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/AC01575577%20\"\u003EBund der Kommunisten. Dokumente und Materialien 1836-1849\u003C/a\u003E S. 879).\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/6tRM14mGVyA\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Gestern gelesen:</p> <blockquote><p>Seit dem Congreßschreiben haben wir aus folgenden Orten Nachricht erhalten.<br /> 1. Schweden. Von einem von hier abgeschickten Emissär welcher über Helsingoer nach Schweden gegangen war und das Land zu Fuß durchzogen hatte, erhielten wir einen Brief datirt Upsala den 23<sup>ten</sup> Mai. Derselbe hatte hier in London, da er sonst nichts besaß, sein Ränzchen mit kommunistischen Flugschriften gefüllt, u. dieselben glücklich über die Grenze nach Schweden gebracht. — Er schreibt uns, er habe in allen Städten, wo sich deutsche Arbeiter befinden, dieselben in ihren Ateliers aufgesucht, unsere Schriften unter sie vertheilt u. mit seinen Lehren großen Anklang bei ihnen gefunden. Leider konnte er, da er keine Arbeit fand, nicht lange genug an einem Orte bleiben um Gemeinden zu gründen. — In Stockholm überbrachte er der dortigen Gemeinde, (unserm kommunistischen Vorposten im Norden) die zwei ersten Schreiben der Centralbehörde u. flößten seine Nachrichten den dortigen Brüdern neuen Muth ein. — Von Stockholm ging er nach Upsala, von da nach Gävle, wo er eine Zeitlang arbeitete u. ist jetzt auf dem Wege nach Umeå u. (Turn) Torneå. Ein kommunistischer Emissär unter den Lappen! <sup>1)</sup></p></blockquote> <div><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/samen1839_s-c-giraud-kl.jpg" alt="" /></div> <p>In diesem Zusammenhang ist mir auch ein Bild untergekommen, das gerade im Hinblick auf den gelegentlich betont männlichen<sup>2)</sup> Blickwinkel der kommunistischen Bundisten von Interesse sein könnte:</p> <div><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/jagd-frauen-maennerkl.jpg" height="260" alt="" width="500" /></div> <div>“Bei den Lappen nehmen Frauen wie Männer an Jagd und Fischfang teil.” Winterliche Jagdszene aus Finnmark. Drei Samen auf Skiern nehmen an der Jagd teil. Eine der drei Personen ist eine Frau. Holzschnitt von Olaus Magnus</div> <p><sup>——————–<br /> 1)</sup>Erster Vierteljahresbericht der Leitung des Bundes der Kommunisten. London, 14. September 1847, Schreiben von Karl Schapper, Joseph Moll, Henry Bauer. In: <a href="http://permalink.obvsg.at/AC03160748%20">Andréas, Bert: Gründungsdokumente des Bundes der Kommunisten Juni bis September 1847</a>, S. 67. (1969)</p> <p><sup>2)</sup> “<strong>Wer unmännlich … handelt, wird … entfernt oder ausgestoßen.</strong>” (Statutenentwurf  des ersten Kongresses des Bundes der Kommunisten, 9. Juni 1847. In Andréas, Bert, a.a.O., S. 49). Im Endgültigen Statut vom 8. Dezember 1848 war dieses <span>männliche </span>Handeln zwar nicht mehr vonnöten, dafür wurde aber  “<strong>Jeder Verrat mit Tod bestraft</strong>“.   (<a href="http://permalink.obvsg.at/AC01575577%20">Bund der Kommunisten. Dokumente und Materialien 1836-1849</a> S. 879).</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/6tRM14mGVyA" height="1" width="1" />Fri, 28 Oct 2011 19:13:24 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076769/Ein-kommunistischer-Emiss-r-unter-den-Lappenurn:www-soup-io:1:192076769regularlesen1847bund der kommunistenkommunismuskommunistisches manifest … Abschaffung des Eigenthums endigen wird. {"tags":["lesen","1842","Eigentum","Klassenkampf","Paris","Wilhelm Weitling"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/ZosSxlf3e1Y/\"\u003E\u2026 Abschaffung des Eigenthums endigen wird.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/ZosSxlf3e1Y/","body":"\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u003Cimg title=\"weitling\" class=\"alignleft size-full wp-image-1726\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/weitling.jpg\" height=\"209\" alt=\"\" width=\"167\" /\u003EDie Stra\u00dfenschlachten werden sich in einen Guerillakrieg verwandeln. Der Feind wird in allen Winkeln und Orten erscheinen, wo man ihn am wenigsten vermuthet; und diese Art dem Eigenthum den Krieg zu machen, wird f\u00fcr Zuschauer und K\u00e4mpfer einen solchen Reiz haben, da\u00df in kurzer Zeit die gr\u00e4\u00dflichste Anarchie daraus entsteht, welche nur mit der Abschaffung des Eigenthums endigen wird.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Weitling\"\u003EWilhelm Weitlin\u003C/a\u003Eg\u00a0in \u201cDie Bastillen von Paris\u201d 1842\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/ZosSxlf3e1Y\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <blockquote><p><img class="alignleft size-full wp-image-1726" title="weitling" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/weitling.jpg" height="209" alt="" width="167" />Die Straßenschlachten werden sich in einen Guerillakrieg verwandeln. Der Feind wird in allen Winkeln und Orten erscheinen, wo man ihn am wenigsten vermuthet; und diese Art dem Eigenthum den Krieg zu machen, wird für Zuschauer und Kämpfer einen solchen Reiz haben, daß in kurzer Zeit die gräßlichste Anarchie daraus entsteht, welche nur mit der Abschaffung des Eigenthums endigen wird.</p></blockquote> <p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Weitling">Wilhelm Weitlin</a>g in “Die Bastillen von Paris” 1842</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/ZosSxlf3e1Y" height="1" width="1" />Thu, 27 Oct 2011 12:34:09 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076775/Abschaffung-des-Eigenthums-endigen-wirdurn:www-soup-io:1:192076775regularlesen1842eigentumklassenkampfpariswilhelm weitling Innerfamiliäre Arbeitsteilung {"tags":["lesen","1846","Frankreich","Frauen","Klassenkampf","Subsistenzunruhen"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/BFI17vx4qTA/\"\u003EInnerfamili\u00e4re Arbeitsteilung\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/BFI17vx4qTA/","body":"\u003Cp\u003EUnruhen im Pariser Faubourg Saint-Antoine (September/Oktober 1846) \u003Ca href=\"http://www.materialien.org/texte/history/Massenarmut.pdf\"\u003EPDF (S.17) \u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDas Pflaster wird aufgerissen, die \u00f6ffentliche Gasbeleuchtung in der Rue du Faubourg St. Antoine und in den angrenzenden Seitenstra\u00dfen wird systematisch zerst\u00f6rt, und zahlreiche Scheiben gehen zu Bruch, in der H\u00f6he der Rue Lenoir beginnt man mit dem Bau von Barrikaden. \u003Cbr /\u003E\u00bbW\u00e4hrend der ganzen Zeit\u00ab, so berichtet das Arbeiterorgan L\u2019Atelier, \u00bb\u003Cspan\u003Everlangten die Frauen nach Brot, die Arbeiter sangen die Marseillaise, und die Kinder warfen mit Steinen\u003C/span\u003E.\u00ab\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/wombar1848k.jpg\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/BFI17vx4qTA\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Unruhen im Pariser Faubourg Saint-Antoine (September/Oktober 1846) <a href="http://www.materialien.org/texte/history/Massenarmut.pdf">PDF (S.17) </a></p> <blockquote><p>Das Pflaster wird aufgerissen, die öffentliche Gasbeleuchtung in der Rue du Faubourg St. Antoine und in den angrenzenden Seitenstraßen wird systematisch zerstört, und zahlreiche Scheiben gehen zu Bruch, in der Höhe der Rue Lenoir beginnt man mit dem Bau von Barrikaden. <br />»Während der ganzen Zeit«, so berichtet das Arbeiterorgan L’Atelier, »<span>verlangten die Frauen nach Brot, die Arbeiter sangen die Marseillaise, und die Kinder warfen mit Steinen</span>.«</p></blockquote> <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/wombar1848k.jpg" /></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/BFI17vx4qTA" height="1" width="1" />Sun, 23 Oct 2011 19:28:07 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076779/Innerfamili-re-Arbeitsteilungurn:www-soup-io:1:192076779regularlesen1846frankreichfrauenklassenkampfsubsistenzunruhen Unlängst in Frankreich {"tags":["lesen","Politkram","1847","Frankreich","Proletarier","Proteste","Subsistenzunruhen"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/cTHJOhZ660w/\"\u003EUnl\u00e4ngst in Frankreich\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/cTHJOhZ660w/","body":"\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EZusehends hat sich die Spekulation zur beherrschenden Macht \u00fcber die M\u00e4rkte einer Gro\u00dfstadt entwickelt. Die Spekulation, als Herrscherin \u00fcber die Importe schl\u00e4gt die Stadt Lille auf ihrem eigenen Markt; sie wird alle anderen St\u00e4dte, die sie sich aussucht, ebenso schlagen. Eine Stadtverwaltung wird in jedem Fall durch eine allgemeine Hausse \u00fcberfordert sein, die von m\u00e4chtigen Kapitalisten organisiert ist, welche nicht auf der Ebene eines Departements, einer Provinz oder auch nur ganz Frankreichs operieren, sondern im europ\u00e4ischen Ma\u00dfstab.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://fr.wikipedia.org/wiki/La_R%C3%A9forme_%28journal,_1843%29\"\u003ELa R\u00e9forme\u003C/a\u003E, 17. Mai 1847 (gek\u00fcrzt). Zitiert nach Ahlrich Meyer, Die Subsistenzunruhen in Frankreich 1846-47, in: ders., \u003Ca href=\"http://www.materialien.org/texte/history/Meyer.html\"\u003EDie Logik der Revolten\u003C/a\u003E. Studien zur Sozialgeschichte 1789-1848. \u003Ca href=\"http://www.materialien.org/texte/history/Massenarmut.pdf\"\u003EOnline (PDF)\u003C/a\u003E S. 45.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/philipp_hoyoll_sturm_baeckerladenk.jpg\" height=\"339\" alt=\"Philipp Hoyoll - Sturm auf einen B\u00e4ckerladen 1846\" width=\"480\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/cTHJOhZ660w\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <blockquote><p>Zusehends hat sich die Spekulation zur beherrschenden Macht über die Märkte einer Großstadt entwickelt. Die Spekulation, als Herrscherin über die Importe schlägt die Stadt Lille auf ihrem eigenen Markt; sie wird alle anderen Städte, die sie sich aussucht, ebenso schlagen. Eine Stadtverwaltung wird in jedem Fall durch eine allgemeine Hausse überfordert sein, die von mächtigen Kapitalisten organisiert ist, welche nicht auf der Ebene eines Departements, einer Provinz oder auch nur ganz Frankreichs operieren, sondern im europäischen Maßstab.</p></blockquote> <p><a href="http://fr.wikipedia.org/wiki/La_R%C3%A9forme_%28journal,_1843%29">La Réforme</a>, 17. Mai 1847 (gekürzt). Zitiert nach Ahlrich Meyer, Die Subsistenzunruhen in Frankreich 1846-47, in: ders., <a href="http://www.materialien.org/texte/history/Meyer.html">Die Logik der Revolten</a>. Studien zur Sozialgeschichte 1789-1848. <a href="http://www.materialien.org/texte/history/Massenarmut.pdf">Online (PDF)</a> S. 45.</p> <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/philipp_hoyoll_sturm_baeckerladenk.jpg" height="339" alt="Philipp Hoyoll - Sturm auf einen Bäckerladen 1846" width="480" /></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/cTHJOhZ660w" height="1" width="1" />Thu, 20 Oct 2011 23:14:04 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076782/Unl-ngst-in-Frankreichurn:www-soup-io:1:192076782regularlesenpolitkram1847frankreichproletarierprotestesubsistenzunruhen Wer wen? {"tags":["Politkram","China","Klassenkampf"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/AZY9hsQhvW0/\"\u003EWer wen?\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/AZY9hsQhvW0/","body":"\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EB. stapft durch seine Fabrik, vorbei an Arbeitern, die Kunststoffe auf Textilien kleben, an ratternden N\u00e4hmaschinen Taschen zusammenn\u00e4hen. An einem Schwarzen Brett h\u00e4ngt ein kopierter Artikel: \u00bbWie ich ein h\u00f6heres Gehalt verhandele\u00ab.\u003Cbr /\u003E\n\u00bbDie Arbeiter sind so anspruchsvoll geworden\u00ab, seufzt B. \u00bbSie wollen ein gutes Gehalt, gutes Essen, eine sch\u00f6ne Unterkunft, und der Chef soll sie auch nicht beschimpfen. Fr\u00fcher war der Chef der Chef. Inzwischen sind die Arbeiter die Bosse.\u00ab\u003Cbr /\u003E\nDann steigt er in seinen Porsche Cayenne, und es ist unklar, ob er das nun ironisch meint oder ernst.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://www.zeit.de/2011/41/China/komplettansicht\"\u003EDie Zeit 2011/41 \u003C/a\u003E(leicht gek\u00fcrzt)\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003E\u00a0\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EIn unserem Lande ist, was das Eigentumssystem betrifft, die sozialistische Umgestaltung im wesentlichen vollzogen. [...] Der Klassenkampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie, der Klassenkampf zwischen den verschiedenen politischen Kr\u00e4ften und der Klassenkampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie auf ideologischem Gebiet wird noch lange andauern und verwickelt sein und zuweilen sogar sehr scharf werden. Das Proletariat trachtet, die Welt nach seiner eigenen Weltanschauung umzugestalten, und die Bourgeoisie tut das gleiche. In dieser Hinsicht ist die Frage \u201cwer wen?\u201d im Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus immer noch nicht endg\u00fcltig entschieden.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://www.infopartisan.net/archive/maowerke/Mao_Worte_des_Vorsitzenden.htm\"\u003E\u00dcber die richtige Behandlung der Widerspr\u00fcche im Volke (27. Februar 1957)\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/AZY9hsQhvW0\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <blockquote><p>B. stapft durch seine Fabrik, vorbei an Arbeitern, die Kunststoffe auf Textilien kleben, an ratternden Nähmaschinen Taschen zusammennähen. An einem Schwarzen Brett hängt ein kopierter Artikel: »Wie ich ein höheres Gehalt verhandele«.<br /> »Die Arbeiter sind so anspruchsvoll geworden«, seufzt B. »Sie wollen ein gutes Gehalt, gutes Essen, eine schöne Unterkunft, und der Chef soll sie auch nicht beschimpfen. Früher war der Chef der Chef. Inzwischen sind die Arbeiter die Bosse.«<br /> Dann steigt er in seinen Porsche Cayenne, und es ist unklar, ob er das nun ironisch meint oder ernst.</p></blockquote> <p><a href="http://www.zeit.de/2011/41/China/komplettansicht">Die Zeit 2011/41 </a>(leicht gekürzt)</p> <p> </p> <blockquote><p>In unserem Lande ist, was das Eigentumssystem betrifft, die sozialistische Umgestaltung im wesentlichen vollzogen. [...] Der Klassenkampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie, der Klassenkampf zwischen den verschiedenen politischen Kräften und der Klassenkampf zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie auf ideologischem Gebiet wird noch lange andauern und verwickelt sein und zuweilen sogar sehr scharf werden. Das Proletariat trachtet, die Welt nach seiner eigenen Weltanschauung umzugestalten, und die Bourgeoisie tut das gleiche. In dieser Hinsicht ist die Frage “wer wen?” im Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus immer noch nicht endgültig entschieden.</p></blockquote> <p><a href="http://www.infopartisan.net/archive/maowerke/Mao_Worte_des_Vorsitzenden.htm">Über die richtige Behandlung der Widersprüche im Volke (27. Februar 1957)</a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/AZY9hsQhvW0" height="1" width="1" />Tue, 18 Oct 2011 09:09:49 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076788/Wer-wenurn:www-soup-io:1:192076788regularpolitkramchinaklassenkampf Eines Menschen unwürdige Existenz {"tags":["lesen","ArbeiterInnen","Friedrich Engels","Industrialisierung","Marxismus","WeberInnen"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/liiVatJgfPA/\"\u003EEines Menschen unw\u00fcrdige Existenz\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/liiVatJgfPA/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/spinn1.jpg\" alt=\"\" /\u003EIm Zusammenhang mit \u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/akw/AC00259548\"\u003EFr\u00fchsozialismus\u003C/a\u003E, \u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/akw/AC03157353\"\u003EMaschinenst\u00fcrmerei\u003C/a\u003E und der \u201c\u003Ca href=\"http://permalink.obvsg.at/akw/AC03242877\"\u003ELogik der Revolten\u003C/a\u003E\u201d unl\u00e4ngst gelesen: Friedrich Engels\u2019\u00a0 \u003Ca href=\"http://www.mlwerke.de/me/me02/me02_237.htm\"\u003E\u201cLage der arbeitenden Klasse in England\u201d\u003C/a\u003E.\u003Cbr /\u003E\nEr schreibt da \u00fcber die Weber(familien) vor der Einf\u00fchrung der industriell genutzten Maschinen (hervorgehoben nicht im Original):\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie damaligen englischen Industriearbeiter \u2026 f\u00fchlten sich behaglich in ihrem \u003Cspan\u003Estillen Pflanzenleben\u003C/span\u003E und w\u00e4ren ohne die industrielle Revolution nie herausgetreten aus dieser allerdings sehr romantisch-gem\u00fctlichen, aber doch eines Menschen unw\u00fcrdigen Existenz. \u003Cspan\u003ESie waren eben keine Menschen, sondern blo\u00df arbeitende Maschinen\u003C/span\u003E \u2026; die industrielle Revolution hat auch nur die Konsequenz hiervon durchgesetzt, indem sie die Arbeiter vollends zu blo\u00dfen Maschinen machte und ihnen den letzten Rest selbst\u00e4ndiger T\u00e4tigkeit unter den H\u00e4nden wegnahm, \u003Cspan\u003Esie aber eben dadurch zum Denken und zur Forderung einer menschlichen Stellung antrieb\u003C/span\u003E \u2026 die die letzten in der Apathie gegen allgemein menschliche Interessen versunkenen Klassen in den Strudel der Geschichte hineinri\u00df.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EHier scheint mir in einem der fr\u00fchesten Texte des sp\u00e4teren \u003Cspan\u003EMarxismus\u003C/span\u003E bereits die Schiene gelegt zu sein f\u00fcr die sp\u00e4tere Mi\u00dfachtung bis zur Verachtung des \u003Cspan\u003ELandlebens \u003C/span\u003Ebzw. der Bauern, Nebenerwerbsbauern, vorindustriellen ArbeiterInnen, kurz von allen au\u00dfer au\u00dfer dem fabriksm\u00e4\u00dfig organisierten Proletariat. Hierin sind sich deutsche und \u00f6sterreichische Sozialdemokraten, russische Menschewiki und Bolschewiki, egal ob leninistischer, trotzkistischer oder stalinistischer Pr\u00e4gung, ziemlich einig gewesen. Nicht zuf\u00e4llig korrespondiert diese Engelsche Stelle mit der ziemlich zeitgleich durch Marx erfundenen \u003Ca href=\"http://de.wikisource.org/wiki/Zur_Kritik_der_Hegelschen_Rechtsphilosophie._Einleitung\"\u003Ehistorischen Mission der Arbeiterklasse\u003C/a\u003E als \u003Cspan\u003EEmancipator\u003C/span\u003E der Menscheit.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EWobei Engels in den dem obigem Zitat vorhergehenden Abs\u00e4tzen die Lebensbedingungen der vorindustriell Arbeitenden in einer durchaus zwiesp\u00e4ltigen Weise schildert, einerseits als Idylle (die wohl nie so stattgefunden hat), andererseits als gelebte \u003Cem\u003EIdiotie\u003C/em\u003E dieser dem b\u00e4uerlichen Stand noch nahen Weberfamilien. Jedenfalls als Leben in Uneigentlichkeit, als ein Noch-nicht-Mensch-Sein \u003Cspan\u003Eblo\u00df arbeitender Maschinen\u003C/span\u003E. Zwar werden sie durch die Industrialisierung \u003Cspan\u003Evollends zu blo\u00dfen Maschinen\u003C/span\u003E, aber keine apathischen mehr, sondern sie \u003Cspan\u003Estrudeln \u003C/span\u003Esich nun in der \u003Cspan\u003EGeschichte \u003C/span\u003Eab.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EHier der Vorspann zum obigen Zitat, in dem eine Lebensweise heraufbeschworen wird, die menschlichem Ma\u00df verpflichtet scheint, der aber von Engels gleichzeitig die Inh\u00e4renz kulturellen Potentials abgesprochen wird:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/webst11.jpg\" alt=\"\" /\u003EVor der Einf\u00fchrung der Maschinen geschah die Verspinnung und Verwebung der Rohstoffe im Hause des Arbeiters. Frau und T\u00f6chter spannen Garn, das der Mann verwebte oder das sie verkauften, wenn der Familienvater nicht selbst es verarbeitete. Diese Weberfamilien lebten meist auf dem Lande, in der N\u00e4he der St\u00e4dte, und konnten mit ihrem Lohn ganz gut auskommen,\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003ESo kam es, da\u00df der Weber meist imstande war, etwas zur\u00fcckzulegen und sich ein kleines Grundst\u00fcck zu pachten, das er in seinen Mu\u00dfestunden \u2013 und deren hatte er so viele als er wollte, da er weben konnte, wann und wielange er Lust versp\u00fcrte \u2013 bearbeitete. Freilich war er ein schlechter Bauer und betrieb seine Ackerwirtschaft nachl\u00e4ssig und ohne viel reellen Ertrag; aber er war doch wenigstens kein Proletarier, er hatte, wie die Engl\u00e4nder sagen, einen Pfahl in den Boden seines Vaterlandes eingeschlagen, er war ans\u00e4ssig und stand um eine Stufe h\u00f6her in der Gesellschaft als der jetzige englische Arbeiter.\u003Cbr /\u003E\n\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/webst21.jpg\" alt=\"\" /\u003EAuf diese Weise vegetierten die Arbeiter in einer ganz behaglichen Existenz und f\u00fchrten ein rechtschaffenes und geruhiges Leben in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit, ihre materielle Stellung war bei weitem besser als die ihrer Nachfolger; sie brauchten sich nicht zu \u00fcberarbeiten, sie machten nicht mehr, als sie Lust hatten, und verdienten doch, was sie brauchten, sie hatten Mu\u00dfe f\u00fcr gesunde Arbeit in ihrem Garten oder Felde, eine Arbeit, die ihnen selbst schon Erholung war, und konnten au\u00dferdem noch an den Erholungen und Spielen ihrer Nachbarn teilnehmen; und alle diese Spiele, Kegel, Ballspiel usw., trugen zur Erhaltung der Gesundheit und zur Kr\u00e4ftigung ihres K\u00f6rpers bei. Sie waren meist starke, wohlgebaute Leute, in deren K\u00f6rperbildung wenig oder gar kein Unterschied von ihren b\u00e4urischen Nachbarn zu entdecken war. Ihre Kinder wuchsen in der freien Landluft auf, und wenn sie ihren Eltern bei der Arbeit helfen konnten, so kam dies doch nur dann und wann vor, und von einer acht- oder zw\u00f6lfst\u00fcndigen t\u00e4glichen Arbeitszeit war keine Rede.\u003Cbr /\u003E\nWas der moralische und intellektuelle Charakter dieser Klasse war, l\u00e4\u00dft sich erraten.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003ESie konnten selten lesen und noch viel weniger schreiben, gingen regelm\u00e4\u00dfig in die Kirche, politisierten nicht, konspirierten nicht, dachten nicht, erg\u00f6tzten sich an k\u00f6rperlichen \u00dcbungen, h\u00f6rten die Bibel mit angestammter Andacht vorlesen und vertrugen sich bei ihrer anspruchslosen Demut mit den angeseheneren Klassen der Gesellschaft ganz vortrefflich. Daf\u00fcr aber waren sie auch geistig tot, lebten nur f\u00fcr ihre kleinlichen Privatinteressen, f\u00fcr ihren Webstuhl und ihr G\u00e4rtchen und wu\u00dften nichts von der gewaltigen Bewegung, die drau\u00dfen durch die Menschheit ging. Sie f\u00fchlten sich behaglich in ihrem stillen Pflanzenleben \u2026\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/liiVatJgfPA\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/spinn1.jpg" alt="" />Im Zusammenhang mit <a href="http://permalink.obvsg.at/akw/AC00259548">Frühsozialismus</a>, <a href="http://permalink.obvsg.at/akw/AC03157353">Maschinenstürmerei</a> und der “<a href="http://permalink.obvsg.at/akw/AC03242877">Logik der Revolten</a>” unlängst gelesen: Friedrich Engels’  <a href="http://www.mlwerke.de/me/me02/me02_237.htm">“Lage der arbeitenden Klasse in England”</a>.<br /> Er schreibt da über die Weber(familien) vor der Einführung der industriell genutzten Maschinen (hervorgehoben nicht im Original):</p> <blockquote><p>Die damaligen englischen Industriearbeiter … fühlten sich behaglich in ihrem <span>stillen Pflanzenleben</span> und wären ohne die industrielle Revolution nie herausgetreten aus dieser allerdings sehr romantisch-gemütlichen, aber doch eines Menschen unwürdigen Existenz. <span>Sie waren eben keine Menschen, sondern bloß arbeitende Maschinen</span> …; die industrielle Revolution hat auch nur die Konsequenz hiervon durchgesetzt, indem sie die Arbeiter vollends zu bloßen Maschinen machte und ihnen den letzten Rest selbständiger Tätigkeit unter den Händen wegnahm, <span>sie aber eben dadurch zum Denken und zur Forderung einer menschlichen Stellung antrieb</span> … die die letzten in der Apathie gegen allgemein menschliche Interessen versunkenen Klassen in den Strudel der Geschichte hineinriß.</p></blockquote> <p>Hier scheint mir in einem der frühesten Texte des späteren <span>Marxismus</span> bereits die Schiene gelegt zu sein für die spätere Mißachtung bis zur Verachtung des <span>Landlebens </span>bzw. der Bauern, Nebenerwerbsbauern, vorindustriellen ArbeiterInnen, kurz von allen außer außer dem fabriksmäßig organisierten Proletariat. Hierin sind sich deutsche und österreichische Sozialdemokraten, russische Menschewiki und Bolschewiki, egal ob leninistischer, trotzkistischer oder stalinistischer Prägung, ziemlich einig gewesen. Nicht zufällig korrespondiert diese Engelsche Stelle mit der ziemlich zeitgleich durch Marx erfundenen <a href="http://de.wikisource.org/wiki/Zur_Kritik_der_Hegelschen_Rechtsphilosophie._Einleitung">historischen Mission der Arbeiterklasse</a> als <span>Emancipator</span> der Menscheit.</p> <p>Wobei Engels in den dem obigem Zitat vorhergehenden Absätzen die Lebensbedingungen der vorindustriell Arbeitenden in einer durchaus zwiespältigen Weise schildert, einerseits als Idylle (die wohl nie so stattgefunden hat), andererseits als gelebte <em>Idiotie</em> dieser dem bäuerlichen Stand noch nahen Weberfamilien. Jedenfalls als Leben in Uneigentlichkeit, als ein Noch-nicht-Mensch-Sein <span>bloß arbeitender Maschinen</span>. Zwar werden sie durch die Industrialisierung <span>vollends zu bloßen Maschinen</span>, aber keine apathischen mehr, sondern sie <span>strudeln </span>sich nun in der <span>Geschichte </span>ab.</p> <p>Hier der Vorspann zum obigen Zitat, in dem eine Lebensweise heraufbeschworen wird, die menschlichem Maß verpflichtet scheint, der aber von Engels gleichzeitig die Inhärenz kulturellen Potentials abgesprochen wird:</p> <blockquote><p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/webst11.jpg" alt="" />Vor der Einführung der Maschinen geschah die Verspinnung und Verwebung der Rohstoffe im Hause des Arbeiters. Frau und Töchter spannen Garn, das der Mann verwebte oder das sie verkauften, wenn der Familienvater nicht selbst es verarbeitete. Diese Weberfamilien lebten meist auf dem Lande, in der Nähe der Städte, und konnten mit ihrem Lohn ganz gut auskommen,</p></blockquote> <blockquote><p>So kam es, daß der Weber meist imstande war, etwas zurückzulegen und sich ein kleines Grundstück zu pachten, das er in seinen Mußestunden – und deren hatte er so viele als er wollte, da er weben konnte, wann und wielange er Lust verspürte – bearbeitete. Freilich war er ein schlechter Bauer und betrieb seine Ackerwirtschaft nachlässig und ohne viel reellen Ertrag; aber er war doch wenigstens kein Proletarier, er hatte, wie die Engländer sagen, einen Pfahl in den Boden seines Vaterlandes eingeschlagen, er war ansässig und stand um eine Stufe höher in der Gesellschaft als der jetzige englische Arbeiter.<br /> <img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/10/webst21.jpg" alt="" />Auf diese Weise vegetierten die Arbeiter in einer ganz behaglichen Existenz und führten ein rechtschaffenes und geruhiges Leben in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit, ihre materielle Stellung war bei weitem besser als die ihrer Nachfolger; sie brauchten sich nicht zu überarbeiten, sie machten nicht mehr, als sie Lust hatten, und verdienten doch, was sie brauchten, sie hatten Muße für gesunde Arbeit in ihrem Garten oder Felde, eine Arbeit, die ihnen selbst schon Erholung war, und konnten außerdem noch an den Erholungen und Spielen ihrer Nachbarn teilnehmen; und alle diese Spiele, Kegel, Ballspiel usw., trugen zur Erhaltung der Gesundheit und zur Kräftigung ihres Körpers bei. Sie waren meist starke, wohlgebaute Leute, in deren Körperbildung wenig oder gar kein Unterschied von ihren bäurischen Nachbarn zu entdecken war. Ihre Kinder wuchsen in der freien Landluft auf, und wenn sie ihren Eltern bei der Arbeit helfen konnten, so kam dies doch nur dann und wann vor, und von einer acht- oder zwölfstündigen täglichen Arbeitszeit war keine Rede.<br /> Was der moralische und intellektuelle Charakter dieser Klasse war, läßt sich erraten.</p></blockquote> <blockquote><p>Sie konnten selten lesen und noch viel weniger schreiben, gingen regelmäßig in die Kirche, politisierten nicht, konspirierten nicht, dachten nicht, ergötzten sich an körperlichen Übungen, hörten die Bibel mit angestammter Andacht vorlesen und vertrugen sich bei ihrer anspruchslosen Demut mit den angeseheneren Klassen der Gesellschaft ganz vortrefflich. Dafür aber waren sie auch geistig tot, lebten nur für ihre kleinlichen Privatinteressen, für ihren Webstuhl und ihr Gärtchen und wußten nichts von der gewaltigen Bewegung, die draußen durch die Menschheit ging. Sie fühlten sich behaglich in ihrem stillen Pflanzenleben …</p></blockquote> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/liiVatJgfPA" height="1" width="1" />Mon, 17 Oct 2011 10:30:55 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076791/Eines-Menschen-unw-rdige-Existenzurn:www-soup-io:1:192076791regularlesenarbeiterinnenfriedrich engelsindustrialisierungmarxismusweberinnen Wie sich die Wiener SPÖ eine Bücherei krallt. {"tags":["Biblio","B\u00fcchereien Wien","B\u00fcchereien","B\u00fcchereikonzept","Kinderfreunde","Oxonitsch","SP\u00d6","Systemische Korruption","Volkshochschule","Wien"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/j2BTbrAlWl0/\"\u003EWie sich die Wiener SP\u00d6 eine B\u00fccherei krallt.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/j2BTbrAlWl0/","body":"\u003Cp\u003EUnd das geht so: in einem Bezirk wird der bislang recht grindige Platz im Zentrum saniert. Was vorher uninteressant war, wird pl\u00f6tzlich attraktiv. Auch der Standort, der dort seit eh und je befindlichen und erfolgreichen B\u00fccherei wird damit aufgewertet. Es ist zu erwarten, dass daher die Besuche st\u00e4rker steigen werden.\u003Cbr /\u003E\nDieses Potential erkennen auch die SP\u00d6-Organisation \u201c\u003Ca href=\"http://wien.kinderfreunde.at/Bundeslaender/Wien/16/Ottakring\"\u003EKinderfreunde\u003C/a\u003E\u201c, die im Innenhof des zur B\u00fccherei geh\u00f6renden Geb\u00e4udekomplexes einen Indoor-Spielplatz betreiben. Auch die, sagen wir mal, der SP\u00d6 \u00fcberaus nahestehende \u003Ca href=\"http://www.dasrotewien.at/verband-wiener-volksbildung-vwv.html\"\u003EVolkshochschule\u003C/a\u003E im Bezirk zeigt Interesse.\u003Cbr /\u003E\nNur sind keine Lokalit\u00e4ten mehr frei auf diesem Platz.\u003Cbr /\u003E\nDoch der Bezirk ist ein Bezirk mit SP\u00d6-Mehrheit. 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Dieser Stadtrat ist seit wenigen Tagen auch der \u003Ca href=\"http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111009_OTS0024/fuehrungswechsel-bei-den-kinderfreunden\"\u003EBundesvorsitzende des Vereins der Kinderfreunde\u003C/a\u003E\u003Cbr /\u003E\nDie besten Vorausssetzungen also f\u00fcr eine amikale L\u00f6sung:\u003C/p\u003E\n\u003Col\u003E\n\u003Cli\u003EDie B\u00fccherei hat k\u00fcnftig nur noch zwei statt vier Tage offen.\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EIn der Schlie\u00dfzeit wird das Lokal von \u003Cspan\u003EVolkshochschule \u003C/span\u003Eund \u003Cspan\u003EKinderfreunde \u003C/span\u003Ebenutzt.\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EDaf\u00fcr m\u00fcssen einige Regale und damit die darin befindlichen Medien dran glauben.\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EEine Buchr\u00fcckgabeklappe wird auch installiert.\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EKostet ein weiteres Regal.\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003EDer bisherige Buchbestand wird auf Kinderb\u00fccher und Erwachsenenromane eingeschr\u00e4nkt.\u003C/li\u003E\n\u003C/ol\u003E\n\u003Cp\u003EGenannt wird das Ganze \u201cB\u00fccherei-Sharing\u201d. Das bisherige Team der B\u00fccherei wird zus\u00e4tzlich auch noch die zweite B\u00fccherei im Bezirk betreuen, eine andere Form von \u201cSharing\u201d. Genannt wird diese Hin- und Herh\u00fcpferei des Teams \u201cPilot-Projekt\u201d. Die Leiterin hat den Auftrag, ein \u201cRegional-Konzept\u201d zu erstellen. Eines zur Abwicklung der B\u00fcchereien zugunsten von Parteieinrichtungen?\u003Cbr /\u003E\nDenn ganz klar wurde auch mitgeteilt: Wenn die LeserInnen aufgrund der reduzierten \u00d6ffnungstage weniger werden sollten, werde die Zweigstelle endg\u00fcltig gesperrt.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003ESo geht das.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EBisherige Artikel zum Thema:\u003C/p\u003E\n\u003Cul\u003E\n\u003Cli\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/wien-eine-schleichende-eliminierung-von-buchereizweigstellen/\"\u003ESchleichende Eliminierung von B\u00fcchereizweigstellen\u003C/a\u003E\u003C/li\u003E\n\u003Cli\u003E\u003Ca href=\"http://haftgrund.net/pilot-von-ottakring-und-kusch-da-unten/\"\u003EPilot von Ottakring und kusch da unten\u003C/a\u003E\u003C/li\u003E\n\u003C/ul\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/j2BTbrAlWl0\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Und das geht so: in einem Bezirk wird der bislang recht grindige Platz im Zentrum saniert. Was vorher uninteressant war, wird plötzlich attraktiv. Auch der Standort, der dort seit eh und je befindlichen und erfolgreichen Bücherei wird damit aufgewertet. Es ist zu erwarten, dass daher die Besuche stärker steigen werden.<br /> Dieses Potential erkennen auch die SPÖ-Organisation “<a href="http://wien.kinderfreunde.at/Bundeslaender/Wien/16/Ottakring">Kinderfreunde</a>“, die im Innenhof des zur Bücherei gehörenden Gebäudekomplexes einen Indoor-Spielplatz betreiben. Auch die, sagen wir mal, der SPÖ überaus nahestehende <a href="http://www.dasrotewien.at/verband-wiener-volksbildung-vwv.html">Volkshochschule</a> im Bezirk zeigt Interesse.<br /> Nur sind keine Lokalitäten mehr frei auf diesem Platz.<br /> Doch der Bezirk ist ein Bezirk mit SPÖ-Mehrheit. Er ist auch der Stammbezirk des <a href="http://www.wien.gv.at/advuew/internet/AdvPrSrv.asp?Layout=politiker&amp;Type=K&amp;SUCH=H%E4upl%20Michael,%20Dr.&amp;personcd=2004073010475502&amp;SUCHNAME=H%E4upl%20Michael&amp;HIST=&amp;HP=">Bürgermeisters</a> und des für die Büchereien zuständigen <a href="http://www.wien.gv.at/advuew/internet/AdvPrSrv.asp?Layout=politiker&amp;Type=K&amp;SUCH=Oxonitsch%20Christian&amp;personcd=2009032516275061&amp;SUCHNAME=Oxonitsch%20Christian&amp;HIST=&amp;HP=">Stadtrats</a>. Dieser Stadtrat ist seit wenigen Tagen auch der <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111009_OTS0024/fuehrungswechsel-bei-den-kinderfreunden">Bundesvorsitzende des Vereins der Kinderfreunde</a><br /> Die besten Vorausssetzungen also für eine amikale Lösung:</p> <ol> <li>Die Bücherei hat künftig nur noch zwei statt vier Tage offen.</li> <li>In der Schließzeit wird das Lokal von <span>Volkshochschule </span>und <span>Kinderfreunde </span>benutzt.</li> <li>Dafür müssen einige Regale und damit die darin befindlichen Medien dran glauben.</li> <li>Eine Buchrückgabeklappe wird auch installiert.</li> <li>Kostet ein weiteres Regal.</li> <li>Der bisherige Buchbestand wird auf Kinderbücher und Erwachsenenromane eingeschränkt.</li> </ol> <p>Genannt wird das Ganze “Bücherei-Sharing”. Das bisherige Team der Bücherei wird zusätzlich auch noch die zweite Bücherei im Bezirk betreuen, eine andere Form von “Sharing”. Genannt wird diese Hin- und Herhüpferei des Teams “Pilot-Projekt”. Die Leiterin hat den Auftrag, ein “Regional-Konzept” zu erstellen. Eines zur Abwicklung der Büchereien zugunsten von Parteieinrichtungen?<br /> Denn ganz klar wurde auch mitgeteilt: Wenn die LeserInnen aufgrund der reduzierten Öffnungstage weniger werden sollten, werde die Zweigstelle endgültig gesperrt.</p> <p>So geht das.</p> <p>Bisherige Artikel zum Thema:</p> <ul> <li><a href="http://haftgrund.net/wien-eine-schleichende-eliminierung-von-buchereizweigstellen/">Schleichende Eliminierung von Büchereizweigstellen</a></li> <li><a href="http://haftgrund.net/pilot-von-ottakring-und-kusch-da-unten/">Pilot von Ottakring und kusch da unten</a></li> </ul> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/j2BTbrAlWl0" height="1" width="1" />Thu, 13 Oct 2011 09:27:57 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/192076795/Wie-sich-die-Wiener-SP-eine-Burn:www-soup-io:1:192076795regularbibliobüchereien wienbüchereienbüchereikonzeptkinderfreundeoxonitschspÖsystemische korruptionvolkshochschulewien Raxwandern – eine Schilderung. {"tags":["gehen","Rax"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/vzEU_YoJE3M/\"\u003ERaxwandern \u2013 eine Schilderung.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/vzEU_YoJE3M/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/01.jpg\" alt=\"\" /\u003E\u003Cbr /\u003E\n\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/02.jpg\" alt=\"\" /\u003E\u003Cbr /\u003E\n\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/03.jpg\" alt=\"\" /\u003E\u003Cbr /\u003E\n\u003Cimg title=\"05\" class=\"alignright size-full wp-image-1615\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/05.jpg\" height=\"305\" alt=\"\" width=\"488\" /\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/vzEU_YoJE3M\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/01.jpg" alt="" /><br /> <img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/02.jpg" alt="" /><br /> <img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/03.jpg" alt="" /><br /> <img class="alignright size-full wp-image-1615" title="05" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/05.jpg" height="305" alt="" width="488" /></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/vzEU_YoJE3M" height="1" width="1" />Wed, 28 Sep 2011 21:36:02 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/169761458/Raxwandern-eine-Schilderungurn:www-soup-io:1:169761458regulargehenrax 404 Not Found {"tags":[],"type":"link","title":"404 Not Found","source":"http://feeds.delicious.com/v2/rss/haftgrund","body":null} <p><a href="http://feeds.delicious.com/v2/rss/haftgrund">http://feeds.delicious.com/v2/rss/haftgrund</a></p>Sun, 25 Sep 2011 06:45:34 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/167148357/404-Not-Foundurn:www-soup-io:1:167148357link Verbrämung, Vorstufe oder Vorhut? Der Antisemitismus. {"tags":["lesen","Antisemitismus","Eduard Bernstein","Fekter","Sozialdemokratie","SPD"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/W5YHnFij2Io/\"\u003EVerbr\u00e4mung, Vorstufe oder Vorhut? Der Antisemitismus.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/W5YHnFij2Io/","body":"\u003Cp\u003EWenige Tage nach Fekters \u003Ca href=\"http://youtu.be/BkZjyJtK81I\" class=\"liexternal\"\u003Euns\u00e4glichem Gequatsche\u003C/a\u003E, dass die Judenverfolgung in Wahrheit eine \u003Cspan\u003EVerbr\u00e4mung \u003C/span\u003Edes Hasses auf \u201c\u00c4hnliches\u201d wie Banken und Reiche gewesen sei, fand ich zuf\u00e4llig eine erstaunliche Parallele in einer \u003Ca href=\"http://aleph20-prod-acc.obvsg.at/F?func=direct\u0026amp;local_base=ACC01\u0026amp;doc_number=000171943\" class=\"liexternal\"\u003EBiographie \u00fcber Eduard Bernstein\u003C/a\u003E.\u003Cbr /\u003E\nDa ging es um den Kampf der deutschen Sozialdemokratie gegen den von b\u00fcrgerlichen Parteien bewusst forcierten Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts. Das \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/August_Bebel\" class=\"liwikipedia\" rel=\"nofollow\"\u003EAugust Bebel \u003C/a\u003Ezugeschriebene Wort, dass der Antisemitismus \u201cder Sozialismus der dummen Kerle\u201d sei, war Parteimeinung. Allerdings hatte ich dies immer als eine klare, un\u00fcbersteigbare Trennlinie zwischen Sozialdemokraten und Antisemiten, welcher Klassenangeh\u00f6rigkeit auch immer, verstanden. Tats\u00e4chlich wurde dies von den f\u00fchrenden Sozialdemokraten jener Zeit aber anders gesehen. So schrieb Bernstein in einem \u003Ca href=\"http://library.fes.de/cgi-bin/neuzeit.pl?id=07.01413\u0026amp;dok=1892-93b\u0026amp;f=189293b_0228\u0026amp;l=189293b_0237\" class=\"liexternal\"\u003EArtikel in der \u201cNeuen Zeit\u201d 1893\u003C/a\u003E (\u003Cspan\u003Efett \u003C/span\u003Enicht im Original):\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EBei den Massen des Volkes wird der Antisemitismus nur da Anhang gewinnen, wo die Sozialdemokratie noch nicht Licht in die K\u00f6pfe gebracht hat (\u2026) \u003Cspan\u003EEr ist das Zwischenglied\u003C/span\u003E, das sich zwischen Sozialismus und die reaktion\u00e4ren Parteien schiebt \u2013 scheinbar als Damm gegen den ersteren, thats\u00e4chlich \u003Cspan\u003Eals Vorstufe\u003C/span\u003E f\u00fcr denselben.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cdiv\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/bernstein_antisemitismus2.jpg\" alt=\"\" /\u003E\u003C/div\u003E\n\u003Cp\u003EDieser Gedanke, dass Antisemitismus unentwickeltes sozialistisches Bewusstsein sei, wird ungef\u00e4hr zu dieser Zeit auch in einer Parteibrosch\u00fcre ausgef\u00fchrt:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EUnd die \u003Cspan\u003EAntisemiten? \u2026 Sie bilden die Vorhut der Sozialdemokratie,\u003C/span\u003E indem sie in Kreise eindringen, die der letzteren noch nicht zug\u00e4nglich sind. Durch die Behauptung, die Juden seien die Ursache alles sozialen Elendes, veranlassen sie ihre Anh\u00e4nger, \u00fcber diese Ursachen nachzudenken und bewirken dadurch die Entstehung von Klassenbewusstsein in r\u00fcckst\u00e4ndigen Volksschichten.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://search.iisg.nl/search/search?action=transform\u0026amp;col=marc\u0026amp;xsl=marc-detail.xsl\u0026amp;lang=en\u0026amp;docid=10182392_MARC\" class=\"liexternal\"\u003E(Ludwig Knorr, Sozialdemokratischer Katechismus [sic!] f\u00fcr das arbeitende Volk. 1894)\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003ENat\u00fcrlich l\u00e4\u00dft sich diese Illusion der Sozialdemokratie vor \u00fcber 100 Jahren nicht mit der Dummheit von Fekter vergleichen, aber in beiden F\u00e4llen wird von der Annahme ausgegangen, dass sich \u201chinter\u201d dem Antisemitismus etwas anderes verbirgt bzw. das eigentliche Ziel des Angriffs sei. Was bei den Sozialdemokraten ein historischer Irrtum war, ist bei der heutigen Politikerin eine ahistorische Verharmlosung des Antisemitismus.\u003C/p\u003E\n\u003Chr /\u003E\n\u003Cp\u003EDamit nicht mehr im Zusammenhang, aber ebenfalls aufschlussreich: Gut zwanzig Jahre und einen Weltkrieg sp\u00e4ter zeigte sich, dass manche von Bebels \u201cdummen Kerle\u201d sich mit der Zeit zwar der SPD angeschlossen hatten, aber weiter in ihrer geistigen \u201cVorstufe\u201d verharrten. Wobei es sich dabei um hochrangige Parteimitglieder handelte, wie aus der im selben Buch \u00fcber Bernstein behandelten Auseinandersetzung am \u003Cspan\u003ESPD-Parteitag 1919\u003C/span\u003E ersichtlich wird. Bernstein hielt eine Rede, in welcher er sich \u2013 auch als Signal gegen den deutschen Nachkriegsnationalismus \u2013 f\u00fcr eine Annahme des Versailler Vertrags aussprach, sowie das Selbstbestimmungsrecht Elsa\u00df-Lothringens und die Wiederherstellung Polens in den Grenzen vor der 1. Teilung bef\u00fcrwortete. Seine auch heute noch aktuellen Schlussworte waren:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EWir wollen aufr\u00e4umen mit all dem Plunder der alten Diplomatie, des alten Systems. Unsere Au\u00dfenpolitik mu\u00df eine \u003Cspan\u003Er\u00fcckhaltlose internationale Politik\u003C/span\u003E sein. Das wird die beste Politik sein f\u00fcr unser Volk. Es wird die beste Politik sein f\u00fcr Europa, f\u00fcr die gro\u00dfe Familie der V\u00f6lker, der ganzen Kulturwelt.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EZu diesen S\u00e4tzen gab es Beifall, doch ansonsten hagelte es harrsche Kritik von den Parteifreunden, etwa von \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Scheidemann\" class=\"liwikipedia\" rel=\"nofollow\"\u003EScheidemann\u003C/a\u003E, der Bernstein vorwarf, er sei\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003Ein der Beurteilung der Gegner [sic!] geradezu ein Engel der internationalen Gerechtigkeit, aber f\u00fcr die Deutschen ein Advokat des Teufels. Er stellt uns schlimmer dar, als das durch unsere schlimmsten Feinde geschehen k\u00f6nnte.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDas war aber nur ein Vorgeschmack, denn jetzt marschierten die \u201cdummen Kerle\u201d auf. Ein \u003Ca href=\"http://daten.digitale-sammlungen.de/0001/bsb00016318/images/index.html?seite=565\" class=\"liexternal\"\u003E\u003Cspan\u003EAdolf Braun\u003C/span\u003E\u003C/a\u003E\u00a0 griff gleich in die Vollen:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EGenosse Bernstein, Sie m\u00fcssen uns schon gestatten, da\u00df wir Ihnen jetzt einmal ganz offen sagen, was wir von der Art Ihres Wesens denken. Sie m\u00fcssen einmal h\u00f6ren, da\u00df wir Ihnen in der \u003Cspan\u003Etalmudistischen Methode Ihrer Politik\u003C/span\u003E nicht folgen k\u00f6nnen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDer sp\u00e4tere Reichskanzler \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_M%C3%BCller_%28Reichskanzler%29\" class=\"liwikipedia\" rel=\"nofollow\"\u003EHermann M\u00fcller\u003C/a\u003E setzte hinzu:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u2026 Man darf eben nicht alle Dinge unter dem \u003Cspan\u003EGesichtspunkt des Rabbiners von Minsk \u003C/span\u003Ebehandeln, wenn man aktuelle Politik zu machen hat.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EWas waren das f\u00fcr Zeiten gewesen, als die Sozialdemokratie in den 80er Jahren des damals vorigen Jahrhunderts bei den Berliner Kommunalwahlen mit der Nominierung von \u003Ca href=\"http://archiv.spd-berlin.de/geschichte/personen/l-z/singer-paul/\" class=\"liexternal\"\u003EPaul Singer\u003C/a\u003E, einem j\u00fcdischen Kaufmann, offensiv der Hetze getrotzt hatten. Mit Erfolg: Singer wurde in seinem Bezirk mit absoluter Mehrheit gew\u00e4hlt.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EWomit wir wieder in der Gegenwart w\u00e4ren, in der es auch um Hetze gegen Mitmenschen geht und um die Entscheidung der Sozialdemokratie, ob man sich ihr beugen oder gegen sie vorgehen soll.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/W5YHnFij2Io\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>Wenige Tage nach Fekters <a href="http://youtu.be/BkZjyJtK81I" class="liexternal">unsäglichem Gequatsche</a>, dass die Judenverfolgung in Wahrheit eine <span>Verbrämung </span>des Hasses auf “Ähnliches” wie Banken und Reiche gewesen sei, fand ich zufällig eine erstaunliche Parallele in einer <a href="http://aleph20-prod-acc.obvsg.at/F?func=direct&amp;local_base=ACC01&amp;doc_number=000171943" class="liexternal">Biographie über Eduard Bernstein</a>.<br /> Da ging es um den Kampf der deutschen Sozialdemokratie gegen den von bürgerlichen Parteien bewusst forcierten Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts. Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/August_Bebel" class="liwikipedia">August Bebel </a>zugeschriebene Wort, dass der Antisemitismus “der Sozialismus der dummen Kerle” sei, war Parteimeinung. Allerdings hatte ich dies immer als eine klare, unübersteigbare Trennlinie zwischen Sozialdemokraten und Antisemiten, welcher Klassenangehörigkeit auch immer, verstanden. Tatsächlich wurde dies von den führenden Sozialdemokraten jener Zeit aber anders gesehen. So schrieb Bernstein in einem <a href="http://library.fes.de/cgi-bin/neuzeit.pl?id=07.01413&amp;dok=1892-93b&amp;f=189293b_0228&amp;l=189293b_0237" class="liexternal">Artikel in der “Neuen Zeit” 1893</a> (<span>fett </span>nicht im Original):</p> <blockquote><p>Bei den Massen des Volkes wird der Antisemitismus nur da Anhang gewinnen, wo die Sozialdemokratie noch nicht Licht in die Köpfe gebracht hat (…) <span>Er ist das Zwischenglied</span>, das sich zwischen Sozialismus und die reaktionären Parteien schiebt – scheinbar als Damm gegen den ersteren, thatsächlich <span>als Vorstufe</span> für denselben.</p></blockquote> <div><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/bernstein_antisemitismus2.jpg" alt="" /></div> <p>Dieser Gedanke, dass Antisemitismus unentwickeltes sozialistisches Bewusstsein sei, wird ungefähr zu dieser Zeit auch in einer Parteibroschüre ausgeführt:</p> <blockquote><p>Und die <span>Antisemiten? … Sie bilden die Vorhut der Sozialdemokratie,</span> indem sie in Kreise eindringen, die der letzteren noch nicht zugänglich sind. Durch die Behauptung, die Juden seien die Ursache alles sozialen Elendes, veranlassen sie ihre Anhänger, über diese Ursachen nachzudenken und bewirken dadurch die Entstehung von Klassenbewusstsein in rückständigen Volksschichten.</p></blockquote> <p><a href="http://search.iisg.nl/search/search?action=transform&amp;col=marc&amp;xsl=marc-detail.xsl&amp;lang=en&amp;docid=10182392_MARC" class="liexternal">(Ludwig Knorr, Sozialdemokratischer Katechismus [sic!] für das arbeitende Volk. 1894)</a></p> <p>Natürlich läßt sich diese Illusion der Sozialdemokratie vor über 100 Jahren nicht mit der Dummheit von Fekter vergleichen, aber in beiden Fällen wird von der Annahme ausgegangen, dass sich “hinter” dem Antisemitismus etwas anderes verbirgt bzw. das eigentliche Ziel des Angriffs sei. Was bei den Sozialdemokraten ein historischer Irrtum war, ist bei der heutigen Politikerin eine ahistorische Verharmlosung des Antisemitismus.</p> <hr /> <p>Damit nicht mehr im Zusammenhang, aber ebenfalls aufschlussreich: Gut zwanzig Jahre und einen Weltkrieg später zeigte sich, dass manche von Bebels “dummen Kerle” sich mit der Zeit zwar der SPD angeschlossen hatten, aber weiter in ihrer geistigen “Vorstufe” verharrten. Wobei es sich dabei um hochrangige Parteimitglieder handelte, wie aus der im selben Buch über Bernstein behandelten Auseinandersetzung am <span>SPD-Parteitag 1919</span> ersichtlich wird. Bernstein hielt eine Rede, in welcher er sich – auch als Signal gegen den deutschen Nachkriegsnationalismus – für eine Annahme des Versailler Vertrags aussprach, sowie das Selbstbestimmungsrecht Elsaß-Lothringens und die Wiederherstellung Polens in den Grenzen vor der 1. Teilung befürwortete. Seine auch heute noch aktuellen Schlussworte waren:</p> <blockquote><p>Wir wollen aufräumen mit all dem Plunder der alten Diplomatie, des alten Systems. Unsere Außenpolitik muß eine <span>rückhaltlose internationale Politik</span> sein. Das wird die beste Politik sein für unser Volk. Es wird die beste Politik sein für Europa, für die große Familie der Völker, der ganzen Kulturwelt.</p></blockquote> <p>Zu diesen Sätzen gab es Beifall, doch ansonsten hagelte es harrsche Kritik von den Parteifreunden, etwa von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Scheidemann" class="liwikipedia">Scheidemann</a>, der Bernstein vorwarf, er sei</p> <blockquote><p>in der Beurteilung der Gegner [sic!] geradezu ein Engel der internationalen Gerechtigkeit, aber für die Deutschen ein Advokat des Teufels. Er stellt uns schlimmer dar, als das durch unsere schlimmsten Feinde geschehen könnte.</p></blockquote> <p>Das war aber nur ein Vorgeschmack, denn jetzt marschierten die “dummen Kerle” auf. Ein <a href="http://daten.digitale-sammlungen.de/0001/bsb00016318/images/index.html?seite=565" class="liexternal"><span>Adolf Braun</span></a>  griff gleich in die Vollen:</p> <blockquote><p>Genosse Bernstein, Sie müssen uns schon gestatten, daß wir Ihnen jetzt einmal ganz offen sagen, was wir von der Art Ihres Wesens denken. Sie müssen einmal hören, daß wir Ihnen in der <span>talmudistischen Methode Ihrer Politik</span> nicht folgen können.</p></blockquote> <p>Der spätere Reichskanzler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_M%C3%BCller_%28Reichskanzler%29" class="liwikipedia">Hermann Müller</a> setzte hinzu:</p> <blockquote><p>… Man darf eben nicht alle Dinge unter dem <span>Gesichtspunkt des Rabbiners von Minsk </span>behandeln, wenn man aktuelle Politik zu machen hat.</p></blockquote> <p>Was waren das für Zeiten gewesen, als die Sozialdemokratie in den 80er Jahren des damals vorigen Jahrhunderts bei den Berliner Kommunalwahlen mit der Nominierung von <a href="http://archiv.spd-berlin.de/geschichte/personen/l-z/singer-paul/" class="liexternal">Paul Singer</a>, einem jüdischen Kaufmann, offensiv der Hetze getrotzt hatten. Mit Erfolg: Singer wurde in seinem Bezirk mit absoluter Mehrheit gewählt.</p> <p>Womit wir wieder in der Gegenwart wären, in der es auch um Hetze gegen Mitmenschen geht und um die Entscheidung der Sozialdemokratie, ob man sich ihr beugen oder gegen sie vorgehen soll.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/W5YHnFij2Io" height="1" width="1" />Sat, 24 Sep 2011 19:12:21 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/166919102/Verbr-mung-Vorstufe-oder-Vorhut-Der-Antisemitismusurn:www-soup-io:1:166919102regularlesenantisemitismuseduard bernsteinfektersozialdemokratiespd Ziemlich fies – als die “Times” zum ersten Mal mit der Zylinderschnellpresse gedruckt wurde. {"tags":["lesen","Industrialisierung","Kapitalismus","Maschinensturm","Times (Zeitung)"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/AvR7CBB6VJo/\"\u003EZiemlich fies \u2013 als die \u201cTimes\u201d zum ersten Mal mit der Zylinderschnellpresse gedruckt wurde.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/AvR7CBB6VJo/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/pressek.jpg\" alt=\"\" /\u003EGrad gelesen: Nach seiner Erfindung der Zylinderschnellpresse gelang es \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Koenig\" class=\"liwikipedia\" rel=\"nofollow\"\u003EFriedrich Koenig\u003C/a\u003E den Besitzer der \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/The_Times\" class=\"liwikipedia\" rel=\"nofollow\"\u003E\u201cTimes\u201d\u003C/a\u003E als Abnehmer zu gewinnen:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EAm Abend des 28. November 1814 war es so weit. Den Druckern im Pressensaal der \u2018Times\u2019 ging die Weisung zu, \u201cbis auf weiteres mit dem Einheben der Zeitungsformen zu warten, das Eintreffen h\u00f6chst wichtiger Nachrichten vom Kontinent stehe in Aussicht.\u201d\u003Cbr /\u003E\nInzwischen lie\u00df man Koenigs dampfbetriebene Presse im Nebengeb\u00e4ude anlaufen, und am n\u00e4chsten Morgen lag die erste maschinengedruckte Nummer der \u2018Times\u2019 vor. Um sechs Uhr in der Fr\u00fche betrat \u003Ca href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/John_Walter_%28der_J%C3%BCngere%29\" class=\"liwikipedia\" rel=\"nofollow\"\u003EJohn Walter\u003C/a\u003E, der Besitzer d\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/arbeiterkl.jpg\" alt=\"\" /\u003Eer \u2018Times\u2019, den Saal, in dem die Drucker noch immer auf die \u201cwichtige Nachricht\u201d warteten. Die schon gedruckte Ausgabe in der Hand, verk\u00fcndete er ihnen, \u201csie k\u00f6nnten jetzt nach Hause gehen, denn die Zeitung sei bereits auf ihren neuen, gl\u00fccklich vollendeten Maschinen mit Hilfe des Dampfes fertig gedruckt.\u201d\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EQuelle: \u003Ca href=\"http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=3702\" class=\"liexternal\"\u003EMichael Spehr, Maschinensturm. Protest und Widerstand gegen technische Neuerungen am Anfang der Industrialisierung\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/AvR7CBB6VJo\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/pressek.jpg" alt="" />Grad gelesen: Nach seiner Erfindung der Zylinderschnellpresse gelang es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Koenig" class="liwikipedia">Friedrich Koenig</a> den Besitzer der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Times" class="liwikipedia">“Times”</a> als Abnehmer zu gewinnen:</p> <blockquote><p>Am Abend des 28. November 1814 war es so weit. Den Druckern im Pressensaal der ‘Times’ ging die Weisung zu, “bis auf weiteres mit dem Einheben der Zeitungsformen zu warten, das Eintreffen höchst wichtiger Nachrichten vom Kontinent stehe in Aussicht.”<br /> Inzwischen ließ man Koenigs dampfbetriebene Presse im Nebengebäude anlaufen, und am nächsten Morgen lag die erste maschinengedruckte Nummer der ‘Times’ vor. Um sechs Uhr in der Frühe betrat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Walter_%28der_J%C3%BCngere%29" class="liwikipedia">John Walter</a>, der Besitzer d<img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/arbeiterkl.jpg" alt="" />er ‘Times’, den Saal, in dem die Drucker noch immer auf die “wichtige Nachricht” warteten. Die schon gedruckte Ausgabe in der Hand, verkündete er ihnen, “sie könnten jetzt nach Hause gehen, denn die Zeitung sei bereits auf ihren neuen, glücklich vollendeten Maschinen mit Hilfe des Dampfes fertig gedruckt.”</p></blockquote> <p>Quelle: <a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=3702" class="liexternal">Michael Spehr, Maschinensturm. Protest und Widerstand gegen technische Neuerungen am Anfang der Industrialisierung</a></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/AvR7CBB6VJo" height="1" width="1" />Thu, 22 Sep 2011 15:13:28 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/165603001/Ziemlich-fies-als-die-Times-zum-erstenurn:www-soup-io:1:165603001regularlesenindustrialisierungkapitalismusmaschinensturmtimes (zeitung) ein schmieriges Buch aus der Leihbibliothek {"tags":["lesen","B\u00fcchereien","Friedrich Engels"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/KR8WJhZ2KJE/\"\u003Eein schmieriges Buch aus der Leihbibliothek\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/KR8WJhZ2KJE/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/les.jpg\" alt=\"\" /\u003E\u00dcber seinen 15j\u00e4hrigen Sohn schrieb ein besorgter Vater an seine Frau:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EFriedrich hat mittelm\u00e4\u00dfige Zeugnisse in voriger Woche gebracht. Im \u00c4u\u00dfern ist er, wie du wei\u00dft, manierlicher geworden, aber trotz der fr\u00fchern strengen Z\u00fcchtigungen scheint er, selbst aus Furcht vor Strafe, keinen unbedingten Gehorsam zu lernen. So hatte ich heute wieder den Kummer, ein schmieriges Buch aus einer Leihbibliothek, eine Rittergeschichte aus dem 13. Jahrhundert, in seinem Sekret\u00e4r zu finden \u2026 Gott wolle sein Gem\u00fct bewahren, oft wird mir bange um den \u00fcbrigens trefflichen Jungen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDen Hang zu unangemessener Lekt\u00fcre behielt der \u201c\u003Ca href=\"http://www.geo.de/GEO/fotografie/52516.html?t=img\u0026amp;p=7\" class=\"liexternal\"\u003Etreffliche Junge\u003C/a\u003E\u201d zwar, aber ansonsten hat er seinem Nachnamen durchaus Ehre gemacht, wer schon \u00fcbernimmt freiwillig \u00f6ffentlich die Vaterschaft f\u00fcr das Seitensprungergebnis seines Freundes?\u003C/p\u003E\n\u003Cdiv\u003E(\u003Ca href=\"http://www.perlentaucher.de/buch/5555.html\" class=\"liexternal\"\u003EQuelle\u003C/a\u003E)\u003C/div\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/KR8WJhZ2KJE\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/les.jpg" alt="" />Über seinen 15jährigen Sohn schrieb ein besorgter Vater an seine Frau:</p> <blockquote><p>Friedrich hat mittelmäßige Zeugnisse in voriger Woche gebracht. Im Äußern ist er, wie du weißt, manierlicher geworden, aber trotz der frühern strengen Züchtigungen scheint er, selbst aus Furcht vor Strafe, keinen unbedingten Gehorsam zu lernen. So hatte ich heute wieder den Kummer, ein schmieriges Buch aus einer Leihbibliothek, eine Rittergeschichte aus dem 13. Jahrhundert, in seinem Sekretär zu finden … Gott wolle sein Gemüt bewahren, oft wird mir bange um den übrigens trefflichen Jungen.</p></blockquote> <p>Den Hang zu unangemessener Lektüre behielt der “<a href="http://www.geo.de/GEO/fotografie/52516.html?t=img&amp;p=7" class="liexternal">treffliche Junge</a>” zwar, aber ansonsten hat er seinem Nachnamen durchaus Ehre gemacht, wer schon übernimmt freiwillig öffentlich die Vaterschaft für das Seitensprungergebnis seines Freundes?</p> <div>(<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/5555.html" class="liexternal">Quelle</a>)</div> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/KR8WJhZ2KJE" height="1" width="1" />Tue, 20 Sep 2011 16:11:52 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/164242826/ein-schmieriges-Buch-aus-der-Leihbibliothekurn:www-soup-io:1:164242826regularlesenbüchereienfriedrich engels Wem seiner ist länger? {"tags":["lesen","Lenin","Marx. Engels","MEGA"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/X7-9xT4e1qs/\"\u003EWem seiner ist l\u00e4nger?\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/X7-9xT4e1qs/","body":"\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/buchstoss.gif\" alt=\"\" /\u003EDiese Frage stellt sich nicht mehr. Zumindest nicht f\u00fcr die HerausgeberInnen der neuen \u003Ca href=\"http://www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte/mega/de/blanko.2005-02-25.3081521366\" class=\"liexternal\"\u003EMarx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA)\u003C/a\u003E, welche von der \u201cInternationalen Marx-Engels-Stiftung\u201d in Amsterdam herausgegeben wird:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EF\u00fcr alle vier Abteilungen der MEGA wurde davon ausgegangen, da\u00df es nicht um eine K\u00fcrzung um der K\u00fcrzung willen gehen k\u00f6nne. Ebenso absurd, wie das einst den Wissenschaftlern an den beiden IML vorgehaltene Argument, \u003Cspan\u003Eda\u00df eine Marx-Engels-Ausgabe doch nicht mehr B\u00e4nde z\u00e4hlen k\u00f6nnte als eine Lenin-Ausgabe\u003C/span\u003E, w\u00e4re heute die Forderung, da\u00df der Umfang der MEGA nicht den der Schleiermacher-, der Max-Weber- oder sonst einer Gesamtausgabe \u00fcberschreiten d\u00fcrfte.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cdiv\u003E\u003Cimg class=\"alignleft\" src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/parisermanuskriptefaksimilekl.jpg\" alt=\"\" /\u003E\u003C/div\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/X7-9xT4e1qs\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/buchstoss.gif" alt="" />Diese Frage stellt sich nicht mehr. Zumindest nicht für die HerausgeberInnen der neuen <a href="http://www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte/mega/de/blanko.2005-02-25.3081521366" class="liexternal">Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA)</a>, welche von der “Internationalen Marx-Engels-Stiftung” in Amsterdam herausgegeben wird:</p> <blockquote><p>Für alle vier Abteilungen der MEGA wurde davon ausgegangen, daß es nicht um eine Kürzung um der Kürzung willen gehen könne. Ebenso absurd, wie das einst den Wissenschaftlern an den beiden IML vorgehaltene Argument, <span>daß eine Marx-Engels-Ausgabe doch nicht mehr Bände zählen könnte als eine Lenin-Ausgabe</span>, wäre heute die Forderung, daß der Umfang der MEGA nicht den der Schleiermacher-, der Max-Weber- oder sonst einer Gesamtausgabe überschreiten dürfte.</p></blockquote> <div><img class="alignleft" src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/parisermanuskriptefaksimilekl.jpg" alt="" /></div> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/X7-9xT4e1qs" height="1" width="1" />Mon, 19 Sep 2011 11:51:23 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/163670786/Wem-seiner-ist-l-ngerurn:www-soup-io:1:163670786regularlesenleninmarx. engelsmega Schwarze Büchereipädagogik meets Offenen Bücherschrank {"tags":["Biblio","B\u00fcchereien","B\u00fcchereikonzept","Christliche Werte","Offener B\u00fccherschrank"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/zuHZQDQ2kH8/\"\u003ESchwarze B\u00fcchereip\u00e4dagogik meets Offenen B\u00fccherschrank\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/zuHZQDQ2kH8/","body":"\u003Cp\u003E\u003Ca href=\"http://www.ngz-online.de/kaarst/nachrichten/buechereien-gegen-offenen-buecherschrank-1.1972940\" class=\"liexternal\"\u003EKaarst: B\u00fcchereien gegen \u201coffenen B\u00fccherschrank\u201d | NGZ-Online\u003C/a\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDer RWE-Konzern hat der Stadt Kaarst angeboten, ihr vier Jahre lang einen \u00f6ffentlichen, f\u00fcr jeden zug\u00e4nglichen B\u00fccherschrank zu sponsern und die Wartungskosten zu \u00fcbernehmen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/buchbox.jpg\" alt=\"\" /\u003EEin weiterer Antrag zur Errichtung eines Offenen B\u00fccherschranks durch einen Verein liegt ebenfalls im Stadtrat. Im RWE-Angebot w\u00e4re die kostenlose Betreuung durch einen \u00f6rtlichen Buchh\u00e4ndler enthalten. Doch es gibt Gegenstimmen (\u003Cspan\u003Efett \u003C/span\u003Enicht im Original):\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie Leitungen der Kaarster B\u00fcchereien haben sich gegen den \u201coffenen B\u00fccherschrank\u201d ausgesprochen, weil \u201cin jedem Stadtteil, au\u00dfer in Driesch, eine oder sogar zwei B\u00fcchereien vorhanden sind\u201d. Der Verein \u201cAnthemon K 51\u2033, hei\u00dft es in einem Schreiben an Kulturmanager Klaus Stevens weiter, sei bislang auch niemandem bekannt. \u003Cspan\u003EMan bef\u00fcrchte, dass ein \u00f6ffentlicher B\u00fccherschrank zur Weitergabe von fragw\u00fcrdigem Gedankengut missbraucht werden k\u00f6nnte\u003C/span\u003E.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDem Ausdruck der Sorge um die Versorgung der Kaarster Bev\u00f6lkerung mit ausschlie\u00dflich \u003Cspan\u003Eunfragw\u00fcrdigem Gedankengut\u003C/span\u003E wird ein n\u00fctzlicher Hinweis auf Geb\u00fchren und \u003Cspan\u003Ep\u00e4dagogische Funktion\u003C/span\u003E des Kaarster B\u00fcchereienverbunds hinzugef\u00fcgt:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDie Kosten f\u00fcr das Ausleihen eines Buches in einer der Kaarster B\u00fcchereien seien mit 20 Cent f\u00fcr vier Wochen \u201cnicht der Rede wert\u201d und \u003Cspan\u003Edienten zudem als Erziehungsma\u00dfnahme\u003C/span\u003E f\u00fcr Kinder und Jugendliche nach dem Motto: \u003Cspan\u003E\u201cAuf Dinge, f\u00fcr die ich bezahle, passe ich besser auf\u201d\u003C/span\u003E.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EDer \u201cKaarster B\u00fcchereienverbund\u201d umfasst laut \u003Ca href=\"http://www.kaarst.de/C125707B002A6821/html/C6794332ABDCEF02C12570C9004EC8CE?opendocument\u0026amp;nid1=12172\" class=\"liexternal\"\u003EStadt-Homepage\u003C/a\u003E 7 B\u00fcchereien mit \u00e4u\u00dferst bescheidenen \u00d6ffnungszeiten in einer Stadt mit 42.000 Ew.\u003Cbr /\u003E\nAb 2006 trugen die Bist\u00fcmer die Betriebskosten f\u00fcr die B\u00fcchereien nicht mehr, wie aus einem Artikel der \u003Ca href=\"http://www.ngz-online.de/kaarst/nachrichten/mehr-geld-fuer-die-buechereien-1.162438\" class=\"liexternal\"\u003ENGZ-Online\u003C/a\u003E hervorgeht. Woraufhin die Stadt den j\u00e4hrlichen Zuschuss von 17.900 auf 25.000 \u20ac erh\u00f6hte.\u003Cbr /\u003E\nIm Kulturausschuss wurde damals darauf hingewiesen, dass die B\u00fcchereien gut seien und trotz erh\u00f6hten Zuschusses \u201c\u003Cspan\u003Eg\u00fcnstig wie sonst nirgendwo\u003C/span\u003E.\u201d\u003Cbr /\u003E\nIn zwei Stellungnahmen werden die Komponenten \u003Cspan\u003Eengagiert \u0026amp; billig\u003C/span\u003E\u00a0 auf den Punkt gebracht:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003ELieselotte Schwabe (CDU) lobte das Engagement der \u003Cspan\u003EEhrenamtler\u003C/span\u003E um Annette Jung als Leiterin des B\u00fcchereisystems. Und die Kulturausschuss-Vorsitzende Dagmar Treger (CDU) gestand: \u003Cspan\u003E\u201eWir sind froh, dass wir keine st\u00e4dtische B\u00fccherei vorhalten m\u00fcssen.\u201c\u003C/span\u003E\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003E\u003Cimg src=\"http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/christlichewerte.jpg\" alt=\"\" /\u003EInteressant an der Auseinandersetzung um den frei zug\u00e4nglichen B\u00fccherschrank ist, dass die B\u00fcchereien durch ihn eine Konkurrenz f\u00fcrchten, w\u00e4hrend der Buchh\u00e4ndler, der hier viel eher eine reale Konkurrenz zu f\u00fcrchten h\u00e4tte, im Gegenteil das Projekt unterst\u00fctzt und die ehrenamtliche Betreuung der \u201cStahlbox\u201d \u00fcbernehmen w\u00fcrde.\u003C/p\u003E\n\u003Cp\u003EWie es scheint, d\u00fcrfte es sich aber eher um eine Konkurrenz um den \u003Cspan\u003Egedankengutlichen\u003C/span\u003E Einfluss auf die Kaarstner Seelen handeln, wie auch aus dem Bekenntnis einer langj\u00e4hrigen \u003Ca href=\"http://www.ngz-online.de/kaarst/nachrichten/bibliothekarin-aus-leidenschaft-1.316947\" class=\"liexternal\"\u003E\u201cBibliothekarin aus Leidenschaft\u201d\u003C/a\u003E zu entnehmen ist:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003E\u201cGemeinde findet auch in der B\u00fccherei statt\u201d, sagt sie, \u201cdoch wir sind nicht verstaubt und bieten neben der nat\u00fcrlich vorhandenen christlichen Literatur auch weltliche an\u201d.\u003Cbr /\u003E\nDer Glaube ist f\u00fcr Ingrid Gartmann, die ihre Kinder christlich erzogen hat, der enge Bezug zur Familie. \u201cIch stehe der Gemeinde zur Verf\u00fcgung und vermittele mit der Literatur, die hier zur Verf\u00fcgung steht, auch christliche Werte.\u201d\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/zuHZQDQ2kH8\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p><a href="http://www.ngz-online.de/kaarst/nachrichten/buechereien-gegen-offenen-buecherschrank-1.1972940" class="liexternal">Kaarst: Büchereien gegen “offenen Bücherschrank” | NGZ-Online</a></p> <blockquote><p>Der RWE-Konzern hat der Stadt Kaarst angeboten, ihr vier Jahre lang einen öffentlichen, für jeden zugänglichen Bücherschrank zu sponsern und die Wartungskosten zu übernehmen.</p></blockquote> <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/buchbox.jpg" alt="" />Ein weiterer Antrag zur Errichtung eines Offenen Bücherschranks durch einen Verein liegt ebenfalls im Stadtrat. Im RWE-Angebot wäre die kostenlose Betreuung durch einen örtlichen Buchhändler enthalten. Doch es gibt Gegenstimmen (<span>fett </span>nicht im Original):</p> <blockquote><p>Die Leitungen der Kaarster Büchereien haben sich gegen den “offenen Bücherschrank” ausgesprochen, weil “in jedem Stadtteil, außer in Driesch, eine oder sogar zwei Büchereien vorhanden sind”. Der Verein “Anthemon K 51″, heißt es in einem Schreiben an Kulturmanager Klaus Stevens weiter, sei bislang auch niemandem bekannt. <span>Man befürchte, dass ein öffentlicher Bücherschrank zur Weitergabe von fragwürdigem Gedankengut missbraucht werden könnte</span>.</p></blockquote> <p>Dem Ausdruck der Sorge um die Versorgung der Kaarster Bevölkerung mit ausschließlich <span>unfragwürdigem Gedankengut</span> wird ein nützlicher Hinweis auf Gebühren und <span>pädagogische Funktion</span> des Kaarster Büchereienverbunds hinzugefügt:</p> <blockquote><p>Die Kosten für das Ausleihen eines Buches in einer der Kaarster Büchereien seien mit 20 Cent für vier Wochen “nicht der Rede wert” und <span>dienten zudem als Erziehungsmaßnahme</span> für Kinder und Jugendliche nach dem Motto: <span>“Auf Dinge, für die ich bezahle, passe ich besser auf”</span>.</p></blockquote> <p>Der “Kaarster Büchereienverbund” umfasst laut <a href="http://www.kaarst.de/C125707B002A6821/html/C6794332ABDCEF02C12570C9004EC8CE?opendocument&amp;nid1=12172" class="liexternal">Stadt-Homepage</a> 7 Büchereien mit äußerst bescheidenen Öffnungszeiten in einer Stadt mit 42.000 Ew.<br /> Ab 2006 trugen die Bistümer die Betriebskosten für die Büchereien nicht mehr, wie aus einem Artikel der <a href="http://www.ngz-online.de/kaarst/nachrichten/mehr-geld-fuer-die-buechereien-1.162438" class="liexternal">NGZ-Online</a> hervorgeht. Woraufhin die Stadt den jährlichen Zuschuss von 17.900 auf 25.000 € erhöhte.<br /> Im Kulturausschuss wurde damals darauf hingewiesen, dass die Büchereien gut seien und trotz erhöhten Zuschusses “<span>günstig wie sonst nirgendwo</span>.”<br /> In zwei Stellungnahmen werden die Komponenten <span>engagiert &amp; billig</span>  auf den Punkt gebracht:</p> <blockquote><p>Lieselotte Schwabe (CDU) lobte das Engagement der <span>Ehrenamtler</span> um Annette Jung als Leiterin des Büchereisystems. Und die Kulturausschuss-Vorsitzende Dagmar Treger (CDU) gestand: <span>„Wir sind froh, dass wir keine städtische Bücherei vorhalten müssen.“</span></p></blockquote> <p><img src="http://haftgrund.net/wp-content/uploads/2011/09/christlichewerte.jpg" alt="" />Interessant an der Auseinandersetzung um den frei zugänglichen Bücherschrank ist, dass die Büchereien durch ihn eine Konkurrenz fürchten, während der Buchhändler, der hier viel eher eine reale Konkurrenz zu fürchten hätte, im Gegenteil das Projekt unterstützt und die ehrenamtliche Betreuung der “Stahlbox” übernehmen würde.</p> <p>Wie es scheint, dürfte es sich aber eher um eine Konkurrenz um den <span>gedankengutlichen</span> Einfluss auf die Kaarstner Seelen handeln, wie auch aus dem Bekenntnis einer langjährigen <a href="http://www.ngz-online.de/kaarst/nachrichten/bibliothekarin-aus-leidenschaft-1.316947" class="liexternal">“Bibliothekarin aus Leidenschaft”</a> zu entnehmen ist:</p> <blockquote><p>“Gemeinde findet auch in der Bücherei statt”, sagt sie, “doch wir sind nicht verstaubt und bieten neben der natürlich vorhandenen christlichen Literatur auch weltliche an”.<br /> Der Glaube ist für Ingrid Gartmann, die ihre Kinder christlich erzogen hat, der enge Bezug zur Familie. “Ich stehe der Gemeinde zur Verfügung und vermittele mit der Literatur, die hier zur Verfügung steht, auch christliche Werte.”</p></blockquote> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/zuHZQDQ2kH8" height="1" width="1" />Thu, 15 Sep 2011 02:02:30 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/160723512/Schwarze-B-chereip-dagogik-meets-Offenen-Burn:www-soup-io:1:160723512regularbibliobüchereienbüchereikonzeptchristliche werteoffener bücherschrank “Grundfarben der Korruption. Blau und Schwarz.” Peter Pilz in guter Form. {"tags":["finden","FP\u00d6","Korruption","\u00d6VP","Peter Pilz"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/ukhsGZE_Dyg/\"\u003E\u201cGrundfarben der Korruption. Blau und Schwarz.\u201d Peter Pilz in guter Form.\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/ukhsGZE_Dyg/","body":"\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/ukhsGZE_Dyg\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/ukhsGZE_Dyg" height="1" width="1" />Wed, 14 Sep 2011 12:38:11 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/160579097/Grundfarben-der-Korruption-Blau-und-Schwarz-Peterurn:www-soup-io:1:160579097regularfindenfpÖkorruptionÖvppeter pilz Von einem digitalen Ramschladen {"tags":["Biblio","B\u00fcchereien Wien","B\u00fcchereien","B\u00fcchereikonzept","E-Books"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/hjTtESpMHLE/\"\u003EVon einem digitalen Ramschladen\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/hjTtESpMHLE/","body":"\u003Cp\u003Eist in einem \u003Ca href=\"http://diepresse.com/home/meinung/weiberrede/692294/Lesen-Sie-gerade-einen-Krimi\" class=\"liexternal\"\u003EPresse-Artikel\u003C/a\u003E \u00fcber das digitale Angebot der Wiener B\u00fcchereien zu lesen:\u003C/p\u003E\n\u003Cblockquote\u003E\u003Cp\u003EDann habe ich zur Homepage der Wiener B\u00fcchereien gewechselt, um mir dort Zeitgen\u00f6ssisches auszuborgen, was ich derzeit allerdings nur bedingt empfehlen kann: Die \u201evirtuelle B\u00fccherei\u201c ist im Moment noch ein digitaler Ramschladen voll mit billiger Gebrauchsware, die ich noch nie in einer realen B\u00fccherei gesehen habe und dort auch nie zu sehen w\u00fcnsche. Wer immer diese Lizenzen erworben hat \u2013 er muss die Literatur hassen.\u003C/p\u003E\u003C/blockquote\u003E\n\u003Cp\u003EEs betrifft nat\u00fcrlich nicht die Wiener B\u00fcchereien allein, sondern ist die Entscheidung vieler Bibliothekssysteme, sich f\u00fcr eine Firma zu entscheiden, deren Lizenzpolitik schon auf den ersten Blick bedenklich erscheint. So ist die k\u00fcnstliche Verknappung der verf\u00fcgbaren Medien \u2013 auch ein digitalisiertes Buch darf nur einmal ausgeliehen werden und ist solange f\u00fcr andere gesperrt, bis es \u201czur\u00fcckgegeben\u201d wird \u2013 nur als Absurdit\u00e4t f\u00fcr den Bibliotheksbetrieb und zur Gewinnmaximierung der Lizenzgeber aufzufassen. Dass die Angebote zumeist flachster Mainstream sind, kommt noch dazu. F\u00fcr die Digibook-Anbieter ists ein doppeltes Gesch\u00e4ft, erstens verdienen sie gut an den Lizenzen und zweitens haben sie n\u00fctzliche Idioten, die ihnen den Markt bereiten. Mit \u00d6ffentlichen Geldern, die anderswo eingespart werden. Beispielsweise bei der \u003Ca href=\"http://haftgrund.net/argumentativer-notstand-der-leitung-der-wiener-buchereien/\" class=\"liexternal\"\u003EReduktion von \u00d6ffnungstagen\u003C/a\u003E, um \u2013 auf dem Papier \u2013 eineinhalb Posten zu \u201csparen\u201d.\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/hjTtESpMHLE\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p>ist in einem <a href="http://diepresse.com/home/meinung/weiberrede/692294/Lesen-Sie-gerade-einen-Krimi" class="liexternal">Presse-Artikel</a> über das digitale Angebot der Wiener Büchereien zu lesen:</p> <blockquote><p>Dann habe ich zur Homepage der Wiener Büchereien gewechselt, um mir dort Zeitgenössisches auszuborgen, was ich derzeit allerdings nur bedingt empfehlen kann: Die „virtuelle Bücherei“ ist im Moment noch ein digitaler Ramschladen voll mit billiger Gebrauchsware, die ich noch nie in einer realen Bücherei gesehen habe und dort auch nie zu sehen wünsche. Wer immer diese Lizenzen erworben hat – er muss die Literatur hassen.</p></blockquote> <p>Es betrifft natürlich nicht die Wiener Büchereien allein, sondern ist die Entscheidung vieler Bibliothekssysteme, sich für eine Firma zu entscheiden, deren Lizenzpolitik schon auf den ersten Blick bedenklich erscheint. So ist die künstliche Verknappung der verfügbaren Medien – auch ein digitalisiertes Buch darf nur einmal ausgeliehen werden und ist solange für andere gesperrt, bis es “zurückgegeben” wird – nur als Absurdität für den Bibliotheksbetrieb und zur Gewinnmaximierung der Lizenzgeber aufzufassen. Dass die Angebote zumeist flachster Mainstream sind, kommt noch dazu. Für die Digibook-Anbieter ists ein doppeltes Geschäft, erstens verdienen sie gut an den Lizenzen und zweitens haben sie nützliche Idioten, die ihnen den Markt bereiten. Mit Öffentlichen Geldern, die anderswo eingespart werden. Beispielsweise bei der <a href="http://haftgrund.net/argumentativer-notstand-der-leitung-der-wiener-buchereien/" class="liexternal">Reduktion von Öffnungstagen</a>, um – auf dem Papier – eineinhalb Posten zu “sparen”.</p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/hjTtESpMHLE" height="1" width="1" />Mon, 12 Sep 2011 09:02:09 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/159837918/Von-einem-digitalen-Ramschladenurn:www-soup-io:1:159837918regularbibliobüchereien wienbüchereienbüchereikonzepte-books Gregor Gysi erklärt Frau Merkel den Kapitalismus {"tags":["Polit","Gregor Gysi","Kapitalismus","Krise"],"type":"regular","title":"\u003Ca href=\"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/RhSHTlxU0Ig/\"\u003EGregor Gysi erkl\u00e4rt Frau Merkel den Kapitalismus\u003C/a\u003E","source":"http://feedproxy.google.com/~r/haftgrund/RTuP/~3/RhSHTlxU0Ig/","body":"\u003Cp\u003E\u003C/p\u003E\n\u003Cimg src=\"http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/RhSHTlxU0Ig\" height=\"1\" width=\"1\" /\u003E"} <p></p> <img src="http://feeds.feedburner.com/~r/haftgrund/RTuP/~4/RhSHTlxU0Ig" height="1" width="1" />Fri, 09 Sep 2011 08:34:41 GMThttp://haftgrund.soup.io/post/159837923/Gregor-Gysi-erkl-rt-Frau-Merkel-denurn:www-soup-io:1:159837923regularpolitgregor gysikapitalismuskrise